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mz-web.de: Guerilla Marketing – Warum die Saale Bulls mit Strafzetteln werben

 

Von Christian Elsässer

Halle (Saale) – Es ist der einzige „Strafzettel“ in Halle, über den sich Autofahrer freuen können. Denn für dieses Knöllchen zahlt man nicht, man bekommt sogar noch etwas dafür: „Unterstützt unsere Saale Bulls beim Kampf um die Meisterschaft“, heißt es darauf.

Und: „Mit diesem Gutschein erhält deine Begleitperson freien Eintritt.“ Zum Spiel am Freitag gegen die Tilburg Trappers oder in der Woche darauf gegen die Füchse Duisburg.

Strafzettel-Werbung der Saale Bulls kommt nicht überall gut an

Die Saale Bulls gehen also mal wieder spezielle Wege in Sachen Eigenwerbung. „Wir haben knapp 10.000 der Strafzettel-Flyer gedruckt“, erzählt Vereinspräsident Daniel Mischner. Wohlwissend, dass derartiges Guerilla-Marketing nicht bei allen positiv ankommt.

„Die Aktion ist natürlich mit einem Augenzwinkern gedacht, aber wir wissen auch, dass es durchaus zu Irritationen kommen kann, das ist mit einkalkuliert“, betont der Vereinschef. „Aber wir finden, dass die Aktion sehr gut zu unserer Sportart passt. Eishockey ist eben cool und etwas lockerer.“

Saale Bulls buhlen um mehr Zuschauer

Zwei Teams verteilen die „Eishockey-Strafzettel“ in diesen Tagen. Vor allem auf Parkplätzen rund um die Innenstadt. „Wir wollen noch ein bisschen mehr den Speckgürtel von Halle schließen“, erklärt Mischner.

Die Saale Bulls haben in den letzten Jahren immer mal wieder mit besonderen Aktionen aufhorchen lassen. Mal war es eine beklebte Straßenbahnhaltestelle am Markt, mal eine vom Verein betriebene und von Stürmer Johannes Ehemann mit Leben erfüllte Kunstgalerie im Rolltreppe-Center. „Als Eishockey-Verein musst du immer etwas mehr tun, um Leute anzusprechen, als du es zum Beispiel als Fußballverein tun müsstest“, sagt Mischner.

Ordentlicher Besucherschnitt in Halle

Dabei ist der Zuschauerzuspruch für Saale-Bulls-Verhältnisse in der laufenden Saison durchaus ordentlich. 1.189 Besucher im Schnitt weist die Statistik aus. „Die Zahlen passen schon“, sagt Mischner, „das ist in etwa auf Niveau des Vorjahres. Aber du musst halt immer was machen, um neue Fans anzusprechen.“

Entwicklung ist das Stichwort. Denn wahr ist auch: Der Zuspruch ist in der Oberliga Nord nur Mittelfeld, konkret Rang acht. Herausragend sind die Hannover Indians mit einem Schnitt von 2.609 Fans pro Spiel. (mz, 15.02.2018)

 

 


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