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mz-web.de: Nach 18 Profi-Jahren – Kapitän Jörg Wartenberg geht von Bord

 

Von Christian Elsässer

Halle (Saale) – Der Vorbereitungsstress ist gehörig. Denn Jörg Wartenberg kämpft daheim in Weißwasser gerade an vielen Party-Fronten gleichzeitig. „Der Polterabend, dann die Hochzeit am 8. Juli“, erzählt er. Und zu guter Letzt wartet zum Ende der Sommerferien auch noch die Einschulung seines Sohnes.

Es sind nicht irgendwelche Termine. Hochzeit und Schulbeginn – für den Eishockey-Verteidiger markieren sie den Anfang eines neuen Lebensabschnitts. Jörg Wartenberg, der bisherige Kapitän der Saale Bulls, wird zur neuen Saison nicht mehr nach Halle zurückkehren. Er ist 36 Jahre alt; Zeit, die Karriere zu beenden.

„Ich habe schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken gespielt“, sagt er. „Mein Sohn ist sechs geworden, und ich habe ihm immer versprochen, dass, wenn er in die Schule kommt, Papa wieder zu Hause ist.“

Jörg Wartenberg: Das Ende der Pendelei

Zwei Jahre stand Wartenberg für die Saale Bulls auf dem Eis. Seine Familie – seine Verlobte, sein Sohn, Eltern, Geschwister – alle leben in Weißwasser und Umgebung. Er pendelte permanent zwischen Ost-Sachsen und Halle. „Ich bin so oft wie möglich gefahren. Aber das war schon anstrengend, nach den Spielen noch zweieinhalb Stunden zu fahren und dann am nächsten Tag wieder zurück.“

Trotzdem: Es hätte die Option gegeben, in Halle zu bleiben, die Familie nachzuholen. „Ich habe ja beim ESV den Nachwuchs mittrainiert. Es gab das Angebot, dass ich halb als Spieler und halb als Trainer bleibe. Wir haben das zu Hause auch lange diskutiert. Als dann aber das Angebot einer Umschulung kam, haben wir uns für Weißwasser entschieden.“

Denn neben all den privaten Neuerungen steht nun auch eine berufliche an. „Ich hatte mich schon im Januar beim Arbeitsamt für eine Umschulung beworben“, erzählt Wartenberg. „Ich habe Elektriker gelernt – als die Zusage kam, auf Mechatroniker umzuschulen, habe ich das Angebot angenommen.“

Jörg Wartenberg: „Halle war eine rundum gute Entscheidung“

Allerdings: Jörg Wartenberg geht nicht ohne weinendes Auge. „Halle“, sagt er, „war eine rundum gute Entscheidung. Ich habe es wirklich richtig gemacht, noch einmal eine neue Herausforderung zu suchen. Ich habe viele Freunde kennen gelernt. Und wenn ich eines bedauere, dann, dass es am Ende nicht mit der zweiten Liga geklappt hat und dass das zweite Jahr doch schlechter gelaufen ist als das erste.“

Und doch gab es in beiden Saisons dann doch eine Konstante: Jörg Wartenberg. „Ich war nie verletzt, ich habe alle Freundschafts- und Pflichtspiele mitgemacht“, erinnert er sich. Konkret in Zahlen liest sich das so: 109 Spiele für die Saale Bulls, 13 Tore, 40 Vorlagen.

Hinter dem 36-Jährigen liegen nun 18 Profi-Jahre, die meisten davon in der zweiten Liga. Wartenberg gehört im Unterhaus mit über 600 Einsätzen zu den Top-Ten. Und mit der zweiten Liga verbindet er auch seinen persönlichen Karriere-Höhepunkt. „Meine Highlights waren, mit Dresden ins Halbfinale gekommen zu sein. Und Derbyspiele waren immer etwas Besonderes, egal für welchen Verein.“

Eines dieser Derbys gegen Leipzig war auch der Höhepunkt im Saale-Bulls-Trikot. Im Februar brauchte es gegen die Icefighters 14 Schützen, um im Penaltyschießen einen Sieger zu finden. Nur einer traf: Jörg Wartenberg. (mz, 26.06.2017)

 


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