Nächstes Spiel

Noch kein Spiel vorhanden

mz-web.de: Hochspannende Derby-Zeit

HALLE (SAALE)/MZ. Um kurz nach halb elf rutschten am Samstagabend 18 erwachsene Männer auf allen Vieren über das Eis der Volksbank-Arena. Die Herren Eishockey-Spieler mit dem Markennamen Saale Bulls hatten soeben das erste prestigeträchtige Derby der Saison gegen Leipzig gewonnen, 3 900 Zuschauer amüsierten sich prächtig, auch wenn der Sieg mit 5:3 am Ende viel knapper als vorher erwartet ausfiel.
 
Ex-Saale-Bulle Florian Eichelkraut (93)

Hier einer der wenigen Pässe, die der Ex-Saale-Bulle Florian Eichelkraut (93) im Spiel setzen konnte. (FOTO: RÖHRIG)

Dabei sah alles am Anfang nach einem ganz einfachen Freitagabend-Spaziergang aus. Nach zwei Minuten und fünf Sekunden erwischte Robin Slanina den Puck, nachdem Troy Bigam schon mehrfach Anlauf genommen hatte – 1:0. Wieder Slanina erhöhte in der achten Minute nach erneuter Co-Produktion mit Bigam auf 2:0. Doch Derbys, oft gesagt, niemals so richtig ernst genommen, haben halt ihre eigenen Gesetze. Die scheinbar so hoffnungslos unterlegenen Icefighters aus Leipzig machten ernst und holten auf. 1:2 in der zehnten Minute, ausgerechnet abgeschlossen vom verlorenen Sohn Arthur Gross, dem Stürmer mit der kugelrunden Statur. 2:2 gar in der 15. Minute, im Überzahlspiel abgeschlossen von Emanuel Grund. Die ersten wankelmütigen Gesichter gab es bei denen, die auf einen klaren Sieg für Halle gewettet hatten.

Das zweite Drittel blieb dann zehn Minuten weitgehend ereignislos, außer dass beide Reihen dezimiert wurden. Bei Leipzig war das Spiel für Fabian Hadamik mit einer Fußverletzung zu Ende, bei den Saale Bulls musste der schon vorher kränkelnde Kai Schmitz passen. „Ich bin ab Sonnabend krank geschrieben, aber das Derby wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Ich habe es probiert, so lange wie es eben ging“, sagte der Verteidiger und sah sich den Rest des Spiels von der Zuschauertribüne an.

In der 33. Minute ging dann Halle wieder in Führung, als Ivan Kolozvary eiskalt einen Penalty verwandelte. Daniel Sevo erhöhte nach 37 Minuten im Fünf-gegen-Drei-Überzahlspiel auf 4:2.

Das alles geriet noch einmal ins Wanken, als der in Halle überaus freundlich empfangene Florian Eichelkraut seinen großen Auftritt in der 52. Minute hatte. Der Stürmer mit der Rücken-Nummer 93, der nach zwei Jahren im Trikot der Saale Bulls im Sommer nach Leipzig zurückging, verkürzte auf 3:4. Den Schlusspunkt setzte dann in der 54. Minute Bigam, der im Nachsetzen einen Schlagschuss von Christian Köllner im Leipziger Tor zum 5:3-Endstand unterbrachte.

Derby-Atmosphäre also, spannend bis fast zum Schluss. Damit waren dann auch die Leipziger fast zufrieden. „Ich bin schon mal glücklich, dass das Publikum so fair zu mir war“, sagte dann auch Eichelkraut. Und zum Spiel: „Wir sind von allen zum klaren Außenseiter gestempelt wurden. Aber wir haben uns gut verkauft, waren in den entscheidenden Situationen vielleicht nicht clever genug. Und dann hatte ich auch noch Pech mit einem Pfostenschuss.“

So viel ist nach diesem Abend sicher: Die Eishockey-Derbys gegen Leipzig bleiben in Halle der Renner!

Quelle: mz-web.de


    Oktober 2018
MDMDFSS
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31     
Heimspiel Auswärtsspiel Event Nachwuchsspiel
Heimspiele Saison 18/19 downloaden Auswärtsspiele Saison 18/19 downloaden Heimspiele Saison 18/19 (pdf) downloaden
Optica
UPP
Livestream