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mz-web.de: Gigantisches Drama im Playoff-Spiel

Gigantisches Drama im Playoff-Spiel

 

FRANKFURT (MAIN)/MZ. 

In Frankfurt hatten sie jede Menge orangefarbene T-Shirts gedruckt. Aufdruck: Mission impossible. Diese unlösbare Aufgabe zu meistern, war am Sonntag dann jedoch durchaus möglich für die Saale Bulls. Auch wenn am Ende ein 3:4 nach Penalty-Schießen gegen die Löwen aus Frankfurt stand. Sicher aber ist: Die Hallenser haben sich jede Menge Respekt verschafft.

Wild entschlossen gingen die Saale Bulls die Aufgabe in Frankfurt an. Bei einem Gegner, der einen Etat von 1,6 Millionen Euro hat, also in etwa das Doppelte der Hallenser. Schon im Vorfeld hatte Kai Schmitz deshalb unmissverständlich gefordert, sein Team müsse „mit dem Messer zwischen den Zähnen“ spielen.

Führung kurz vor Drittelende

Und das hallesche Eishockey-Urgestein Schmitz ging voran, zeigte als Erster das, was am Freitag bei der blamablen Heimpleite gegen Bad Nauheim so schmerzlich vermisst wurde: körperbetontes Spiel, mit ganzem Herzen. Dazu war Torwart Braeden Johnson vom ersten Moment an hellwach, hielt alles, was auf seinen Kasten kam. Den verdienten Lohn für ein couragiertes erstes Drittel gab es 53 Sekunden vor der Pause. Martin Miklik traf zur 1:0-Führung. Der Pass kam – natürlich – von Schmitz.

Spätestens an dieser Stelle waren auch die gut hundert, allesamt mit bunten Perücken ausgestatteten Saale-Bulls-Fans in der mit 3 308 Zuschauern nur halb gefüllten Frankfurter Eishalle nicht mehr zu überhören. „Werdet zur Legende. Kämpfen bis zum Ende. Für die zweite Liga“, der Hit der letzten Saison, wurde neu aufgelegt. Und die Saale Bulls kämpften, waren ein gleichwertiger Gegner, nach Meinung vieler Zuschauer stärker als die Oberliga-Gegner Kassel und Bad Nauheim.

Der erste Gegentreffer in der 27. Minute durch Jakub Rumpel war kein Beinbruch. Eher schon, dass Michal Schön nur drei Minuten später eine hundertprozentige Chance zur erneuten Führung ausließ und Christian Köllner mit einer völlig unnötigen Spieldauerstrafe vom Eis musste.

Immerhin stand es noch 1:1 nach dem zweiten Drittel. Das blieb noch zwei Minuten im letzten Drittel so. Dann brachte Nils Liesegang Frankfurt erstmals in Führung. Doch die Saale Bulls waren noch lange nicht am Ende ihres Lateins. Eine perfekte Co-Produktion der beiden Robins brachte in der 50. Minute noch den Ausgleich: Sochan legte für Slanina auf.

Es war der Auftakt für eine unfassbar dramatische Schlussphase. 44 Sekunden vor Spielschluss brachte Norman Matens die Gastgeber mit 3:2 in Führung. Der scheinbar sichere K.o. nach 59 Minuten hartem Kampf. „Auch ich hatte das Spiel in dem Moment schon aufgegeben“, sagte Trainer Jiri Otoupalik. Doch dieses Duell, dieser Kampf gegen die scheinbar unlösbare Mission war noch nicht zu Ende geschrieben. „Ich habe in dem Moment, in dem das 3:2 fiel, an der Bande nur noch geschrien“, berichtete Eric Wunderlich. „Geschrien, dass wir uns jetzt alle den Hintern aufreißen müssen. Und wie durch ein Wunder hat es geklappt.“

Am Ende Glückssache

Es war ein Wunder, das nur sieben Sekunden auf sich warten ließ. Wieder war es Robin Slanina, der zum Unentschieden traf. 3:3. Es ging in die Verlängerung und auch ins Penalty-Schießen. Dort behielt allerdings nur Ivan Kolozvary die Nerven, Daniel Sevo und Robin Sochan scheiterten. Manuel Neumann und Patrick Schmid trafen für Frankfurt.

Saale-Bulls-Trainer Otoupalik wollte dennoch nicht meckern. „Es war völlig in Ordnung, was wir hier gezeigt haben. Wir haben voll konzentriert gespielt. Und ein Penalty-Schießen am Ende ist nun einmal immer Glückssache.“


    Dezember 2017
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