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mz-web.de: Vereintes Traum-Duo – Marvin Tepper kommt zum MEC

 

Von Christian Elsässer

Halle (Saale) –Es gibt Momente in Sportlerkarrieren, die vergisst man einfach nicht. Auch Marvin Tepper geht das so. Immerhin 154 Mal hat der Eishockey-Profi in der DEL, der höchsten deutschen Spielklasse, auf dem Eis gestanden. Doch wenn man ihn nach seinem Karriere-Höhepunkt fragt, geht sein Blick eine Spielklasse tiefer. Zurück in die Saison 2009/10, als er für die Lausitzer Füchse in Weißwasser zweite Liga spielte. „Das Jahr war mein Durchbruch“, erzählt Tepper. „Da war ich bester deutscher Scorer der gesamten Liga. Das hat mir den Weg geebnet in die DEL.“

Ob man es glaubt oder nicht: Die Erinnerung an jene Saison war nun maßgeblich, warum Marvin Tepper für die kommende Spielzeit bei den Saale Bulls in Halle angeheuert hat. Denn an der Saale wird er wieder gemeinsam mit seinem Sturmpartner von damals auflaufen können. „Danny Albrecht und ich wollten unbedingt noch einmal zusammenspielen“, erzählt der 29-Jährige. „Wir haben damals super harmoniert.“

Schon zweimal zu Besuch

Kein Wunder also, dass die beiden vor der Vertragsunterschrift engen Kontakt hatten. „Danny hat mir viel erzählt“, berichtet Tepper. „Er ist begeistert von Halle, hat mir vom guten Umfeld, vom Verein und der Eishalle erzählt.“ Dass Tepper mit Ex-Spieler Marco Blazyczek gut befreundet ist, ihn schon zweimal in Halle besucht hat, erleichterte ihm die Entscheidung zusätzlich.

Die Saale Bulls bekommen einen Stürmer, der das Team qualitativ massiv verstärkt. Tepper bringt die Erfahrung von 154 DEL-Spielen mit, für die Krefeld Pinguine, die Iserlohn Roosters und einmal für seinen Heimatverein Eisbären Berlin. Nur zwei Spieler in der Saale-Bulls-Geschichte standen öfter in der deutschen Eliteklasse auf dem Eis: Jan Schertz und Jedrzej Kasperczyk (siehe Kasten „Erstliga-Erfahrung“).

„Marvin hat es nach unserer gemeinsamen Saison in die DEL gezogen, ich bin damals in Weißwasser geblieben, weil ich meine Ausbildung gemacht habe“, erinnert sich Danny Albrecht. Sie standen nie wieder gemeinsam in einem Team. Umso mehr freut sich Albrecht nun auf seinen Sturmpartner von damals. „Bei uns gab es mit wenigen Worten viel Verständnis auf dem Eis“, sagt Albrecht, „wir haben die gleiche Spielphilosophie und sind gute Freunde. Auch, wenn wir ganz unterschiedliche Persönlichkeiten sind.“

Das allerdings ist das große Fragezeichen, das in der Personalie Tepper mitschwingt. Sportlich ist der Stürmer mit Sicherheit eine Verstärkung. Weitaus problematischer fielen vereinsintern aber die Diskussionen über den Menschen aus.

Die Charakterfrage

Tepper gilt als äußerst schwieriger Charakter. Auffällig an seiner Vita ist, dass er seit jener erfolgreichen Saison 2009/10 in keinem Verein mehr länger als ein Jahr verbracht hat. Und dem Vernehmen nach war auch nicht jeder der Saale-Bulls-Verantwortlichen sofort begeistert von der Personalie. Am Ende war es vor allem Kimstatsch, der die Verpflichtung durchsetzte.

Marvin Tepper macht keinen Hehl daraus, dass der Ruf, der ihm vorauseilt, Gegenstand in den Gesprächen mit den Saale-Bulls-Bossen war. „Klar war das ein Thema“, sagt er ganz ehrlich. „Aber bei den Sachen, die man über mich hört, wird auch immer viel zugedichtet. Wenn die Leute mit mir reden, ergibt sich da meist ein ganz anderes Bild. Und ich habe in Halle mein Wort gegeben, dass alles gut laufen wird und dass wir zusammen als Team die Liga rocken.“

So klingt Angriffslust. Und die Wiedervereinigung mit Kumpel Danny Albrecht ist ein Faktor, der Tepper positiv beeinflussen dürfte. „Ich bin davon überzeugt“, sagt Albrecht, „dass ,Teps’ es in diesem Jahr allen Kritikern und allen, die ihm nicht so positiv gegenüberstehen, zeigen wird.“ Und ähnlich groß ist die Vorfreude auch bei Marvin Tepper auf die Wiedervereinigung: „Fast hätte es ja letztes Jahr schon in Duisburg geklappt“, sagt er, „aber kurz bevor ich dorthin gewechselt bin, hatten sie Danny rausgeworfen.“ Damals, vor knapp einem Jahr, schlugen die Bulls zu und holten Albrecht nach Halle, wo er überragend einschlug.

Überragende Scorer-Zahlen

Nach über sechs Jahren sind nun zwei der drei des Weißwasser-Traumsturms von 2009 vereint. Auf was sich die Saale-Bulls-Fans freuen dürfen, zeigt allein der Blick in die Zahlen von damals: Tepper sammelte für die Füchse in der zweiten Liga 64 Scorerpunkte, Albrecht 51 – eine überragende Reihe.

Übrigens: Auch den Dritten dieses Füchse-Sturms von damals, zieht es in der kommenden Saison in die Oberliga Nord: Carsten Gosdeck heuerte bei den Hannover Indians an. (mz, 01.08.2016)

 


    Dezember 2017
MDMDFSS
     1 TecArt Black Dragons - Saale Bulls 2 3 Saale Bulls - ECC Preussen Berlin
4 5 6 7 8 Hannover Indians - Saale Bulls 9 10 Saale Bulls - Füchse Duisburg
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18 19 20 21 22 Saale Bulls - EXA IceFighters Leipzig 23 24
25 26 EXA Icefighters Leipzig - Saale Bulls 27 28 Saale Bulls - ESC Wohnbau Moskitos Essen 29 30 31
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