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mz-web.de: Alexander Zille knackt Fass Berlin

Eine halbe Stunde vor Spielbeginn hatte sich Ken Latta im Vip-Bereich des Eisdoms an der Selkestraße einen Überblick verschafft. Der Trainer der Saale Bulls beobachtete aus sicherer Entfernung den Gegner Fass Berlin beim Einspielen. „Das mache ich immer so“, erklärte Latta, der danach seiner Mannschaft die letzten Anweisungen mit auf den Weg ins Duell gab.

Was auch immer der Kanadier beim Warmmachen gesehen hatte, allzu viel Gefährliches konnte es nicht gewesen sein. Beim 5:1-Sieg der Saale Bulls am Freitagabend in der Oberliga Ost waren die Hallenser über das gesamte Spiel hinweg die klar dominierende Mannschaft und ließen die Gäste aus der Hauptstadt nie wirklich zur Entfaltung kommen.

Dass es dennoch 18 Minuten dauerte, ehe Alexander Zille die Fass-Abwehr zum ersten Mal bezwingen konnte, war bezeichnend für ein eher zähes erstes Drittel. „Ich hatte das Gefühl, dass der Mannschaft nach den zwei Niederlagen vorige Woche ein bisschen das Selbstvertrauen fehlte“, analysierte Trainer Latta später. „Im zweiten Drittel waren wir dann aber richtig gut. Wir hatten 17:4 Torschüsse. Da haben wir uns wirklich gesteigert.“

Hundertprozentige Sieg-Quote

Zilles Tor stellte so etwas wie eine selbsterfüllende Prophezeiung dar. Denn es war das nächste Kapitel einer kuriosen Statistik-Geschichte: Der Rekordspieler, der am Freitag zum 444. Mal für die Saale Bulls auf dem Eis stand, erzielte zum 18. Mal ein 1:0 – und am Ende dieser 18 Spiele stand immer ein Sieg. Eine solche Hundertprozent-Quote kann kein anderer Spieler in der Vereinsgeschichte aufweisen. Erklären könne er dieses Phänomen auch nicht, meinte Zille. „Aber es scheint so etwas wie ein positiver Fluch zu sein.“ Zweiter dieser Statistik ist übrigens Martin Miklik, dessen 37 Treffer zu einem 1:0 in 28 Fällen zu Siegen führten.

Tatsächlich war der Zille-Treffer auch an diesem Freitagabend der entscheidende Moment, denn mit der 1:0-Führung zur ersten Drittel-Pause war Fass geknackt. Die Tore von Matt Abercrombie (24., 32.) und Eric Wunderlich (39.) sorgten im zweiten Spielabschnitt für klare Verhältnisse. Daran änderte auch das 1:4 in der 40. Minute – 4,5 Sekunden vor der Sirene – nichts. Wobei dies durchaus bezeichnend war: Sowohl im ersten als auch im zweiten Abschnitt drehten die Berliner immer erst in der Schlussminute auf. Rettete im ersten Drittel einmal der Pfosten und einmal der meist beschäftigungslose Patrick Glatzel, so musste der Torhüter beim Schuss von Nico Jentzsch tatsächlich doch einmal hinter sich greifen. Das einzige Tor im Schlussabschnitt erzielte Stürmer Philipp Gunkel (57.) wieder für die Heim-Mannschaft.

Nun kommt das 500. Spiel

Dass die Leistung der Saale Bulls allerdings eher schwächer einzuordnen war als die bei den Niederlagen gegen Erfurt und in Leipzig in der vergangenen Woche, sagt indes viel aus über die Stärke der Liga, die hinter dem Spitzentrio qualitativ deutlich abfällt. „Unsere Leistung hatte sicherlich auch etwas mit dem Gegner zu tun“, meinte Latta. Die Mannschaft habe sich schwer getan, von Beginn an ans Maximum zu gehen. Wohl im Wissen, Fass über kurz oder lang sowieso knacken zu können.

Mit dem klaren Erfolg gegen Fass Berlin haben sich die Hallenser eingeschossen für ihr Jubiläum. Die Partie am Sonntag in Schönheide wird das 500. Pflichtspiel der Saale Bulls sein.


    Dezember 2017
MDMDFSS
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