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mz-web.de: Kai Schmitz zurück bei den Saale Bulls – „Das ist eine Liebeserklärung“

 

Sein Wechsel hat in Halle und Leipzig viele Reaktionen ausgelöst: Verteidiger Kai Schmitz über die Gründe für seine Rückkehr zu den Saale Bulls.

Halle (Saale). Die Personalie hat hohe Wellen geschlagen – Kai Schmitz ist von den Icefighters Leipzig zu den Saale Bulls gewechselt. Nun äußert sich der Eishockey-Verteidiger im Interview zu seinem Wechsel und zu den teilweise harschen Reaktionen. Christian Elsaeßer sprach mit Kai Schmitz.
Herr Schmitz, wir erreichen Sie gerade auf dem Weg nach Köln. Heißt das, Sie werden am Sonntagabend, wenn Ihr bisheriger Verein Leipzig bei Ihrem neuen Klub in Halle antritt, nicht live dabei sein?
Schmitz: Nein, gar nicht. Ich fahre nach Köln, weil meine Mutter ihren 60. Geburtstag feiert. Aber die Party ist schon am Samstag, kein Grund also, am Sonntag nicht wieder in Halle zu sein. Ich werde mich nicht verstecken und werde definitiv zum Spiel kommen.
Sie müssen mit heftigen Reaktionen rechnen.
Schmitz: Ich habe schon gehört, dass einige mein Leipziger Trikot verbrennen wollen. Aber ich stelle mich notfalls auch vor die Halle, damit mir die Fans ins Gesicht sagen können, was sie denken.
Sie haben kein Facebook-Profil mehr. Haben Sie trotzdem die teilweise harsche Kritik mitbekommen?
Schmitz: Ja, ich habe bei einem Kumpel reingeschaut. Ich kann den Ärger aus Leipzig ja verstehen und habe es nicht anders erwartet. Eines hat mich aber getroffen.
Nämlich?
Schmitz: Ich fand es sehr schade, dass es auch in Halle Leute gab, die meinen Wechsel so negativ kommentiert haben. Das kann ich mir nur so erklären, dass viele einfach die Hintergründe nicht kennen.
Klären Sie uns auf.
Schmitz: Als ich meinen Vertrag in Halle 2014 aufgelöst habe, weil mein Vater schwer krank war, habe ich immer gesagt, dass ich zurückkomme, sobald es ihm besser geht. Das habe ich auch gemacht. Halle war immer meine erste Anlaufstelle, aber es gab dann zunächst zwei Absagen, weil es in den Momenten nicht passte. Ich wollte aber unbedingt in die Region zurück, weil hier alle meine Freunde sind.
Die Icefighters waren damals also nur zweite Wahl?
Schmitz: Die Formulierung wäre so nicht in Ordnung. Es ist doch nicht so, dass es mir in Leipzig schlecht ging. Ich habe mich wohlgefühlt, der Verein hat alle Zusagen eingehalten, die Jungs im Team waren cool. Es gibt keinen Grund, schmutzige Wäsche zu waschen.
Trotzdem der Wechsel.
Schmitz: In meinem Leben lief nichts schief, trotzdem habe ich das ganze Chaos, diesen Shitstorm – und ich wusste ja, was da kommen würde – auf mich genommen, weil es immer mein Ziel war, wieder nach Hause zu kommen. Dieser Wechsel ist eine Liebeserklärung an meinen Lieblingsverein.
Diesen Verein haben Sie 2010 und 2014 allerdings auch zweimal verlassen. Versuchen Sie doch mal, Ihre Beziehung zu Halle zu beschreiben.
Schmitz: Dazu muss man die Gründe kennen, warum ich gegangen bin. Ich kam 2005 als 20-Jähriger hier her. Es ist ja kein Geheimnis, dass ich mich anfangs von vielen Dingen abseits vom Eis habe ablenken lassen und damit viel Chaos in mein Leben gebracht habe. Ich war 2010 an einem Punkt, an dem ich mein Leben neu ordnen musste. Als wieder Ordnung drin war, bin ich zurückgekommen. Und 2014 kam die Sache mit meinem Vater. Was ich sagen will: Es gab beide Male wichtige persönliche Gründe, so zu handeln. Deswegen trifft mich das, wenn mich jetzt Leute, die diese Hintergründe nicht kennen, als Söldner beschimpfen.
Lassen Sie uns über die Mannschaften sprechen. Wie haben Ihre Kollegen in Leipzig reagiert?
Schmitz: Die fanden es traurig, dass ich gehe. Wir haben ein super Verhältnis. Trotzdem: Wirklich jeder hat gesagt, dass er es an meiner Stelle genauso gemacht hätte.
Und in Halle?
Schmitz: Auch positiv. Das ist eine super Truppe. Auch wenn ja nicht mehr so viele Spieler aus meiner letzten Zeit da sind.
Werden die Saale Bulls Ihre letzte Station sein?
Schmitz: Das ist der Plan. Meine Frau hat einen tollen Job in Köln, sie wird aber zeitnah nachkommen und dann bleiben wir in Halle. Und vielleicht kommen sogar irgendwann meine Eltern nach, wenn meine Mutter in Rente geht.

(mz, 12.11.2015)


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