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mz-web.de: Kein neuer Vertrag – Robin Sochan muss bei den SaaleBulls weichen

 

Der 37-jährige Kanadier Robin Sochan erhält keinen Vertrag bei den Saale Bulls in Halle. Der bisherige Leistungsträger und Star-Verteidiger des Oberligisten besetzt eine der zwei wertvollen Ausländerstellen.

Halle (Saale). Als Robin Sochan vor gut drei Wochen den Weg in die „Besenkammer“ antrat, hatte er schon im Gefühl, was da kommen würde. Am 22. März, am Tag nach dem verlorenen Pokalfinale gegen die Icefighters Leipzig, hatte Saale-Bulls-Trainer Ken Latta alle Spieler zu Einzelgesprächen in sein kleines Trainerbüro am Eisdom geladen. Auch Sochan, den kanadischen Star-Verteidiger des Eishockey-Oberligisten. Und der ahnte, dass das Gespräch für ihn wohl keinen allzu schönen Verlauf nehmen würde.

Einer von zwei Ausländern

Tatsächlich eröffnete Latta seinem Abwehr-Chef, dass der für die nächste Spielzeit keinen neuen Vertrag bei den Saale Bulls erhalten wird. Der Grund: Der Oldie besetzt eine von nur zwei erlaubten Ausländerstellen. „Und es ist kein Geheimnis, dass der Verein noch einen zweiten ausländischen Stürmer will“, sagt Sochan.

Die Personalie zeigt das Dilemma, in dem ein Oberligist schnell stecken kann. Der 37-jährige Sochan war fraglos einer der großen Leistungsträger der vergangenen Saison. „Ich glaube, ich habe eine gute Saison gespielt“, sagt er selbst. Vor allem aber war der Kanadier, der fließend Deutsch spricht, ein zentraler menschlicher Faktor in der Mannschaft, überaus geschätzt von allen Kollegen.

Sochan zeigt Verständnis

Doch dass die beiden sogenannten Kontingentstellen nun einmal Schlüsselpositionen sind, um Schwächen im Kader zu beseitigen, weiß auch der Abwehrspieler. Und so räumt Sochan sogar ein, dass er versteht, warum Trainer Latta nach der Torflaute der Vorsaison vor allem im Angriff Handlungsbedarf sieht. „Ich habe da keine Argumente“, sagt Sochan. „Es ist schade, weil ich drei tolle Jahre in Halle hatte und weil in der Mannschaft gute Jungs sind, mit denen ich immer prima klargekommen bin. Trotzdem sitze ich jetzt auch nicht rum und weine. Es ist Leistungssport, so etwas passiert nun einmal.“

Robin Sochan will nun abwarten, ob sich andere Türen öffnen. Und gut möglich ist, dass sich eine solche sogar in Halle auftut. Nach dem Gespräch mit Trainer Latta saß der Kanadier bereits mehrmals mit Vereinspräsident Daniel Mischner zusammen. Und der bestätigt: „Es gibt die Überlegung, Robin im Umfeld des Vereins zu halten.“

Genaueres will Mischner noch nicht sagen, auch Sochan hält sich bedeckt. Doch für den Kanadier wäre ein Engagement in Halle auf anderer Ebene womöglich eine gute Lösung. Er lebt mit seiner Frau Yvonne in Dresden und möchte seinen Lebensmittelpunkt auch dort behalten. (mz, 08.04.2015)


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