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mz-web.de: Eishockey Nord-Ost-Pokal – SaaleBulls verlieren mit 4:5 gegen Leipzig

Die Hallenser zeigten am Freitagabend im Eisdom im ersten Finale um den Nord-Ost-Pokal gegen die Icefighters Leipzig bei der 4:5-Niederlage  eine über weite Strecken richtig gute Vorstellung.

Halle (Saale). Wenn Holger Wilhelm dieser Tage im Straßenverkehr unterwegs ist, dann fällt der Geschäftsführer des Mitteldeutschen Eishockey Clubs (MEC) auf. Er fährt mit einem alten VW-Transporter durch die Gegend, der nicht nur wegen des  großen Schriftzugs „Saale Bulls“ auffällt. Auch der etwas besorgniserregende Gesamtzustand des Fahrzeug sticht ins Auge. Doch bisher, so berichtet Wilhelm, habe das Gefährt noch immer das Ziel erreicht.

Den ollen Saale-Bulls-Transporter darf man ein wenig sinnbildlich für die Mannschaft sehen. Äußerlich nicht mehr im besten Zustand, aber wenn es drauf ankommt, geht es noch ganz gut.

Die Bullen zeigten am Freitagabend im Eisdom im  ersten Finale um den Nord-Ost-Pokal gegen die Icefighters Leipzig bei der 4:5-Niederlage  eine über weite Strecken richtig gute Vorstellung. Und das, obwohl mit Marc Petermann (Schulter), Benjamin Thiede (Meniskus), Alexander Zille (Außenband) und Artem Klein (Grippe) gleich vier Spieler ausfielen.

18:14 – das waren die klaren Verhältnisse zugunsten der Icefighters, wenn es um Feldspieler auf dem Spielberichtsbogen ging. Doch diese nummerische Unterlegenheit schlug sich im ersten Drittel im Spielverlauf nicht nieder. Die Saale Bulls dominierten. „Wir waren die besser Mannschaft“, meinte Trainer Ken Latta. Das 1:0 durch Matt Abercrombie, der völlig frei vor dem Tor mit toller Übersicht Leipzigs Torwart Sebastian Staudt ausguckte, fiel verdient.

Im zweiten Abschnitt drehten die Icefighters auf. Halles starker Torhüter Patrick Glatzel war ein guter Rückhalt, der aber in der 35. Minute doch geschlagen war. Nach einem verheerenden Fehlpass der Saale Bulls im eigenen Drittel traf Denis Fominych zum 1:1. Und auch wenn der Schiedsrichter zuvor einen Treffer der Hallenser aberkannt hatte, weil Troy Bigam den Puck angeblich absichtlich per Hand ins Tor befördert hatte – es war  nach zwei Dritteln ein leistungsgerechter Spielstand.

Im Schlussabschnitt ging es schließlich drunter und drüber. Ein Doppelschlag jagte den nächsten.  Florian Eichelkraut (44.) und Jannick Striepeke (45.) brachte die Gäste in Front. Mathias Vostarek verkürzte (49.). Troy Bigam brachte für Halle mit einem Doppelschlag die Führung zurück (53., 54.). Leipzig kam zurück durch Hannes Albrecht (57.) und Fabian Hadamik (59.).

„Ich mache dem Team keinen Vorwurf, die Jungs haben super gekämpft und eine tolle Einstellung gehabt“, meinte Trainer Latta. „Was mich aber ärgert ist, dass wir Leipzig drei Tore geschenkt haben. Unsere Verteidiger waren einfach nicht gut.“ Abwehrchef Robin Sochan pflichtete seinem Coach sogar bei: „Es waren unbedrängte Fehler, die wir gemacht haben. Aber man merkt auch, dass es mit nur noch fünf Verteidigern im Kader an die Grenzen geht.“

Schon am Samstag steigt im Eiszelt in Taucha das Rückspiel gegen die Icefighters. In Halle aber endete mit dem 4:5 gegen Leipzig die erste Eishockey-Saison im Eisdom. Die Fans nahmen das zum Anlass, in einer Choreografie zu Spielbeginn der Stadt für den Neubau zu danken. Wohlwissend, dass nur der große politische Wille das neue Zuhause der Bullen möglich gemacht hatte, hieß es auf dem Plakat: „Eine Stadt, ein Verein – danke der Stadt Halle!“

Im Grunde genau das, was auch Holger Wilhelm auf seinem alten VW stets durch die Gegend fährt. Den ziert nämlich rechts am Fenster ein Saale-Bulls-Aufkleber: „Hauptsache Dach über dem Kopf und kalt.“ (mz, 21.03.2015)

Statistik

Tore: 1:0 Abercrombie (13.), Vorbereitung: Deske, Bigam; 1:1 Fominych (35.), ohne Vorbereitung; 1:2 Eichelkraut (44.), Vorarbeit H. Albrecht; 1:3 Striepeke (45.), ohne Vorarbeit; 2:3 Vostarek (49.), Vorarbeit G. Albrecht; 3:3 Bigam (53.), Vorarbeit; Abercrombie; 4:3 Bigam (54.), Vorarbeit Deske; 4:4 H. Albrecht (57.), Vorarbeit Striepeke, Martin; 4:5 Hadamik, (59.),, Vorarbeit Rau, Vrba

Strafen: Fominych (1.) Beinstellen; Lupzig (4.) Haken; Kasperczyk (14.) Beinstellen; Mund (19.) Spielverzögerung; Albrecht, H. (26.) Beinstellen; Ullmann (28.) unkorrekter Körperangriff; Striepeke (53.) übertriebene Härte; Gard (55.) Beinstellen


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