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mz-web.de: MEC Saale Bulls – Schock in der Verlängerung

 

Von Christian Elsaesser
Die Saale Bulls verlieren das Derby gegen Leipzig mit 2:3 in der Overtime. Nebelschwaden sorgen für zahlreiche Unterbrechungen.

Halle (Saale). Den Schlachtruf des Abends skandierten die Fans schon vor Spielbeginn. „Wir haben bezahlt, wir wollen was sehen“, sangen die Leipziger Anhänger auf der Gästetribüne des halleschen Eisdoms. Und sie gaben damit der Partie schon vor dem Anbully das richtige Motto.Die Saale Bulls haben am Sonntagabend in der Eishockey Oberliga Nord das Derby gegen die Icefighters Leipzig mit 2:3 nach Verlängerung verloren. Geprägt war das Duell vor 2 248 Zuschauern aber über weite Teile von extrem schlechter Sicht, Nebelschwaden überzogen das Eis. „Wir haben volles Haus, draußen regnet es – da lässt sich der Nebel nicht vermeiden“, sagte Holger Wilhelm, der Geschäftsführer der Saale Bulls, schon in der ersten Pause.

Es mutete also durchaus kurios an, als Schiedsrichter Jörg Edler gleich dreimal während des ersten Drittels die gesamten Mannschaften aufs Eis beorderte. Gemeinsames Im-Kreis-Laufen war angesagt, um die Luft zum Zirkulieren und Aufsteigen zu bringen. Dasselbe Schauspiel gab es sogar viermal im zweiten Abschnitt, neunmal im gesamten Spiel samt Verlängerung.„Einfach nicht frisch“Die Sache mit dem Durchblick ließ sich auch ein Stück weit sportlich auf das Eis übertragen. Es war über weite Strecken eine wenig intensive Auseinandersetzung. Das sonst großartige Gesangsduell der Fans fiel erstaunlich leise aus. Auf dem Eis fehlte es den Saale Bulls lange Zeit an Spannkraft. „Wir haben in den ersten 30 Minuten einfach nur schlecht gespielt, vom ersten bis zum letzten Spieler“, kritisierte Trainer Ken Latta. „Wir waren einfach nicht frisch nach der langen Auswärtsfahrt nach Tilburg.“ Schon in der fünften Minute gerieten die Gastgeber in Rückstand, der Kanadier Jake Johnson traf für Leipzig – das einzige Tor im ersten Drittel.

Johnson erhöhte im zweiten Drittel in der 27. Minute sogar auf 2:0 für die Gäste. Es sprach für die Saale Bulls, dass sie nach dem zweiten Gegentor dann doch ins Spiel fanden. Binnen 78 Sekunden kamen sie zurück. Jakub Langhammer traf in der 32. Minute zum Anschluss, der Tscheche war es auch, der in der 33. Minute den Ausgleich von Philipp Gunkel vorbereitete.Latta kritisiert seine SpielerLatta konnte das nur wenig trösten. Er versuchte im torlosen Schlussdrittel, von außen den Druck auf die Leipziger zu erhöhen. „Ich habe am Anfang mit vier Reihen spielen lassen, um Kraft zu sparen.“ In den letzten 20 Minuten aber holte er vor allem die jungen Spieler vom Eis, ließ mit nur noch vier Verteidigern und sechs Stürmern spielen, also mit zwei Reihen. Ein klares Zeichen. „Ich wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen. Aber am Ende haben drei individuelle Fehler den Ausschlag gegeben, weil wir einfach schlafen. Wir haben höhere Ziele als Leipzig, aber wenn man solche Fehler macht, dann hat man mit dem Aufstieg nichts zu tun.“

Tatsächlich war es eine wahre Fehlerkette, die in der Verlängerung zur Entscheidung führte. Matt Abercrombie wurde bei einem Angriff klar gehalten. Der sonst starke Unparteiische pfiff nicht, zeigte stattdessen eine Strafe gegen Halle an. Eine krasse Fehlentscheidung mit heftigen Konsequenzen. Leipzig eroberte den Puck, Hannes Albrecht traf zur Entscheidung. Latta ging scharf ins Gericht mit den Spielern: „Wir bleiben alle einfach stehen, weil wir eine Strafe erwarten. Als kleines Kind lernst du schon, dass du erst aufhörst zu spielen, wenn du den Pfiff des Schiedsrichters hörst.“So endete das spielerisch enttäuschende Derby mit dem Sudden Death, dem plötzlichen Tod der Saale Bulls. Und das nach fast drei Stunden Spielzeit. Sage noch einer, es habe für das Eintrittsgeld nicht doch einiges zu sehen gegeben. (mz, 16.11.2015)


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