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Sonntag, 24.09.2017, 18:00 Uhr MEC Halle 04 Saale Bulls : Hannover Scorpions  

mz-web.de: Eishockey – Endlich ein Derby-Sieg für die Saale Bulls

 

Von Enrico Werner
Die Saale Bulls gewinnen nach sieben Niederlagen in Serie wieder ein Duell gegen die Icefighters Leipzig. Trotzdem gibt es einen Verlierer im Team.
Halle (Saale). Ganz am Anfang stand ein Lächeln von Kai Schmitz. Als der Spieler der Saale Bulls gestern Abend vor dem Derby gegen die Icefighters Leipzig auf das Eis gerufen wurde, wurde es laut im Eisdom in Halle. Ein gellendes Pfeifkonzert der zahlreich angereisten Fans aus Leipzig begleitete den 30-Jährigen. Kein Wunder. Unter lautem Getöse war der Verteidiger vor vier Wochen von Leipzig nach Halle gewechselt.
Konstante Inkonstanz der Bulls
„Wenn Leipzig pfeift und Halle jubelt, dann ist die Welt in Ordnung“, sagte Schmitz nach dem Spiel breit grinsend. Er meinte da sich persönlich, die Aussage galt aber auch für das Spiel. Denn nach langer Leidenszeit gewannen die Saale Bulls endlich wieder ein Derby gegen den Erzrivalen aus der Messestadt. 4:2 hieß es am Ende. Der erste Sieg nach zuvor sieben Pleiten in Folge – saisonübergreifend.
Das gestrige Spiel stand dabei ganz im Zeichen der zwei Gesichter der Saale Bulls, der konstanten Inkonstanz. Seit nun acht Spielen wechseln sich Sieg und Niederlage ab. Verloren die Bullen vergangene Woche nach einer fürchterlichen Leistung noch mit 3:4 gegen die Harzer Falken aus Braunlage, so zeigten sich die Hallenser gegen Leipzig gestern nun vorbildlich eingestellt. Und sportlich stark verbessert.
„Ich wusste, dass heute was drin ist“, meinte Saale-Bulls-Trainer Ken Latta. „Unsere Fitness hat sich am Ende ausgezahlt. Wir sind gut.“ Mit einer Polonaise auf Knien ließen sich die Spieler minutenlang feiern. Zu recht. Da war der vorher prall gefüllte Gästeblock der Leipziger schon lange verwaist.
„Das war megageil. Die Fans mussten so lange warten. Das tat gut, die Fans in der eigenen Halle mal singen zu hören“, meinte Philipp Gunkel. Und für Kai Schmitz war der Triumph gegen sein Ex-Team „der schönste Sieg überhaupt“.
Alexander Zille (16. Minute) brachte die Hallenser in Front. Jörg Wartenberg (30.), Philipp Gunkel (42.) und Matt Abercrombie (50.) erzielten die weiteren Treffer für die Saale Bulls. „Wir haben gute Abwehr-Arbeit geleistet“, lobte Latta. Das zeigte sich vor allem in der Arbeit in Unterzahl. Im ersten Drittel gab es drei Zwei-Minuten-Strafen für Halle kurz hintereinander. Leipzig konnte keinen Profit daraus schlagen. Im zweiten Drittel hielten die Hallenser die Icefighters sogar in doppelter Unterzahl gut vom eigenen Kasten weg.
Degradierung für Martell
Nur für einen war es dann doch ein Tag zum Vergessen: Travis Martell. Erst überraschte Coach Latta mit der Versetzung des Deutsch-Kanadiers aus der ersten in die dritte Reihe. „Er ist undiszipliniert“, meinte der Trainer. „Er kassiert unnötige Strafzeiten.“ Schon gegen Braunlage trug Martell beispielsweise Mitschuld am letzten Gegentreffer in der Verlängerung. Gestern das gleiche Bild im zweiten Drittel. Der Verteidiger kassierte eine Strafe nach einem Stock-Check. „Vor den Augen des Schiris“, schimpfte Latta. Während der 32-Jährige draußen saß, erzielte Leipzig in Überzahl den 1:2-Anschlusstreffer.
Die Folge: Martell kam im letzten Drittel überhaupt nicht mehr zum Einsatz. Latta verpasste ihm einen Denkzettel. „Ich war sauer. Er muss nachdenken“, sagte der Coach.
Auch Marco Habermann hatte nicht nur Grund zum Strahlen. Der Stürmer aus der ersten Reihe musste Mitte des zweiten Drittels vom Eis. Unter Schmerzen schlich der 24-Jährige in die Kabine und kam nicht mehr heraus. Eine Beckenprellung hatte er sich zugezogen. Heute soll eine Untersuchung beim Arzt Klarheit verschaffen. (mz, 13.12.2015)

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    September 2017
MDMDFSS
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4 5 6 7 8 Saale Bulls - Dresdner Eislöwen 9 10 Chemnitz Crashers - Saale Bulls
11 12 13 14 15 Selber Wölfe - Saale Bulls 16 17 Saale Bulls - Selber Wölfe
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25 26 27 28 29 Saale Bulls - Rostock Piranhas 30  
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