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mz-web.de: Emotionen für die Bullen

Daniel Lupzig unterschreibt für ein weiteres Jahr bei den Saale Bulls in Halle. Der gebürtige Bayer ist ein zentraler Baustein für die Mannschaft und findet ideale Bedingungen vor Ort vor.

HALLE/MZ. 

Daniel Lupzig ist ein Phänomen. Der Stürmer der Saale Bulls war in den letzten beiden Saisons so etwas wie der emotionale Mittelpunkt seiner Mannschaft. Ein Spieler, der oft an der Grenze wandelte, Schiedsrichtern gegenüber oder Gegenspielern. „Wenn ich auf dem Eis bin“, sagt Lupzig über sich selbst, „bin ich in einer eigenen Welt.“

Der 24-Jährige wird den Saale Bulls mindestens eine weitere Saison erhalten bleiben, Lupzig und der Verein haben sich auf eine Verlängerung des Vertrags geeinigt. Und ein entscheidender Grund für Lupzig, in Halle zu bleiben, war dabei die „andere Welt“, die Welt, die nichts mit Eishockey zu tun hat. „Ich weiß, dass ich in Halle sehr professionelle Verhältnisse habe. Für mich ist der Verein perfekt, weil ich den Sport und mein Studium perfekt verbinden kann.“

Studium der Psychologie

An der Fernuni Hagen arbeitet Daniel Lupzig im fünften Semester an seinem Bachelor. Im Fach Psychologie – was in etwa der letzte Tipp wäre, wenn der hallesche Fan den Stürmer auf dem Eis sieht.

Daniel Lupzig muss bei diesem Vergleich selbst lachen. „Ich bin privat ein wirklich ruhiger Mensch, nicht unbedingt introvertiert, aber ganz anders als auf dem Eis.“ Und ein bisschen Psychologe spricht aus ihm, wenn er genau diese Eigenschaften an sich selbst durchaus schätzt. „Ich bin ein Mix aus beidem“, sagt er. „Und ich bin ganz froh, dass es so ist.“

Strafbankkönig

Für den Verein ist Lupzigs Art ein Kernpunkt, den Stürmer zu halten. Menschlich, so heißt es bei den Saale Bulls, sei der gebürtige Bayer ein zentraler Baustein für die Mannschaft. Auch wenn seine Emotionalität mitunter ihre Schattenseiten mit sich bringt. Lupzig brachte es in seiner ersten Saison in Halle immerhin auf 106 Strafminuten, damals Platz drei in der ganzen Oberliga Ost. In der vergangenen Spielzeit schraubte er die Bilanz auf 52 Minuten herunter.

Die Entscheidung, in Halle zu bleiben, hat neben der Chance, sein Studium zu vollenden, aber auch sportliche Gründe. „Es gab auch die Option, höherklassig zu spielen“, sagt Lupzig, „aber ich fühle mich in der Mannschaft sehr wohl und der Kern des Kaders bleibt zusammen. Ich denke, dass wir ein sehr gutes Team haben werden.“

Und noch ein Grund spielte den Saale Bulls bei der Verlängerung in die Karten. Die Tatsache, dass ein neuer Trainer kommt, war für Daniel Lupzig ein wichtiger Faktor. „Es ist ja kein Geheimnis“, sagt er offen, „dass ich mit Jiri Otoupalik am Ende nicht mehr so gut klargekommen bin.“

 
 
 
 
 

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