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mz-web.de: Eishockey Saalebulls – Trainingslager in der Heimat

 

Oberligist Saale Bulls hat am Montag die Vorbereitung für die neue Saison begonnen. Und arbeitet so hart wie noch nie für das Ziel zweite Liga.

Halle. Travis Martell konnte nicht still sitzen bleiben. Es war früher Morgen, im frisch herunter gekühlten Eisdom in Halle-Neustadt war der Temperaturunterschied wohl nie zuvor so hoch. Während draußen um die 30 Grad herrschten, beschlugen im Eisdom die Plexiglasscheiben bei wohl wenigen Grad über null.

Aber der deutsch-kanadische Neuzugang des Eishockey-Oberligisten Saale Bulls traute sich trotzdem aus der Kabine heraus. In Badelatschen und dünnem langärmligen schwarzem Shirt lief der Verteidiger gemächlichen Schrittes zur Eisfläche, um zu beobachten, was da passiert. Am Montag und auch gestern wurde bei den Bulls zum zweiten Mal eine wissenschaftliche Leistungsüberprüfung durchgeführt. Und weil das in alphabetischer Reihenfolge passierte, hatte Martell noch Zeit, um grinsend seinen Kollegen dabei zuzuschauen, wie sie ihre Übungen absolvierten.

Zweiter Leistungs-Check

Für die Bulls war es der zweite Leistungstest, den das Team unter der Anleitung von René Schwesig von der Uniklinik absolvieren musste. Getestet wurden wieder vier Dinge. Schnelligkeit – mit Puck und ohne – vorwärts und rückwärts Laufen, die Beweglichkeit, die Schusshärte und die Ausdauer. Wenig überraschend hatte Matt Abercrombie, der schon beim ersten Leistungs-Check im März zu den schnellsten Spielern gehörte, auch diesmal die besten Geschwindigkeitswerte. Auch beim Schlagschuss ragte der Kanadier heraus. Trotzdem: „Das ist ein Sommerergebnis“, meint Bulls-Coach Ken Latta. Im November wird es dann die nächste Überprüfung geben. Und noch bessere Werte, so hofft es Latta.

Der Leistungs-Check war aber nur der Auftakt zu einer Vorbereitungsphase, in der die Saale Bulls wohl so hart wie noch nie für die neue Saison schuften müssen. Nichts wird dem Zufall überlassen. „Ich bin nicht für die Oberliga 560 Kilometer aus Bayern hergekommen“, sagt Latta. „Wir wollen in die zweite Liga.“ Also hat der Verein ein zweiwöchiges Trainingslager in Halle auf den Plan gesetzt. Und das hat es in sich.

Bis nächste Woche Donnerstag hat das Trainerteam vier Einheiten pro Tag angesetzt. Der Ablauf ist immer gleich. Nach einer Krafteinheit am Morgen geht es aufs Eis, dann folgt das gemeinsame Mittagessen. Am Nachmittag folgt die zweite Einheit auf dem Eis, zum Abschluss geht es in einem Fitnessstudio auf die Spinningräder. Am Abend klingt der Tag mit dem gemeinsamen Abendessen aus.

Um die Teamchemie zu stärken, steht auch Teambuilding auf dem Plan. Am Dienstag waren die Bulls zusammen im Kletterwald, heute schießen die Spieler beim Paintball sich gegenseitig kleine Farbkugeln um die Ohren.

Für Latta sind solche Maßnahmen normal. „Die Zeit jetzt ist der schwerste Teil der Saison. Auch DEL- und DEL-2-Mannschaften machen solche Trainingslager“, sagt er. „Wir sind nicht perfekt. Aber wir versuchen in Richtung Perfektion zu arbeiten.“ Die Vorbereitung im letzten Jahr war im Vergleich dazu „Peanuts“. Latta hat dabei jetzt einen Kader zur Verfügung, bei dem er ins Schwärmen kommt. „Wir haben mehr Qualität. Wir haben mehr Talent, mehr Erfahrung und vor allem mehr Tiefe“, sagt er. Sprich: Einen breiteren Kader.

Latta erwartet Training im Sommer

Dass einige Spieler beim Leistungs-Check sogar bessere Werte hatten als im Frühjahr, überrascht Latta nicht. Nein, er erwartet das fast. „Ein moderner Eishockeyspieler trainiert nicht nur sechs bis sieben Monate im Jahr“, meint Latta. Merke: Gute Eishockeyspieler werden im Sommer, nicht im Winter gemacht. Er führt seinen Sohn als Beispiel an, der in der DEL bei den Kölner Haien spielt. „Der ist im Sommer vier bis sechs Stunden pro Tag im Fitnessstudio“, sagt Latta. Nicht nur Kraft wird da trainiert, sondern auch Dynamik. Mit Bergläufen oder 400-Meter-Läufen.

Für sein eigenes Team ist die Marschroute von Ken Latta klar. Die Playoffs sind natürlich das Minimalziel. Und danach soll erst recht geklotzt werden. „Dann müssen wir Gas geben und nicht sagen ’schaun mer mal’“, sagt Latta in seinem typischen Akzent mit bayrischem Dialekt. (mz, 03.09.2015)


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