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mz-web.de: Hallenser erkämpfen sich Sieg nach Verlängerung

Ein bisschen anders war das Gefühl schon. Bei der traditionellen Einzelvorstellung liefen die Eishockey- Spieler der Saale Bulls am Freitagabend vor der Partie gegen Tornado Niesky zum ersten Mal ohne Helme in den Eisdom. Dies war ein Wunsch der Vereinsführung, um den Wiedererkennungswert der Spieler bei Fans und Sponsoren ein wenig zu erhöhen. „Das war ein Anliegen von mir, weil ich von vielen Leuten gehört hatte, dass sie die Spieler gar nicht erkennen würden“, erklärte Präsident Daniel Mischner.

Schwaches erstes Drittel

Mit Blick auf die Oberliga-Partie, die die Hallenser später mit 6:5 nach Verlängerung gewannen, hatten die neuen Einlauf-Modalitäten durchaus eine gewisse Symbolik. Man hätte beides unter dem Motto zusammenfassen können: „Das wahre Gesicht“. Und zwei Wochen nach der 3:4 – Auswärtspleite in Niesky kam dieses Heimspiel über weite Strecken eher einer Suche danach gleich.

Das ersten beiden Drittel waren geprägt von Unsicherheiten und Ungenauigkeiten bei den Gastgebern. Höhepunkt: ein kapitaler Puck-Verlust von Marc Petermann im eigenen Drittel. Nieskys Mojmir Musil nutzte das in der elften Minute zum 2:1 für die Gäste. Ebenfalls bezeichnend: Die frühe Führung der Hallenser zum 1:0, die Artem Klein bereits in der dritten Minute erzielt hatte, war bereits nach wenigen Sekunden Geschichte.

Gehörte das erste Drittel in die Kategorie schwach, so ließ sich der zweite Spielabschnitt aus Sicht der Gastgeber am besten mit erschreckend beschreiben. Torchancen blieben Mangelware. Und die größte, die es gab, endete bezeichnend. In der 29. Minute wähnten Fans und Spieler einen Schuss von Philipp Gunkel im Tor, der Schiedsrichter verweigerte aber dessen Anerkennung.

Für seinen anschließenden Protest wanderte der Stürmer für zehn Minuten auf die Strafbank. „Ich habe es mir auf Video angeschaut, der Schuss war drin“, sagte Halles Trainer Ken Latta. „Aber ich mache dem Schiedsrichter keinen Vorwurf, das war schwierig zu sehen. Doch in gewisser Weise passte die Szene zu diesem Spiel.“ Denn es lief bei den Gastgebern weiter nichts zusammen. Durch Tore in der 32. Minute von Stephan Kuhlee und Marcel Leyva in der 39. Minute – 2,8 Sekunden vor dem Ende des Drittels – zogen die Gäste auf 4:2 davon. „Niesky war gut auf uns eingestellt“, analysierte Latta und lobte, wie der Gegner das Tempo aus dem Spiel genommen hatte. „Sie haben hat uns förmlich eingeschläfert.“

Torwartwechsel im dritten Drittel

Doch waren die ersten beiden Drittel eine einzige Suche nach dem wahren Saale-Bulls-Gesicht, so war der Schlussabschnitt in weiten Teilen dann doch ein Erfolg bei dieser Suche. Trainer Ken Latta brachte im Tor Patrick Glatzel für Clemens Ritschel, um ein Zeichen für seine Mannschaft zu setzen für seine Mannschaft. Und um Ritschel zu schützen. „Ich war überhaupt nicht unzufrieden mit Clemens, aber die Mannschaft hat ihren jungen Torhüter kläglich im Stich gelassen“, monierte Latta.

Das Zeichen kam bei seinen Spielern an. In den letzten zwölf Minuten zeigte das Latta-Team endlich sein wahres Gesicht. Die drei Kanadier Matt Abercrombie, Christopher Gard und Troy Bigam glichen zum 5:5 aus. Selbst das zwischenzeitliche 3:5 durch Marco Noack brachte die Saale Bulls nicht mehr aus der Fassung. In der zweiten Minute der Verlängerung rettet Troy Bigam den Sieg – und wahrte damit das Gesicht der Saale Bulls.

„Wir haben nicht gut gespielt“, urteilte Latta. „Aber es war ein Charaktersieg.“


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