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mz-web.de: Heimsieg im ersten Saisonspiel

Halle (Saale). Es ging dann doch mitunter ein bisschen wild durcheinander am Freitagabend im Sparkassen Eisdom von Halle. Am Hallenmikrofon mussten die Saale Bulls beim 4:3-Sieg gegen den EHV Schönheide wegen Urlaubs und Krankheit improvisieren. Ein Ersatz vom Ersatz war betraut mit der Aufgabe. Und dem wurde das Leben wahrlich schwer gemacht.

Da ist nämlich diese Regel im Eishockey, die besagt: Schütze eines Tores ist der Spieler, den der Schiedsrichter dem Kampfgericht meldet. Egal, wer tatsächlich geschossen hat. Und so musste der Hallensprecher beim 1:0 in der elften Minute Matt Abercrombie bekannt geben. Geschossen hatte aber Philipp Gunkel. Das identische Spielchen sieben Minute später. Robin Sochan setzte einen  spektakulären Schlagschuss von der blauen Linie ab. Der schlug ein – und der Kanadier wurde zum Torschützen erhoben. Allein: Diesmal hatte Abercrombie tatsächlich den Schläger noch in den Schuss gehalten.

Korrektur beim Kampfgericht

So wurde die erste Drittelpause zum Arbeitseinsatz für Halles Co-Trainer Uwe Liebetrau. Er ließ beide Torschützen beim Kampfgericht korrigieren. „Das machen wir immer so, es geht schließlich um Scorerpunkte“, erklärte er später.

Zum etwas konfusen Bild dieses Oberliga-Spiels leistete am Ende aber auch die Mannschaft der Saale Bulls ihren Teil. Denn die zwei frühen Tore, beide Ausdruck und logische Folge klarer Überlegenheit, sorgten nie für richtige Sicherheit. Im Gegenteil: Die Hallenser leisteten sich ein reichlich inspirationsloses zweites Drittel, in dem Björn Schenkel (33.) und Miroslav Jenka (38.) Schönheide zunächst zum Ausgleich schossen. „Wir haben ein wirklich gutes erstes Drittel gespielt“, meinte Verteidiger Benjamin Thiede. „Aber das war irgendwie wohl zu einfach. Im zweiten Drittel haben wir den Faden verloren.“

Doch in einem Punkt wussten die Gastgeber an diesem Freitag doch zu überzeugen: im Zurückschlagen. Dem 2:2 folgte bereits zwei Minuten später das 3:2 durch  Troy Bigam (40.). Dasselbe Bild im Schlussabschnitt. Dem 3:3 durch Jenka (55.) in 5:3-Überzahl für die Gäste ließ Matthias Schubert eine Minute später die erneute Führung folgen. „Wir haben auf alles die richtige Antwort gehabt“, lobte Trainer Ken Latta. „Die Mannschaft hat immer den Kopf oben behalten und die richtige Reaktion gezeigt. Sie hat Charakter gezeigt.“

Jonsdorfer Schicksal weiter unklar

Der Einbruch im zweiten Drittel ärgerte aber auch Latta. „Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden, wir haben gut Eishockey gespielt. Aber im zweiten Drittel haben wir nicht mehr richtig dagegen gehalten. Das geht nicht. Und dann ist es schwierig zurückzukommen. Deswegen war das Tor zum 3:2 so wichtig, weil es uns ins Spiel zurückgebracht hat.“

Mit dem Sieg gegen Schönheide haben die Saale  Bulls den ersten Erfolg der Oberliga-Saison gefeiert. Unklar ist weiterhin, ob das am Grünen Tisch zugesprochene 5:0 gegen die Jonsdorfer Falken Bestand haben wird. Am Freitag hieß es, der Insolvenzverwalter der Jonsdorfer habe die Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückgezogen – das hätte eine Streichung des Ergebnisses zur Folge. Offiziell bestätigt ist das aber weiterhin nicht.


    Dezember 2017
MDMDFSS
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