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mz-web.de: Eiskalte Niederlage für die Saale Bulls

Der Szenenapplaus nach der ersten Pause gehörte denen, die am seltensten Beifall ernten. Mehrere Minuten hatten sich die Spieler der Saale Bulls und der Black Dragons Erfurt am Freitagabend im Eisdom an der Selkestraße bereits für das zweite Drittel warmgelaufen, ehe mit einiger Verspätung auch das Unparteiischen-Trio aufs Eis kam. „Uns hatte einfach niemand Bescheid gegeben, dass es weitergeht“, erzählten die drei später.

Zumindest entkräfteten die Schiedsrichter damit den Eindruck, dass sie vielleicht einfach eine etwas längere Pause benötigt hatten. Denn das 3:4 nach Verlängerung zwischen dem Vorjahresdritten Halle und -Zweiten Erfurt war nicht nur eines der besten Eishockey-Spiele der letzten Jahre in Halle. Es war vielleicht auch das schnellste. „Das Niveau war wirklich gut“, lobte Trainer Ken Latta. „Das Tempo konnte sich für ein Oberliga-Spiel wirklich sehen lassen. Beide Mannschaften haben richtig gut Eishockey gespielt.“

Drei Torschüsse in der ersten Minute

Von  Beginn an zeigte sich, dass beide Teams ihr Heil im direkten Zug zum Tor suchen würden. Gleich drei Torschüsse feuerte Erfurt in der ersten Minute ab. Dennoch: Den ersten Treffer erzielten die Gastgeber: In einer 5:3-Überzahl traf Verteidiger Robin Sochan in der 14. Minute zur Führung. Ein i-Tüpfelchen auf sein 100. Spiel im Saale-Bulls-Trikot. „Es ist schon super, dass ich das Tor gemacht habe, aber ein Sieg wäre mir wichtiger gewesen“, sagte der Verteidiger.

Dass es dazu nicht kam, war nicht zuletzt dem  irren Tempo dieser Begegnung geschuldet. Erfurt hielt immer dagegen und schlug nur eine Minute später zurück.  Jan Zurek traf zum Ausgleich (15.). Das gleiche Bild setzte sich im zweiten Drittel fort. Marc Petermann brachte mit einem Distanzschuss die Saale Bulls wieder in Front (24.) – überhaupt erst das zweite Pflichtspieltor des Verteidigers. Und erneut schlugen die Gäste zurück. Drei Minute dauerte es, ehe Ryan Olidis ausglich. Umgekehrte Vorzeichen dann im Schlussabschnitt: Dem 2:3 durch Hannes Ulitschka (42.) ließ Philipp Gunkel in der 49. Minute den Ausgleich folgen.

Ernüchertendes Ergebnis

Die Vorentscheidung fiel schließlich 34 Sekunden vor dem Ende. Daniel Lupzig handelte sich eine Fünfminuten-Strafe ein, so dass die Saale Bulls sich zwar in die Verlängerung retten konnten, dort aber nichts mehr gegenzusetzen hatten. „Sudden Death“, heißt das im Eishockey, zu Deutsch: plötzlicher Tod. Und dieser Tod kam ziemlich plötzlich. Sechs Sekunden dauerte es, bis Christian Grosch zum 4:3 für Erfurt traf. „Die haben diese Überzahl eiskalt ausgenutzt“, sagte Jubilar Robin Sochan.

Trainer Latta zog am Ende ein ernüchtertes Fazit. Spielerisch war er mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. „Aber uns hat die Zeitstrafe kurz vor Schluss das Genick gebrochen. Darüber muss ich mit den Jungs sprechen, denn das ist in der letzten Minute völlig überflüssig.“

Durch das Aus der Jonsdorfer Falken, die am Freitag wegen Insolvenz von Ligenleiter Andreas Werkling vom Spielbetrieb ausgeschlossen worden sind, haben die Saale Bulls in der Tabelle nun zwei Punkte weniger. Sie verlieren das am Grünen Tisch zugesprochene 5:0 gegen Jonsdorf, erhalten aber einen Punkt für die Niederlage in der Verlängerung gegen Erfurt.


    Dezember 2017
MDMDFSS
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