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mz-web.de: Nächster Sekunden-Tod für die Saale Bulls

Am Tag danach begann der Kampf um die Deutungshoheit. Zunächst bei den Fans in den sozialen Medien. War dieser 3:2-Sieg der Leipzig Icefighters am Samstagabend in der Eishockey Oberliga Ost gegen die Saale Bulls nun ein verdienter? Oder war es nicht vielmehr so, dass die Hallenser über weite Strecken sogar den Ton angegeben hatten?

Viele Schussversuche

Während die Partie bei den Anhänger zu durchaus hitzigen Wortgefechten führte, versuchte sich Saale-Bulls-Trainer Ken Latta tags darauf in einer betont sachlichen Analyse. Wobei auch ihn im Grunde die gleichen Gedankengänge umtrieben. „Eigentlich hätten wir gewinnen müssen“, urteilte der Kanadier. „Wir waren dauernd am Drücker und haben uns viele Schüsse aufs Tor erarbeitet.“ Die Statistiker zählten am Ende 37 Abschlüsse der Hallenser. „Manche Teams sind schon froh, wenn sie auf 20 kommen“, meinte Latta.

Doch Schussversuche hin oder her. Leipzig traf einmal öfter. Und das ärgerte auch den Trainer. Denn Ken Latta hatte eine Schlüsselszene in der Partie ausgemacht. Fünf Minuten vor dem Ende holten sich die Leipziger Damian Martin und Daniel Rau innerhalb von 16 Sekunden jeweils Zweiminuten-Strafen ab. Im Klartext: 1:44 Minute doppelte Überzahl für die Saale Bulls beim Stand von 2:2. „Dass wir diese Chance nicht nutzen konnten, war am Ende unser Problem“, analysierte Latta. „Das hat Leipzig neues Leben eingehaucht.“

Ein wenig Kopfschütteln erntete in dieser Phase aber auch der Trainer. Latta hatte in doppelter Überzahl nur etwa 20 Sekunden lang seine erste Reihe aufs Eis geschickt. Zumindest ungewöhnlich, da die erste Fünf in solchen Situationen meist viel mehr Spielzeit erhält. „Aber die erste Reihe hatte schon davor in einfacher Überzahl auf dem Eis gestanden, deshalb wäre die Zeit zu lang geworden“, erklärte Latta im Nachgang.

So blieb die Überzahl ungenutzt. Und das neu eingehauchte Leben nutzten die Gastgeber kurz vor Toresschluss schließlich zum K.o.-Schlag. Hannes Albrecht traf 47 Sekunden vor Spielende zum 3:2 für die Icefighters – der zweite „Sekunden-Tod“ für die Saale Bulls binnen 24 Stunden. Schon am Freitagabend hatte es nach sechs Sekunden der Verlängerung gegen die Black Dragons aus Erfurt das entscheidende Gegentor gegeben.

Nur ein Punkt aus zwei Spielen

Die reinen Zahlen sind entsprechend deprimierend für die Saale Bulls. Sie haben das Wochenende mit Spielen gegen den Ersten und Zweiten der Vorsaison mit nur einem Punkt beendet. „Klar bin ich enttäuscht“, fasste Ken Latta zusammen – um aber einen wichtigen Satz nachzuschieben: „Aber ich bin nur enttäuscht von den Ergebnissen, nicht von der Mannschaft. Im Gegenteil: Ich habe viel Positives gesehen. Wenn ich unser Spiel mit dem von vor zwei Wochen vergleiche, dann haben wir deutliche Fortschritte gemacht.“

Und so setzen die Saale Bulls auch auf den Faktor Zeit. Gut zwei Wochen hatten die Hallenser in der Vorbereitung weniger auf dem Eis als die Gegner. Was Trainer Latta Hoffnung gibt: Wären die Spiele anders ausgegangen, wenn das Hammer-Wochenende gegen die stärksten Gegner der Liga erst in zwei, drei Wochen gekommen wäre? „Ich glaube ja“, mutmaßt Ken Latta. „Wir haben unverändert nicht unser maximales Niveau.“


    Dezember 2017
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