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Freitag, 08.09.2017, 20:00 Uhr MEC Halle 04 Saale Bulls : Dresdner Eislöwen  

mz-web.de: Georg Albrecht – Nach 14 Monaten zurück auf dem Eis

 

Von Fabian Wölfling

Halle (Saale) – Georg Albrecht hat es eilig. Ein paar Minuten hat er, mehr nicht. „Es geht gleich aufs Eis“, verkündet der Angreifer der Saale Bulls am Donnerstag telefonisch. Bei jedem anderen Spieler des halleschen Eishockey-Oberligisten wäre das keine große Nachricht. In diesem Fall ist es das aber doch.

Denn für Georg Albrecht ging es über ein Jahr nicht aufs Eis. Ein Knorpelschaden plus Kreuzbandriss im rechten Knie setzten ihn 14 Monate außer Gefecht. Beim Auswärtsspiel gegen die Hannover Indians wird der 27-Jährige am Freitag nun sein langersehntes Comeback feiern.

„Ich werde wohl ein paar Wechsel erhalten, um wieder reinzukommen“

„Ich fühle mich gut, habe fast keine Schmerzen mehr“, sagt Albrecht über seinen körperlichen Zustand. Seit drei Wochen trainiert er wieder mit der Mannschaft, jetzt soll er die ersten Wettkampfminuten sammeln. „Ich werde wohl ein paar Wechsel erhalten, um wieder reinzukommen und das Vertrauen in meine Fähigkeiten zurückzugewinnen“, sagt Albrecht über sein Comeback in Hannover.

Die Devise lautet also: Langsam angehen. Das bestätigt auch Bulls-Trainer Georgi Kimstatsch: „Georg ist gesund geschrieben und kann spielen. Wir haben aber im Sturm genügend Optionen. Er ist daher nicht gezwungen, direkt zur Höchstform aufzulaufen.“

Rückkehr des Publikumslieblings

Wie diese Höchstform aussiehst, konnten die Bulls-Fans im ersten Halbjahr 2015 erleben. Nach seinem Winterwechsel von der EHV Schönheide 09 an die Saale, markierte Albrecht in 16 Spielen vier Tore und 14 Vorlagen, spielte sich schnell in den Status eines Publikumslieblings. Entsprechend groß waren die Hoffnungen, die in Albrecht gesetzt wurden. „Er hat eine Schlüsselposition in der Mannschaft“, sagte der damalige Saale-Bulls-Trainer Ken Latta im Sommer 2015 über den gebürtigen Leipziger Albrecht.

In der Vorbereitung auf die Saison 2015/2016 folgte dann aber der Schock: „Während einer Trainingseinheit ist mir ein Mitspieler von hinten ins Knie gefahren. Das war es dann“, erinnert sich Albrecht an den Auslöser seiner langen Leidenszeit.

Die bestand aus drei Operationen – zwei in der Uniklinik, eine bei Kniespezialist Thomas Bartels – und einer zweimonatigen Reha. „Ich habe erzwungenermaßen viel Zeit auf der Couch verbracht“, sagt Albrecht über die lange Zeit ohne Eishockey. Sein BWL-Studium an der Martin-Luther-Universität hat er vorangetrieben und sonst „individuell trainiert, soweit es eben möglich war“.

„Ich bin den Saale Bulls sehr dankbar“

„Von Tag zu Tag schauen“, das war Albrechts Strategie, um während der langen Verletzungspause positiv zu bleiben. Geholfen hat ihm dabei, dass er von Vereinsseite stets unterstützt wurde: „Ich habe während der gesamten Zeit das Vertrauen von Präsident Daniel Mischner, Geschäftsführer Holger Wilhelm und den weiteren Verantwortlichen gespürt. Das ist mit Sicherheit nicht selbstverständlich und dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Albrecht – quasi zum Abschied. Denn dann bricht er das Gespräch abrupt ab: „Ich muss jetzt aufhören, es geht aufs Eis.“ Endlich wieder.

Das Spiel in Hannover beginnt um 20 Uhr. Sein Heimcomeback im Eisdom feiert Albrecht am Sonntag um 18:15 im Spiel gegen FASS Berlin. (mz, 24.11.2016)


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