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mz-web.de: Eishockey Oberliga – Blamage in Leipzig, Fürchterliches Debakel für Saale Bulls

Die Saale Bulls blamieren sich in Leipzig und verlieren mit 1:8. Nie zuvor hatte es gegen den Lokalrivalen Icefighters eine so hohe Niederlage gegeben. Eine Blamage für die Mannschaft.

Taucha.  Es war schon eine rührende Szene, die kurz nach Abpfiff des Dramas auf dem Eis in der Tauchaer Arena zu beobachten war. Alle Eishockeyspieler des MEC Halle 04 gingen der Reihe nach auf den eigenen Torhüter Patrick Glatzel zu und umarmten ihn kurz. Sekunden zuvor hatten sie sich noch mit den Icefighters Leipzig einen so erbitterten wie aussichtslosen Kampf geliefert – und eine fürchterliche 1:8-Pleite kassiert.

Glatzel auf verlorenem Posten

Die Umarmungen waren aus moralischer Sicht ein notwendiger Akt. Die MEC-Spieler standen ganz einfach in der Pflicht, sich bei ihrem Schlussmann zu entschuldigen und ihm gleichzeitig etwas Trost zu spenden. Schließlich musste Glatzel in den 60 Minuten des Oberliga-Derbys zuvor das ausbaden, was seine Vorderleute verbockt hatten. Mehr noch: Glatzel stand unverschuldet im Mittelpunkt einer fürchterlichen Niederlage. Die Saale Bulls lieferten bei den Leipziger Rivalen eine unterirdische Vorstellung ab. Nie zuvor hatte es gegen die Icefighters eine Pleite in dieser Größenordnung gegeben. Trainer Ken Latta, erst seit dieser Saison im Amt bei den Saale Bulls, schien das ganze Ausmaß gar nicht aufzufallen. Erstaunlich jedenfalls, dass er nach dem Spiel ziemlich gefasst wirkte. „Na gut, dann haben wir eben verloren“, sagte er und zog trotz der hohen Niederlage eine positive Bilanz der letzten Woche: „Wir haben zwei von drei Spielen gewonnen. Das ist doch gut“, meinte er trotzig. Womit er recht hat, was aber trotzdem etwas merkwürdig rüberkommt nach einem solchen Debakel.

Trauriges Jubiläum

Zum 100. Mal kehrten die Bulls mit null Punkten im Gepäck aus der Fremde zurück.

Zwei Phasen waren ganz entscheidend dafür, dass es nicht nur eine Niederlage wurde, sondern ein Debakel: die ersten zehn Minuten des zweiten Drittels und die letzten fünf Minuten des Spiels. Nachdem Fabian Hadamik die Gastgeber im ersten Drittel mit 1:0 in Führung gebracht hatte (10.), erhöhten Hannes Albrecht (22.), Tom Fiedler (26.) und Jedrzej Kasperczyk (30.) bei einem Gegentor durch Alexander Zille (27.) im zweiten Drittel binnen acht Minuten auf 4:1. Die Saale Bulls waren in diesem Abschnitt völlig von der Rolle.

Zum Schluss brachen sie dann komplett auseinander. Nachdem Daniel Rau zunächst das 5:1 besorgt hatte (45.), machten wieder Hannes Albrecht (56.), Patrick Fischer (58.) und erneut Rau (60.) in den letzten fünf Minuten der Partie die Blamage perfekt.

Wobei den Leipzigern das Torschießen auch leicht gemacht wurde, denn die Saale Bulls handelten sich binnen weniger Sekunden eine Strafe nach der anderen ein. Erst erhielt Matt Abercrombie nach einem Check eine Fünf-Minuten-Strafe, dann musste Philipp Gunkel zwei Minuten auf die Bank und dann bekam Daniel Lupzig noch fünf Minuten aufgebrummt.

Latta sanftmütig

Dennoch übte der Coach kaum Kritik. So sei der zunehmende Kräfteverschleiß im zweiten und letzten Drittel nicht überraschend gekommen: „Die vergangenen Tage waren sehr anstrengend für uns. Die Leipziger hatten dagegen ihr letztes Spiel vor zwei Wochen.“

Dass am Ende null Punkte zu Buche standen, war aber noch aus einem anderen Grund ärgerlich. Im direkten Vergleich in dieser Saison zwischen den Lokalrivalen führen nun wieder die Leipziger: 2:1. Schlecht für den MEC, werden doch diese Partien wahrscheinlich die Meisterschaft entscheiden. Leipzig ist auf der Überholspur. (mz, 21.12.2014)


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