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mz-web.de: Das einzige Problem ist der dünne Kader

HALLE (SAALE)/MZ. Enrico Ehrhardt bekommt in jedem Trainingsspiel seine Chancen. Immer wieder werden ihm von den erfahrenen Spielern der Saale Bulls Zuckerpässe serviert, die er dann entweder im Tor unterbringt oder auch nicht. Eine Prozedur, die sich künftig auch in den Heimspielen wiederholen soll. Dann, wenn das Spiel entschieden ist, soll er seine Eiszeiten bekommen, Selbstvertrauen gewinnen, vielleicht auch das eine oder andere Tor machen.

Dass sich alle so fürsorglich um den gerade 18 Jahre alten Ehrhardt kümmern, dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Zum einen ist er der erste echte Hallenser, der es über die eigene Nachwuchsabteilung in den Kader der Saale Bulls geschafft hat, zum anderen ist er die im Moment einzige Alternative zu den 15 gesetzten Spielern für die drei Reihen.

Sorge vor Verletzungen

„Wir sind alle mit dem Start hochzufrieden, aber wir wissen natürlich, dass unser Kader sehr dünn ist. Wenn sich ein, zwei Spieler verletzen oder die erste Grippewelle kommt, dann haben wir ein Problem“, sagt der sportliche Berater Andreas Werkling.

Ein Problem, dass Enrico Ehrhardt allein nicht lösen kann, „weil er einfach noch zu jung ist“, wie Werkling betont. Auch Robin Thomson und Tim Richter vom DEL-Kooperationspartner Hannover Scorpions, die eine Spielberechtigung für die Saale Bulls haben, sind nicht die gesuchten Heilsbringer. „Es ist eben nicht planbar, wann sie in Hannover entbehrlich sind. Deshalb rechnen wir im Moment nicht mit ihnen“, sagt Werkling.

Ausländerstellen sind besetzt

Woher also dann noch neue Spieler holen? Aus dem Ausland geht nicht, weil mit Robin Sochan und Ivan Kolozvary im Gegensatz zu den letzten Jahren die beiden so genannten Kontingentstellen, sprich Ausländerplätze, längst vergeben sind.

Also bleibt nur der deutsche Markt übrig. „Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe vertragsloser Spieler, aber ich sträube mich im Moment auch ein bisschen dagegen, einfach nur ein paar Leute zu verpflichten, um den Kader aufzufüllen. Da entstehen schließlich auch Nebenkosten mit Wohnung und Ausrüstung“, sagt Werkling.

Also ein richtiger Kracher soll es sein. Einer, der allerdings bezahlbar bleiben muss. Nicht einfach für die Saale Bulls, die aus ihrem Etat monatlich nicht eingeplante 10 000 Euro für die Betriebskostenrechnung der Eissporthalle aufbringen müssen. „Ich bin ständig mit Spielerberatern in Kontakt und bin auch ganz zuversichtlich, dass in den nächsten Wochen ein, zwei Spieler zum Probetraining kommen. Wenn sie da sind, werden wir sehen, ob sie uns weiterhelfen“, sagt Werkling.

Bis dahin muss der Verein einfach hoffen, dass die Spieler verletzungsfrei über die Runden kommen. Ansonsten bleibt nur die Alternative Enrico Ehrhardt, für den jede Trainingseinheit eine Lehrstunde ist.

Ihr nächstes Heimspiel haben die Saale Bulls am Freitag, 20 Uhr, gegen die Black Dragons aus Erfurt.


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