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mz-web.de: Playoff-Viertelfinale, 2. Spiel – MEC Saale Bulls bezwingen die Bayreuth Tigers mit 3:2

 

Von Christian Elsässer

  • Knapp 2500 Fans im Eisdom in Halle
  • Schiedsrichter verweigert MEC-Treffer
  • Gäste aus Bayreuth gehen in Führung
  • Halle sieben Minuten in Unterzahl
  • Bestes Schlussdrittel der Saison

 

Halle (Saale) – Die Saale Bulls haben den Playoffs der Eishockey-Oberliga-Saison ein Motto gegeben: „Wir können, wir wollen, wir werden.“ Ein bewusst offener Slogan, den man wahlweise ergänzen kann. Um das Wort kämpfen etwa. Oder das Wort gewinnen.

Genau diesem Motto jedenfalls sind die Saale Bulls am Donnerstagabend in ihrem Eisdom vor knapp 2500 Zuschauern mehr als gerecht geworden. Sie gewannen das zweite Playoff-Duell gegen die Bayreuth Tigers mit 3:2. Und sie gewannen, weil sie die Schwächen der 1:6-Pleite vom Dienstag abstellen konnten.

„Nach dem Spiel in Bayreuth war schlechte Stimmung“, erzählte Philipp Gunkel. „Wir haben uns ausgesprochen – und am Morgen vor diesem Spiel war die Stimmung wieder super. Genau wie gegen Herne.“

Es stand tatsächlich von der ersten Minute an eine andere Saale-Bulls-Mannschaft auf dem Eis als jene fast ängstlich zurückhaltende Truppe, die in Bayreuth so klar verloren hatte. Von der ersten Sekunde an suchten die Bullen den Körperkontakt, versuchten, den läuferisch und spielerisch erneut überlegenen Oberfranken den Schneid über Kampfkraft abzukaufen. „Die sind brutal schnell“, erklärte Saale-Bulls-Trainer Georgi Kimstatsch. „Wir haben Bayreuth genau analysiert und wollten versuchen, ihnen die Laufwege abzuschneiden.“

Trotzdem ging der Plan erst einmal wieder nur bedingt auf. Nach zweieinhalb Minuten verweigerte Schiedsrichter Tony Engelmann einem Treffer der Gastgeber die Anerkennung. Schlittschuhtor. In Führung gingen stattdessen die Gäste – in der 18. Minute durch Fedor Kolupaylo. „Eine kleine Unaufmerksamkeit haben wir uns erlaubt – und schon war er drin“, klagte Kimstatsch.

Doch Rückstand hin oder her. Dieses Spiel war ein anderes als Duell eins. Selbst nach dem Überzahltor von Sebastian Busch (27.) zum 0:2 blieben die Saale Bulls im Spiel. Und spätestens als Jakub Langhammer mit einem kurzen Pass hinter dem Tor Danny Albrecht fand, der das Gehäuse umkurvte und aus spitzem Winkel zum 1:2 traf (29.), war die Partie wieder offen. In Überzahl glich Verteidiger Jörg Wartenberg mit einem Rückhandschuss aus (36.).

Was folgte, war das beste und spannendste Schlussdrittel der Saison. Ein Schlussdrittel, in dem die Saale Bulls auf eindrucksvolle Weise ihr eigenes Motto perfektionierten. Sieben Minuten mussten sie am Stück in Unterzahl bestreiten, unter anderem weil Eric Wunderlich eine zumindest diskutable Fünf-Minuten-Strafe wegen Verletzungsfolge des Gegners erhielt. „Dabei ist er mir in den Schläger gelaufen“, erklärte der Verteidiger.

Doch seine Teamkollegen ließen sowohl während Wunderlichs als auch während Danny Albrechts unmittelbar folgender Zwei-Minuten-Herausstellung keine größere Chance für den Gegner zu. Und so konnte  die Partie einen Schlusspunkt erleben, den kein Drehbuch besser hätte schreiben können. Philipp Gunkel kam zwei Minuten vor Schluss hinter dem Tor an die Scheibe – und schoss von hinten den Bayreuther Schlussmann an, von dem der Puck ins Tor prallte.

„Ich wollte das genau so“, sagte Gunkel. „Ich habe diesen Trickschuss schon einige Male in dieser Saison versucht – es war der perfekte Moment, dass es endlich mal klappt.“

Schon am Karsamstag treffen die beiden Team erneut aufeinander, dann wieder in Bayreuth.  (mz, 24.03.2016)

Statistik

0:1 (17:33)  Fedor Kolupaylo (Kolozvary, Potac)
0:2 (26:07) Sebastian Busch (Sevo, Thielsch)
1:2 (28:27) Danny Albrecht (Langhammer, Habermann)
2:2 (35:25) Jorg Wartenberg (Albrecht, Habermann)
3:2 (57:07) Philipp Gunkel (Abercrombie)

Torschüsse: 29:35
Zuschauer: 2.412

Schiedsrichter: Tony Engelmann
1. Linienschiedsrichter: Stefan Wentingmann
2. Linienschiedsrichter: Tim Zerbe
Punktrichter: Alexander Lorenz


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