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mz-web.de: Sieg gegen Icefighters Leipzig – Saale Bulls gewinnen Heim-Derby nach Penaltyschießen

 

Von Christian Elsässer

Halle (Saale) – Manche gute Idee braucht ihre Zeit, um zu reifen. Saale-Bulls-Trainer Georgi Kimstatsch hatte eine gehörige Weile darüber nachgedacht, diesen einen Joker aus dem Ärmel zu ziehen. „Seit Dezember ging mir das im Kopf herum“, sagte er. Um dann am Freitagabend im Derby der Bulls gegen die Icefighters Leipzig zu handeln.

Mit der Nummer 4 ließ er Jaro Seemann auflaufen.  Einen Verteidiger, der einst für Preussen Berlin schon einmal Oberliga gespielt hatte, sogar Junioren-Nationalspieler gewesen war. Der 23-Jährige studiert in Halle und spielt eigentlich nur noch in der fünften Liga, für die zweite Mannschaft der Bulls, die sich 1b nennt. Nun durfte er aus der Kalten in der Oberliga ran.

Die Personalie hatte eine gewisse Symbolkraft für die Situation bei den Saale Bulls. In Zeiten der Personalnot sind es nämlich nicht die erwartbaren, vermeintlich großen Namen des Teams, die den Spielen den Stempel aufdrücken.

Die Saale Bulls haben am Freitagabend ihr Heim-Derby gegen Leipzig mit 4:3 nach Penaltyschießen gewonnen. „Es war ein verlorener Punkt“, meinte Kimstatsch mit Blick auf einen verspielten 3:1-Vorsprung. „Aber so ist das halt in Derbys. Am Ende zählt, dass wir gewonnen haben.“

Auffällig aber: Wie schon beim Sieg in der Vorwoche gegen Spitzenreiter Herne war es wieder einmal die so oft im Schatten stehende dritte Reihe, die das Team auf die Siegerstraße brachte. Den  Führungstreffer erzielte Johannes Ehemann in der dritten Minute. Ein Tor, das den erneut eher defensiv eingestellten Hallensern in die Karten spielte. Im zweiten Drittel erhöhte schließlich Maximilian Schaludek, ebenfalls aus der dritten Reihe, nach tollem Solo per Rückhand auf 2:0 (33.). „Man merkt den Jungs richtig an, dass sie ihre Chance nutzen wollen, die sich aus der Personalmisere ergeben hat“, urteilte Kimstasch.

Das 2:0 war der Auftakt für 67 Derby-Sekunden, die in Erinnerung bleiben. Nur zehn Sekunden nach dem Treffer fingen sich die Gastgeber ein ärgerliches Gegentor durch Maurice Keil. Und nicht einmal eine Minute später erhöhte Artur Tekaev auf 3:1 (34.). Alle Zeichen standen auf Sieg, ehe Leipzig im Schlussabschnitt durch Damian Martin (53.) und ein Penalty-Tor von Esbjörn Hofverberg (58.) doch noch zurückkam.

Den Schlusspunkt setzte so ein episches Penaltyschießen. Bei 14 Versuchen traf einzig Bulls-Kapitän Jörg Wartenberg. Sebastian Albrecht im Tor der Hallenser hielt tatsächlich alle sieben Leipziger Versuche. Sein Erfolgsgeheimnis: „Ich war sauer, weil wir im Spiel vorher so viel Fehler gemacht haben.“ (mz, 03.02.2017)

 


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