Nächstes Spiel

Noch kein Spiel vorhanden

halle-sport.de: Neu in Halle – Teil 4: Daniel Sevo

Die Saisons laufen in allen Sportarten an. Die meisten halleschen Vereine haben schon einige Pflichtspiele absolviert. Wir haben mit verschiedenen Sportlern aus verschiedenen Teams gesprochen und wollen sie euch auf diesem Weg vorstellen. Nach Dagmar Stuparicova (Union Halle-Neustadt), Erich Sautner (Hallescher FC) und Christina Schnorr (SV Halle LIONS) sprachen wir mit Daniel Sevo vom MEC Halle 04. Der Verteidiger kam von den Löwen aus Frankfurt an die Saale. Mit uns sprach er über den Ligaalltag in der DEL, seine Prognosen zu den Playoffs, sowie seiner „Doppelrolle“ als Student und Eishockeyspieler.

Halle-Sport.de: Du stammst aus Franken. Du bist aber mit Köln, Heilbronn, Bremerhaven, Leipzig, Crimmitschau, Hamburg und zuletzt Frankfurt viel rumgekommen und hast viel gesehen. Wo würdest du die Stadt Halle in dieser Reihe einordnen?
Daniel Sevo: Für mich beginnt hier mehr oder weniger auch ein neuer Lebensabschnitt. Ich hab jetzt im April angefangen zu studieren. Ich mach das in Ansbach, ich studier‘ internationales Management. Deswegen auch die Entscheidung für Halle, weil die ermöglichen mir auch meine Präsenzphasen wahrzunehmen. Es nicht so weit weg, es ist machbar dahin zu fahren. Das sind knapp 3h mit dem Auto. Ich möchte meinen neuen Lebensabschnitt beginnen, wo ich mein Studium neben dem Sport auch durchziehen will. Deshalb habe ich mich auch dafür entschieden nicht mehr in der zweiten Liga sondern hier zu spielen.

H-S.de: Was wusstest du über Halle bevor du hierher kamst?
DS: Ich muss ehrlich sein, dass ich über Halle nicht so viel wusste. Aber natürlich hört man was vom Eishockeyverein Halle und ich bin natürlich auf Halle ein bisschen aufmerksam geworden, da sie letztes Jahr im Halbfinale waren. Ich wusste natürlich schon, dass man hier gutes Eishockey spielen kann. Das war auch für mich wichtig. Ich hätte auch nach Bayreuth gehen können. Aber Bayernliga ist noch mal ein Schritt weiter unten, da habe ich nicht gewusst, ob mir das wirklich Spaß machen würde. Ich wollte schon in einer Mannschaft spielen, die auch ein bisschen Ambitionen hat. Sie haben sich sehr um mich bemüht. Alles was mir versprochen wurde, wurde bisher eingehalten und ich bin wirklich sehr zufrieden und positiv überrascht von der Stadt.

H-S.de: Was sind die ersten Eindrücke von Halle?
DS: Ich hab mir natürlich, bevor ich hier hingekommen bin, alles angeguckt, weil ich keine Ahnung hatte von Halle. Was eigentlich komisch ist, weil es fast eine Viertelmillionen-Einwohner-Stadt ist. Ich hab eine sehr schöne Wohnung direkt in der Innenstadt, bin sehr positiv überrascht. Für mich ist es hier eigentlich perfekt, ich lerne hier immer in der Bibliothek. Das ist nicht weit weg von hier. Ich kann da mein Ding machen.

H-S.de: Du hast mal gesagt, dass du auch ein passablen Fußballer abgeben würdest.
DS: Ich glaube, dass sagt jeder von sich.
H-S.de: Was weißt du von der Sportstadt Halle? Inwieweit bekommst du etwas vom Fußball-, Handball- oder Basketball-Geschehen in der Stadt mit?
DS: Ehrlich gesagt noch nicht so viel. Aber ich bin auch gerade dabei die letzten Wochen mich auf eine Klausur vorzubereiten. Mein Alltag besteht eigentlich nur aus Lernen und Eishockeyspielen. Wir hatten auch die Vorbereitung, wo wir zweimal am Tag trainieren. Ich verbringe meine ganze Zeit in der Eishalle und am Lernen. Falls sich mal Zeit ergibt, werde ich mir das auf jeden Fall mal anschauen.
H-S.de: Was interessiert dich da?
DS: Ich interessiere mich auch ein bisschen für Basketball. Bayreuth ist auch eine Basketballstadt. Sie [der BBC Bayreuth, d. Red.] spielen seit zwei Jahren auch wieder in der ersten Liga. Natürlich Fußball muss man sich auch mal anschauen. Ich lass mich da einfach mal überraschen.

H-S.de: Du hast mit gut 11 Jahren Profieishockey und über 100 DEL-Spielen viel Erfahrung und viel erlebt. Was zeichnet im Vergleich dazu die Saalebulls aus?
DS: Im Vergleich zur DEL sind das natürlich schon Welten. Vor allem als ich in Hamburg gespielt habe, das ist einer der reichsten Vereine in Deutschland. Da spielst du in einer Halle vor 13.000 Zuschauern, das ist natürlich etwas ganz anderes. Du fliegst einen Tag vorher zu den Spielen und übernachtest im Hotel. Das ist halt viel, viel professioneller – das ist keine Frage. Aber ich wusste auf was ich mich einlasse. Ich wusste, dass ich hier ein neues Leben beginnen will. Vor allem mit dem Studium. Ich bin jetzt 28 und muss jetzt schauen, wo ich bleibe. Ich weiß was hier passiert und das ist vollkommen ok für mich.

H-S.de: Die Eissaison in der halleschen Volksbank Arena wurde erst vor kurzem sichergestellt. Bekommt man das als Sportler mit? Hast du schon einmal eine ähnliche Situation erlebt?
DS: Naja, ich habe schon zwei Insolvenzen mitgemacht: einmal in Leipzig und in Bayreuth. Das hatte jetzt nichts mit der Halle zu tun, aber das Geld war einfach nicht mehr da, weil halt falsch geplant wurde. Im Nebenhinein habe ich das mitbekommen mit der Halle. Aber ich habe mich natürlich auch schlau gemacht über meinen Spielervermittler und mir wurde immer zugesagt, dass alles gesichert ist. Bis jetzt kann ich nichts Schlechtes sagen. Es ist alles so eingetroffen, wie es mir versprochen wurde.

H-S.de: Letztes Jahr sind die Saalebulls erst im Halbfinale der Aufstiegsplayoffs gescheitert. Was sind deine persönlichen Ziele mit dem MEC für diese Saison?
DS: Ich denke, dass wir auf jeden Fall diese Ostliga dominieren müssen. Dann wird sich zeigen, wie weit wir kommen. Ich kann das, glaube ich, auch ganz gut einschätzen. Ich weiß, dass Frankfurt eine sehr gute Mannschaft hat, Bad Tölz ist noch da, Bad Nauheim ist auch gut und Kassel. Natürlich darf man auch nicht blauäugig an die Sache rangehen, weil man darf auch nicht vergessen, dass diese Mannschaften einen Etat haben, der vielleicht doppelt oder drei mal so hoch ist, wie unserer. Es wird sich zeigen: Verletzungen kommen hinzu, in den Playoffs entscheidet die Tagesform. Aber man sieht‘s ja auch, wir verstehen uns ganz gut. Ich habe seit dem ersten Training einen sehr guten Eindruck von der Mannschaft. Jeder versteht sich mit jedem, auch spielerisch. Ich denke wir haben eine ganz gute Mischung mit vielen erfahrenen Spielern und vielen jungen Spielern, die sehr ambitioniert sind. Ich denke das passt. Der Trainer hat das auch ganz gut im Griff. Das wird sich halt zeigen, wie die Entwicklung weiter geht.

H-S.de: Nach so vielen Spielen in Liga 1 & 2 und zig Stationen in ganz Deutschland machst du jetzt parallel ein Fernstudium an der FH Ansbach. Wo siehst du dich privat und sportlich in 2-3 Jahren?
DS: Ich will mein Studium auf jeden Fall durchziehen. Und ich denke, dass ich in drei Jahren mit meinem Studium fertig bin. Sportlich wird man sehen, wie es dann aussieht – ob ich dann noch meinen Master machen will…
Aber jetzt auf jeden Fall Halle: Oberliga, Eishockey spielen. Natürlich muss ich auch mein Studium finanzieren und will meinen Lebensstandard beibehalten.

H-S.de: Im April 2013 geht die Eishockeysaison zu Ende. Welchen Eindruck würdest du nach der Saison bei den Fans am liebsten hinterlassen?
DS: Das die Fans sagen, dass ich einen großen Anteil am Erfolg hatte und das ich eine gute Saison gespielt habe. Und das wir mit der Mannschaft so erfolgreich waren, wie es halt irgendwie ging. Auf jeden Fall, dass man sagen kann, dass ich meine Erwartungen auch erfüllt habe. Ich bin ja auch hierher geholt worden, um die Mannschaft mit zu führen. Das ist auch meine Aufgabe und diese Rolle will ich auch ausfüllen.

Quelle


    Oktober 2018
MDMDFSS
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31     
Heimspiel Auswärtsspiel Event Nachwuchsspiel
Heimspiele Saison 18/19 downloaden Auswärtsspiele Saison 18/19 downloaden Heimspiele Saison 18/19 (pdf) downloaden
Optica
UPP
Livestream