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mz-web.de: Otoupalik bastelt sich seine neue Mannschaft

Donnerstag, 6. September 2012
HALLE (SAALE)/MZ. VON GOTTFRIED SCHALOW Es ist wohl tatsächlich bei passender Gelegenheit eine Wiedergutmachung fällig. Ein Kasten tschechisches Bier wäre eine Möglichkeit. Alternativ geht auch eine Motorrad-Nachbildung als Tischbeschwerer. Saale-Bulls-Präsident Daniel Mischner schmunzelt bei diesem Gedanken und verspricht, sich etwas einfallen zu lassen für seinen Trainer Jiri Otoupalik.

Es geht um den Motorrad-Gran-Prix in Brno. Otoupalik konnte nicht dabei sein. „Das ist mir in meinem Leben zum ersten Mal passiert. Darauf freue ich mich das ganze Jahr über. In diesem Jahr aber leider umsonst“, sagt der tschechische Trainer. Statt in seiner Heimatstadt den WM-Motorrädern hinterherzuschauen, musste er am jenem Wochenende Ende August in Halle sein. Dienstantritt für die neue Saison war angesagt. Mannschaftsvorstellung im Rahmen des Laternenfestes. Otoupalik nahm es mit fast preußischer Dienstbeflissenheit und zeigt rückblickend sein breitestes Grinsen: „Was soll’s. Dienst ist Dienst und Motorräder sind Motorräder.“

Diese Episode verdeutlicht viel besser als jeder andere Deutungsversuch: Die Stimmung bei den Saale Bulls nach inzwischen fünf Trainingseinheiten ist bestens. Alle Skepsis wegen der doch erheblichen Umbauarbeiten in der Besetzung der Mannschaft und der in dieser Form nicht geplanten Abgänge der einstigen Starspieler Sebastian Lehmann, Florian Eichelkraut oder Nikolaus Meier erwies sich als unbegründet.

Trainer Otoupalik nimmt es überraschend positiv, dass er fast wieder bei Null beginnen muss. „Keine Problem. Ich kenne inzwischen alle neuen Spieler mit Namen. Es macht riesigen Spaß. Wir haben wieder eine gute Mannschaft.“ Eine solche Aussage schon vor dem ersten Testspiel gehört in die Kategorie bemerkenswert.

Seit dieser Woche haben die Saale Bulls nun auch regelmäßig zwei Torleute dabei. Dustin Haloschan, schon im Frühsommer als Nummer eins aus Jonsdorf verpflichtet, hat Konkurrenz durch den Kanadier Breadon Johnson bekommen. Beide geben derzeit die Zielscheiben für ihre Stürmer in ihren nur schemenhaft erkennbaren Toren ab. Training in diesen Tagen, das ist vor allem eine Nebelschlacht. Typisch für diese Jahreszeit wegen der extrem Temperatur-Unterschiede auf dem Eis und dem Spätsommer draußen vor der Tür.

Die beiden Torhüter Haloschan und Johnson passen zusammen. Sie sind fast gleichaltrig und verstehen sich bestens. Auf Englisch. Das scheint für den in Vancouver geborenen Johnson die normalste Sache der Welt, ist dennoch etwas kurios. „Oma und Opa sind Deutsche, aber Breadon spricht trotzdem außer Bitte und Danke kein Wort Deutsch“, sagt Haloschan. Dennoch hat Johnson einen deutschen Pass und belastet deswegen das Ausländerkontingent nicht.

Trotz des Nebels hat Trainer Otoupalik genug von Johnson gesehen: „Den will ich haben.“ Einzige Voraussetzung ist, dass noch in dieser Woche alle notwendigen Unterlagen vom kanadischen Verband eintreffen. Wenn das geklärt ist, kann Johnson etwas konkreter seine Zukunft in Halle planen. Haloschan berichtet: „Im Moment wohnt er noch im Hotel. Aber er freut sich schon auf seine eigene Wohnung. Die will ihm der Verein in den nächsten Tagen stellen.“

Das Nebel-Training ist inzwischen zu Ende. Die beiden Torleute gehen gemeinsam los. Es gibt für beide noch viel zu entdecken.


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