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hallespektrum.de: Eissporthalle: Stadtrat will neue Standortuntersuchung

Ob die neue Eissporthalle am Gimritzer Damm gebaut wird, das bleibt weiterhin fraglich. Der Stadtrat hat sich am Mittwoch entschieden, noch einmal drei Standorte genauer zu untersuchen: neben dem Gimritzer Damm auch die Blücherstraße und die Nietlebener Straße.

EissporthalleBei einer Enthaltung (Rüdiger Fikentscher, SPD) und einer Gegenstimme (Olaf Sieber, parteilos) votierten die Stadträte mit großer Mehrheit für den Grünen-Antrag, die Standorte zu prüfen und noch keine Festlegung zu treffen

Vor Beginn der Sitzung protestierten Eishockey-Fans noch einmal für einen Neubau auf dem Altstandort. Doch dafür konnten sich die Räte nicht begeistern. Mehr als eine Stunde diskutierten sie.

Sportdezernentin Judith Maruardt macht Zeitdruck. Die Standortauswahl sei wichtig für die Beantragung der Fluthilfemittel. Und dieser müsse bis 30. Juni beim Land vorliegen. “Die Zeit drängt.” Die Stadtverwaltung müsse viele Anträge auch zu anderen Schäden bearbeiten. Die erste Wahl aus sportfachlicher und planerischer Sicht sei der alte Standort am Gimritzer Damm, so Marquardt. Baudezernent Stäglin verweist, dass man 19 Standorte geprüft habe. Der Vorschlag, den Schlachthof zu nutzen, sei keine Option. Es handele sich um ein Privatgrundstück, dass erworben werden müsste, wofür es keine Fördermittel gibt. Zudem handele es sich um ein Baudenkmal, da sei ein Abbruch schwierig.
Der Planungsausschuss hatte die Überprüfung weiterer Standorte empfohlen. Der Standort Nietlebener Straße am alten DVZ käme durchaus in Frage, es handele sich aber ebenfalls um ein Privatgrundstück. Zudem gebe es nicht genügend Platz für nötige Stellflächen. Der Standort nördliche Blücherstraße kommt für Stäglin auch nicht in Frage. Zwar gebe es genügend Platz, hier bestehe aber das Problem mit hohen Grundwasserständen. Auch den Bebauungsplan müsste man überarbeiten, der Bereich sei ursprünglich für die Erweiterung des Weinberg Campus vorgesehen. Stäglin wirbt noch einmal für den Vorzugsstandort Gimritzer Damm. Eine detailliertere Untersuchung weiterer Standorte würde 70.000 Euro kosten. Geld, das man sich sparen könne, wenn man der Vorzugsvariante zustimme, so Stäglin.
Johannes Krause (SPD) verweist auf drohende Klagen zum Deichverlauf. “Effekt Brandenburger FLughafen. Kostet viel und verschiebt sich.” Zudem gebe es noch keine Finanzierungszusage. OB Wiegand sieht keine Aufschiebungsprobleme und geht von einer schnellen Entscheidung durch das Verwaltungsgericht aus. “Auch unsere Fraktion will, dass wir eine neue Eissporthalle in dieser Stadt errichten”, so Bodo Meerheim (Linke). Er sehe aber am alten Standort eine Problemlinie zeitlicher Art durch drohende Klagen. Meerheim vermisst zudem eine Wirtschaftlichkeitsanalyse. Meerheim stellt in Frage, dass Eisdom und die neue Eissporthalle unbedingt nebeneinander stehen müssen. Wie Krause wirbt auch er für einen Änderungsantrag der Grünen. Der Ratsvorsitzende Harald Bartl unterbricht ihn, weil er schon zu lange redet. Laut OB Wiegand sei da Projekt nur förderfähig, wenn beide Hallen zusammenstehen. Man sei für Damm und Eissport, meint Andreas Schachtschneider. Er verweist auf Aussagen des Umweltministers Hermann Onko Aeikens, wonach der Deichverlauf noch nicht hundertprozentig feststehe. Es sei nicht sinnvoll, im Überflutungsgebiet zu bauen, so Schachtschneider. Er plädiert auch noch mal für eine tiefergehende Untersuchung. Wiegand meint daraufhin: “Mit dieser Argumentation können wir im MMZ nie wieder investieren, dort gibt es gar keinen Hochwasserschutz.” Außerdem müsste man den Neustädtern bei dieser Argumentation empfehlen, wegzuziehen. “Ich verstehe Sie nicht. Ich verstehe nicht, dass Sie da Geld rausschmeißen wollen, wo kein Schutz ist”, meint Wiegand mit Blick aufs MMZ und einen Antrag mehrerer Fraktionen zum Wiederaufbau des MMZ. Dagegen wolle man der Eissporthalle mit einem Schutzdeich und detaillierten Untersuchungen zum Standort nicht zustimmen. “Ich kann das nicht nachvollziehen, wie Sie sich entscheiden.” Bodo Meerheim nennt Wiegands Aussagen unglaubwürdig. Tom Wolter (MitBürger) spricht sich dafür aus, den bestmöglichen Standort zu suchen. Man verstehe den Wunsch der Fans nach dem Traditionsstandort. Doch man könne die Risiken nicht vom Tisch wischen, so Wolter. Er führt Wiegand zudem mit Aussagen zum Eisdom vor. Vor einem halben Jahr habe dieser vom Standort Halle-Messe gesprochen, nun sei der Bau dort aber nicht möglich. Er sehe die Gefahr, dass wegen der Risiken in zehn Jahren immer noch im Eisdom gespielt werden müsse. Das wolle man den Fans nicht zumuten, so Wolter. Er plädiert dafür, dass Verwaltung und Stadtrat eine gemeinsame Lösung finden. Er kritisiert, dass Wiegand im Planungsausschuss zunächst die für den Vorzugsstandort Gimritzer Damm gesprochen habe und dann die Sitzung verlassen habe. “Wir werden Monate verlieren”, meint Wiegand mit Blick auf Verzögerungen, die eine neue Untersuchung mit sich bringe. Dies könne er mit Blick auf die Finanzen nicht verantworten. Uwe Köck nennt Wiegands Kriterien für die Standorte nicht nachvollziehbar. Auch Gerry Kley (FDP) sieht Gefahren am Standort Gimritzer Damm und fürchtet ebenfalls, dass möglicherweise das Gesamtprojekt dadurch scheitert. Die Stadt solle eine ordentliche Planung vorlegen und nicht alle Kraft dafür verwenden, Vorschläge der Stadträte abzubügeln. Andreas Schachtschneider fordert von der Stadtverwaltung eine ehrliche Diskussion. “Ich werde keiner Vorlage zustimmen, wo der alte Standort enthalten ist”, meinte Olaf Sieber (parteilos). “Schnell und gut sind selten gut”, meinte Werner Misch (CDU). Als Beispiel nimmt er einen einige Jahre alten Vorschlag, die Ballsporthalle am Kreuzvorwerk zu bauen, 100.000 Euro seien in die Planungen geflossen. Plötzlich gab es neue Gutachten, wonach der alte Standort nicht geeignet sei. “Lassen Sie uns sachlich begründet einen sicheren Standort finden”, so Misch. Raik Müller (CDU) geht noch zum Deichverlauf ein. Wiegand hatte erklärt, das Land wolle diese Lösung. Müller meint dagegen, das Land plane so, weil die Stadt es so wolle. Auf eine Frage zur Interimslösung geht Wiegand kurz ein. Demnach werde diese vom Land nur finanziert, wenn der Eisdom später in die neue Eissporthalle integriert wird. Dietmar Weihrich (Grüne) plädiert dafür, sich für diese 14-Millionen-Investition noch ein paar Wochen Zeit zu nehmen und die Standorte zu untersuchen. Die Standortentscheidung der Stadt für den Gimritzer Damm fundiere auf unsicheren Grundlagen. Weihrich weist zudem darauf hin, dass da Land die Antragsfrist verlängern wolle. Deshalb greife das Argument Zeitdruck auch nicht. Uwe Köck weist darauf hin, dass es sich um Geld der Steuerzahler handele. “Deshalb haben wir eine riesengroße Verantwortung.”


    November 2017
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