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Freitag, 22.09.2017, 20:00 Uhr Hannover Scorpions : MEC Halle 04 Saale Bulls  

mz-web.de: Ein bisschen Wundertüte – Wie gut sind die Saale Bulls?

 

Von Christian Elsässer

Halle (Saale) – Die Sache mit den Schuhen klappt gerade so gar nicht. Die Treter alleine, ohne Hilfe zuzumachen – das ist für Kai Schmitz im Moment ein Ding der Unmöglichkeit. „Sobald ich das versuche, tut es richtig weh“, erzählt der Eishockey-Verteidiger der Saale Bulls.

Schmitz hatte im Testspiel vorige Woche Freitag bei den Hannover Indians bei einem Zweikampf einen Knacks im Rücken bekommen. „Das war gleich beim ersten Wechsel, da lief das Spiel noch keine Minute. Ich habe es danach noch einmal versucht, aber es ging nicht mehr.“ Sein Weg führte dann direkt ins Krankenhaus – Hexenschuss.

Wenn am Freitag die Saison in der Eishockey-Oberliga für die Saale Bulls bei den Moskitos Essen beginnt, wird Schmitz seinem Team voraussichtlich fehlen. „Ich werde mit den Ärzten noch einmal sprechen. Grundsätzlich würde ich mich auch spritzen lassen und spielen – aber ich habe schon die Sorge, dass es danach dann noch schlimmer ist.“ Also lieber auskurieren und „eine Woche später dann wieder richtig fit sein“.

Immerhin: Schmitz ist neben dem langzeitverletzten Georg Albrecht der einzige Ausfall, den Saale-Bulls-Trainer Georgi Kimstatsch vor dem Start zu beklagen hat. Eine gute Nachricht, denn das Auftaktprogramm für die Hallenser ist heftig. Nach der Auswärtsaufgabe in Essen folgen Heimspiele gegen die beiden Top-Teams der Vorsaison. Am Sonntag kommen die Tilburg Trappers, am Freitag darauf die Füchse Duisburg.

Härter geht es kaum. Und deshalb versucht sich Kimstatsch von vornherein darin, den Druck auf sein Team zu minimieren. „Das ist ein schweres Programm, vor allem für den Kopf“, sagt er und setzt ein wenig auf Psychologie: „Ich habe meinem Team gesagt, dass – wenn wir die Heimspiele gewinnen – wir sicher die Playoffs erreichen werden. Auswärtsspiele sind also immer so etwas wie ein Bonus für uns. Deshalb werden wir heim und auswärts auch taktisch unterschiedlich spielen.“ Heißt: auswärts eher defensiv, daheim offensiver ausgerichtet.

Rein körperlich, so viel scheint klar, sind die Saale Bulls in Top-Zustand. „Die Vorbereitung war sicherlich nicht ganz optimal mit dem Magen-Darm-Virus im Trainingslager und dem ausgefallenen Spiel gegen Dresden“, sagt Kimstatsch. „Aber die Jungs machen einen richtig guten Eindruck.“ Was auch Kai Schmitz bestätigt: „Wir haben ein richtig gutes Vorbereitungstraining gemacht. Ich glaube, dass ich noch nie so fit in eine Saison gegangen bin.“

Trotzdem: Es ist reichlich Wundertüte dabei. Nominell ist das Team deutlich stärker als in der Vorsaison, acht Neue sind gekommen, sieben davon für den Angriff.

Doch wie gut sind die Bullen im Liga-Vergleich? „Das ist wirklich schwer zu sagen“, meint Kimstatsch. „Insgesamt ist die Liga viel, viel enger als im letzten Jahr. Ich glaube nicht, dass es wieder ein Team geben wird, das so einen Durchmarsch hinlegt wie Duisburg zuletzt.“ Seine Erwartung: „Ich sehe uns auf jeden Fall unter den ersten Acht.“ Hinter vorgehaltener Hand gibt es im Verein aber sehr wohl Stimmen, die das Team unter den Top vier sehen. (mz, 21.09.2016)

 


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    September 2017
MDMDFSS
     1 2 3
4 5 6 7 8 Saale Bulls - Dresdner Eislöwen 9 10 Chemnitz Crashers - Saale Bulls
11 12 13 14 15 Selber Wölfe - Saale Bulls 16 17 Saale Bulls - Selber Wölfe
18 19 20 21 22 Hannover Scorpions - Saale Bulls 23 24 Saale Bulls - Hannover Scorpions
25 26 27 28 29 Saale Bulls - Rostock Piranhas 30  
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