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mz-web.de: Eishockey in Halle – Nächster Vertragscoup der Saale Bulls

 

Manchmal erlangen bei Vertragsverhandlungen scheinbare Nebensächlichkeiten an Bedeutung: Wie es den Saale Bulls gelang, Top-Stürmer Philipp Gunkel zu binden.

Halle (Saale). Manchmal ist es nicht nur der Sport oder das Geld, das in Vertragsverhandlungen über Gelingen oder Misslingen entscheidet. Es können auch scheinbare Nebensächlichkeiten Bedeutung erlangen. So geschehen bei den Saale Bulls. Als sich die Verantwortlichen von Halles Eishockey-Oberligist in den vergangenen Wochen mit Stürmer Philipp Gunkel trafen, um eine weitere Zusammenarbeit zu fixieren, wurde ein Thema zum entscheidenden Verhandlungsgegenstand: die Universität.

Studienplatz gibt Ausschlag

Philipp Gunkel, einer der Top-Spieler der vergangenen Saison, hat seinen Vertrag in Halle um zwei Jahre verlängert. Und ködern ließ sich der 26-Jährige vor allem mit einem Platz für ein Management-Studium an der MLU, den der Verein organisierte. „Ich hatte wirklich ein super Angebot von einem anderen Verein“, berichtet Gunkel. „Aber die Zusage für das Studium war am Ende das Zünglein an der Waage, das den Ausschlag für Halle gegeben hat. Der Platz ist mir mehr wert, als vielleicht ein paar Euro mehr zu verdienen.“

So spricht jemand, der im Sport schon viel erlebt hat, der vor seiner Zeit in Halle wegen einer schweren Schulter-Verletzung sogar um seine Karriere bangen musste.

Eines stellt Gunkel dennoch klar: „Ich bin in erster Linie hier, um Eishockey zu spielen, das Studium ist mein zweites Standbein.“ Und umso mehr wird er auf dem Eis in den kommenden beiden Spielzeiten eine zentrale Figur bei den Saale Bulls sein. „Philipp war einer der großen Leistungsträger in der letzten Saison“, sagt der sportliche Leiter der Saale Bulls, Georgi Kimstatsch. „Er ist im Team und in der ganzen Liga akzeptiert.“

In der Tat waren die Zahlen des 1,86 Meter Manns stark. 65 Scorerpunkte sammelte er in 46 Spielen – 35 Tore und 30 Vorlagen. Zudem war Gunkel in fast allen Offensivstatistiken einer der Besten. Zehn Überzahltore waren teamintern der Bestwert. Hinzu kamen viele wichtige Treffer. Er erzielte fünfmal eine Führung, zudem fünfmal ein Siegtor.

Die Verlängerung um zwei Jahre fügt sich in das Gesamtprojekt, das der Verein bis 2017 realisieren will. Diesen Zeitraum haben Trainer Ken Latta und Präsident Daniel Mischner gesetzt, um den lang angestrebten Aufstieg in die DEL2 zu schaffen. Gunkel, der acht Jahre Erfahrung in der zweiten Liga hat, soll dabei zum Rückgrat werden. „Er soll künftig noch mehr Führungsaufgaben übernehmen“, betont Kimstatsch. „Seine Verpflichtung ist ein Signal, dass wir nicht nur kurzfristig denken.“

Beide Top-Stürmer bleiben

Mit Philipp Gunkel können die Saale Bulls auch den zweiten Top-Stürmer der vergangenen Saison halten. Schon im Rahmen der Saisonabschlussfeier vor anderthalb Woche hatte der Verein die Verlängerung mit Matt Abercrombie bekannt gegeben. Der Kanadier bildete über weite Strecken der Saison gemeinsam mit Gunkel die erste Sturmreihe. Die zeichnete für den Großteil aller Treffer verantwortlich. (mz, 08.04.2015)


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