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mz-web.de: Saale Bulls gegen Crocodiles – Abbruch in Hamburg schlägt hohe Wellen

 

Von Christoph Karpe

 

Hamburg – So etwas hatten sie bei den Saale Bulls auch noch nicht erlebt: Spielabbruch, weil das Eis irreparabel beschädigt war. So geschehen am Sonntagabend beim Oberliga-Gastspiel des halleschen Eishockey-Teams bei den Crocodiles Hamburg.

So ist es passiert: Exakt nach 30 Minuten Spielzeit wurde der Hamburger André Gerartz von zwei Bulls-Spielern heftig gecheckt. Er landete unsanft im halleschen Tor – das wurde durch die Wucht des Aufpralls aus der Verankerung gerissen. Und zwar derart, dass ein großes Stück Eis einfach wegflog. Der blanke Beton lag frei.

1700 Fans müssen vorzeitig abreisen

Laut Regel hätten nun die Eismeister 20 Minuten Zeit gehabt, den Schaden zu reparieren. Doch in diesem Fall, war schnell klar: Hier ist alle Mühe umsonst. Die Schiedsrichter brachen das Duell vor immerhin 1.700 Zuschauern beim Stand von 0:0 ab. Und die Mannschaft von Bulls-Trainer Georgi Kimstatsch machte sich auf die Heimreise.

Nun liegt der Fall zunächst bei den Vereinen und im Streitfall beim Deutschen Eishockey Bund. Er muss dann entscheiden, ob das Spiel wiederholt wird – oder die Saale Bulls die Punkte bekommen. Das wollen die Hamburger natürlich unbedingt verhindern. Sie sehen sich als unschuldig für den Vorfall. Schließlich sind sie nicht der Betreiber der Eishalle.

Ähnliche Probleme am anderen Tor

Und dass an diesem Abend das Eis generell in einem arg porösen Zustand war, zeigte sich bereits zuvor. Da wurde bei einer ähnlichen Szene das Tor auf der anderen Seite aus der Halterung gerissen. Da gelang es den Eismeistern noch, nach minutenlangem Einsatz den Schaden zu beheben.

Saale-Bulls-Präsident Daniel Mischer hat noch am Montag Kontakt zu den Hamburgern aufgenommen. „Wir müssen erst einmal schauen, was Hamburg vorschlägt. Es gibt drei Varianten: Entweder wird das Spiel neu in Hamburg angesetzt, oder wir wiederholen es bei uns. Natürlich wäre es uns am liebsten, wir würden die Punkte am Grünen Tisch bekommen“, sagt er. Über den ersten Stand der Gespräche gab es dann zunächst keine Informationen. Im Internet kursierten Gerüchte, ein Wiederholungsspiel bei den Crocodiles sei bereits fix.

Eine Wiederholungstour nach Hamburg käme Mischner nicht so gelegen. Schließlich gehören die Crocodiles zur Spitzengruppe der Liga, liegen als Fünfter aktuell einen Rang vor den Hallensern. Dort zu gewinnen, dafür braucht es einen wirklich guten Tag des Teams.

Sicherlich fällt bis zum nächsten Heimspiel der Bulls eine Entscheidung. Am Freitag kommen die Berliner Preussen in den Eisdom. (mz, 14.11.2016)


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