Nächstes Spiel

Freitag, 22.09.2017, 20:00 Uhr Hannover Scorpions : MEC Halle 04 Saale Bulls  

Mit einer Hand am Ost-Pokal

„Spannung, Strafen, Stimmung“ war das inoffizielle Motto im ersten Finale des Ost-Pokals der Saale Bulls gegen die Tornados aus Niesky. Denn die hoch motivierten Mannschaften schenkten sich ab der ersten Sekunde nichts, spielten hartes Eishockey inklusive harter Checks und brachten die Stimmung im Zelt sehr schnell zum Kochen. Bereits vor Spielbeginn wussten alle Anwesenden, dass der Sieg kein Selbstläufer werden würde. Denn verletzungs- bzw. krankheitsbedingt fehlten immer noch Kai Schmitz, Christian Köllner, Dustin Haloschan und Michal Schön sowie Headcoach Jiri Otoupalik, der seinen Vertrag vorzeitig beendete.

Das letzte Heimspiel des MECs gegen die Tornados aus Niesky dürfte den Hallensern noch mahnend im Gedächtnis geblieben sein. Denn bei dem letzten Spiel vor einem Monat verloren die Bulls nach der zwischenzeitlichen Führung 2:4 gegen die Sachsen. Konzentrieren, fehlerfrei bleiben und kämpfen bis zum Ende hieß also die Devise. Und dass die Mannschaft dabei mit Unterstützung von den Fanblöcken rechnen konnte, zeigten die Fans bereits vor dem Anbully. Denn mit einem 15 Meter breiten Banner bedankten sie sich für 10 Jahre Saale Bulls. Der Beistand zeigte Wirkung, denn am Ende siegten die Bulls verdient mit 4:3.

Tore über Tore

Ein Drittel – fünf Tore, das gibt es nicht oft! Gerade in einem so wichtigen Spiel tasten sich die Teams gern erst einmal ab, bevor es heiß wird. Aber nichts da, sobald der Puck das Eis berührte, gaben beide Mannschaften Fersengeld und drückten zum gegnerischen Tor. Obwohl für Halle nur drei Defensivspieler auf dem Eis standen, verteidigten die Bullen souverän. Doch schon in der vierten Minute gab es die erste Überraschung. Der Ex-Hallenser Jörg Pohling gab einen eigentlich eher harmlosen Schuss auf Bulls-Goalie Patrick Glatzel ab, doch dabei rutschte ihm die schwarze Scheibe durch die Schoner. 0:1 für die Gäste. Das Team um Kapitän Benjamin Thiede zeigte sich allerdings unbeeindruckt und nutzte gleich das erste Powerplay des Abends. Nach einer Strafe gegen Vitezslav Jankovych, glich Robin Sochan mit einem Schuss aus dem Gewühl vor dem Nieskyer Tor für die Heimmannschaft aus.

Ab diesem Zeitpunkt ging alles Schlag auf Schlag. Denn nur eine Minute nach dem Ausgleich gelang den Gästen ein erfolgreicher Konter. Stephan Kuhlee erhöhte für die Wirbelwinde auf 1:2. Doch Troy Bigam ließ die Sachsen nicht lange jubeln. Direkt vom Anbully ging es zu Gäste-Goalie Robert Handrick und der konnte nur noch hinter sich greifen. Ausgleich! Doch damit nicht genug, noch in der gleichen Minute versuchte Marc Petermann den sächsischen Goalie zu überwinden, doch der Puck prallte lediglich von Handrick ab. Martin Piecha stand aber genau richtig und brachte die Bullen mit dem Nachschuss in Führung. Nach diesem Herzkasper-Drittel ging es mit einem Stand von 3:2 in die erste Pause.

Strafen über Strafen

Das zweite Drittel war leider nicht so torreich wie das Erste, dafür hagelte es Strafen. Den Reigen der Banksitzer eröffnete Sebastian Lehmann in der 25. Minute. Das folgende Unterzahlspiel brachten die Bulls aber problemlos über die Zeit. Eigene gefährliche Angriffe gab es hingegen nur noch selten, da die Mannschaft Energie für das letzte Drittel aufsparen wollte. In der 31. Minute musste der nächste Hallenser vom Eis. Daniel Lupzig checkte einen Nieskyer derart hart, dass dieser kometengleich in der Bande einschlug. Doch auch diese Unterzahlsituation blieb folgenlos. Noch in der gleichen Minute kürzte Schiedsrichter Mischa Apel den Tornado-Stürmer Marco Noack wegen Hakens und Alexander Zille wegen Halten des Stocks heraus und schon kam, was kommen musste – Jörg Pohling glich für die Gäste aus. So endete das Mitteldrittel mit einem demokratischen 3:3.

Schwitzen bis zum Schluss

Das letzte Drittel war gerade einmal 35 Sekunden jung, da klingelte es im Gästetor. Wieder war es Troy Bigam, der die schwarze Scheibe aus spitzem Winkel ins lange Eck knallte. Die Sachsen spielten daraufhin körperbetonter, was prompt eine Strafe nach sich zog. Stephan Kuhlee durfte es sich ab der 44. Minute für 2 + 10 Minuten wegen Beinstellens und Beschimpfung von Offiziellen auf der Bank gemütlich machen. Doch auch bei dieser Strafe sollte es nicht bleiben, es folgten insgesamt noch sechs weitere gegen beide Teams. Weder Niesky, noch Halle konnten diese allerdings ausnutzen. Es blieb beim 4:3 für die Saale Bulls und so ist Halle lediglich ein Sieg vom Gewinnen des Ost-Pokals entfernt.

Schon heute könnte in Weißwasser die Entscheidung fallen. Wenn nicht, dann folgt das dritte und entscheidende Spiel am morgigen Sonntag um 19:30 Uhr im Eisdom an der Halle Messe.

Statistik

Tore

0:1 Jörg Pohling (Marcel Leyva, Stephan Kuhlee) 3:58
1:1 Robin Sochan (Überzahl-Tor) (Martin Piecha, Benjamin Thiede) 11:08
1:2 Stephan Kuhlee (Marcel Leyva, Jörg Pohling) 13:27
2:2 Troy Bigam (Robin Sochan, Alexander Zille) 14:11
3:2 Martin Piecha (Marc Petermann, Oleg Seibel) 15:30
3:3 Jörg Pohling (Sven Becher, Andreas Brill) 33:09
4:3 Troy Bigam (Robin Sochan, Marc Petermann) 40:35

Strafen

MEC Halle 04 7 (14 Minuten)
Tornado Niesky 8 (24 Minuten)

Zuschauer: 609


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    September 2017
MDMDFSS
     1 2 3
4 5 6 7 8 Saale Bulls - Dresdner Eislöwen 9 10 Chemnitz Crashers - Saale Bulls
11 12 13 14 15 Selber Wölfe - Saale Bulls 16 17 Saale Bulls - Selber Wölfe
18 19 20 21 22 Hannover Scorpions - Saale Bulls 23 24 Saale Bulls - Hannover Scorpions
25 26 27 28 29 Saale Bulls - Rostock Piranhas 30  
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