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mz-web.de: Eishockey-Team aus Halle – Saale Bulls trainieren so hart wie nie

 

Saale-Bulls-Trainer Ken Latta lässt seine Spieler ein extrem intensives Vorbereitungsprogramm absolvieren. Am Freitagabend empfangen die Saale Bulls die Selber Wölfe zum Testspiel.

Halle (Saale). Der Name ist furchteinflößend. „The Hockey Drill Book“ heißt der Schinken, den Ken Latta auf dem Schreibtisch seines kleinen Trainer-Büros neben dem Eisdom liegen hat. Ein knapp 400 Seiten starkes Buch, das den Eindruck erweckt, die Eishockey-Spieler der Saale Bulls könnten dieser Tage die ganz harte Seite ihres Chefcoaches erleben.

Natürlich leitet der Name den deutschen Leser in die Irre. Letztlich sind in dem Werk einfach Trainingsanleitungen aufgeführt, wie der Untertitel verrät: „446 Übungen, um das moderne Spiel zu beherrschen.“ Und doch: So ganz falsch liegt der Beobachter eben nicht, wenn es dieser Tage um Drill bei den Saale Bulls geht.

Hinter den Spielern des Eishockey-Oberligisten liegt die intensivste Woche, die sie in einer Saisonvorbereitung absolviert haben. Als Kapitän Troy Bigam an diesem Donnerstagmorgen auf das Eis geht, stöhnt er schon vor dem Training: „Ich bin ganz schön fertig.“ Und auch Trainer Latta erkennt: „Heute ist Tag elf. Die Jungs gehen mächtig auf dem Zahnfleisch.“

Viermal Training pro Tag

Bis zu vier Einheiten hat Ken Latta in den vergangenen Tagen auf die Agenda gesetzt. Eis-Training, Ausdauer, viel Kraft. „Am Mittwoch waren wir zum Beispiel auf dem Spinning-Rad“, erzählt Bigam, „65 Minuten am Stück.“ Und unterbrochen wird dieses Trainingslager in eigener Halle nur von Spielen. Am Freitagabend kommt der Süd-Oberligist Selber Wölfe zum Test in den Eisdom an der Selkestraße.

Wer Ken Latta beim Training erlebt, sieht einen hoch zufriedenen Trainer. 18 Spieler und zwei Torhüter stehen an diesem Donnerstagmorgen auf dem Eis, der gesamte Kader bis auf Georg Albrecht und Alexander Zille. Mit dem 37-jährigen Deutsch-Slowaken Karol Bartanus und dem 19-jährigen Ricco Ratajczyk sind zudem zwei Probespieler dabei. So lässt sich arbeiten. So ergeben sich Erkenntnisse.

Vor allem die 0:4-Testspiel-Niederlage am Sonntag gegen den Zweitligisten Dresdner Eislöwen hat Ken Latta einiges lernen lassen über sein Team. „Hinten sind wir richtig stark“, sagt der Trainer mit Blick auf die neun Tore, die sich die Icefighters Leipzig gegen denselben Gegner gefangen haben. „Und ich würde mich über das Ergebnis gegen Dresden auch ärgern, wenn wir nicht viele Chancen gehabt hätten.“ 23 Schüsse hatte sein Team abgegeben. Dass kein Treffer dabei war, ist kein Drama. „Deshalb testen wir ja gegen höherklassige Gegner“, sagt Latta.

Video von der Pleite

Die Mannschaft wird dennoch das Spiel noch einmal auf Video vorgeführt bekommen. Das Material hat Ken Latta gestern bekommen: Eine golden-farbene DVD mit der Aufzeichnung liegt auf seinem Schreibtisch. Genau neben dem 400-Seiten-Drill-Wälzer, mit dessen Hilfe der Saale-Bulls-Trainer seinem Team bis zum Ligastart in zwei Wochen den Feinschliff geben will. (mz, 10.09.2015)


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