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mz-web.de: Playoffs 1:6 – Bittere Lektion für das Kimstatsch-Team in Bayreuth

 

Von Christian Elsässer

Bayreuth – Im Eisstadion von Bayreuth gibt es eine nette Tradition. Wenn der Hallensprecher die Gästemannschaft vorstellt, dann spielt die Regie unmittelbar davor die Titelmusik der „Sendung mit der Maus“ ein.

Man durfte das für das erste Playoff-Duell des EHC Bayreuth gegen die Saale Bulls aus Halle Dienstagabend als durchaus treffende Musikauswahl betrachten. Denn bei der 1:6-Niederlage traten die Hallenser tatsächlich über weite Strecken wie Mäuschen auf.

Saale-Bulls-Coach Georgi Kimstatsch hatte eine halbe Stunde vor Spielbeginn auf der VIP-Tribüne intensiv das Einspielen der Gastgeber verfolgt, die die Bullen zuvor nur vom Videostudium kannten. Und er verpasste seinem Team anschließend eine überaus abwartende Haltung.

Vielleicht auch beeindruckt von der tollen Stimmung, die die 1938 Zuschauer vor allem aus der sogenannten Mainkurve heraus machten. „Wir wussten, das Bayreuth sehr früh versuchen würde, das Spiel zu entscheiden, deshalb haben wir uns sehr passiv verhalten wollen“, so Kimstatsch.

So ließen die Hallenser Bayreuth das Spiel machen. Und die Oberfranken taten das beeindruckend, waren im ersten Drittel die klar bessere Mannschaft: immer eine Idee schneller. Läuferisch, aber auch gedanklich. „Leider hat es nicht geklappt, dass wir ohne Gegentor in die Pause gekommen sind“, klagte der Coach.

Die Saale Bulls waren mit dem 0:1 zur ersten Pause durch ein Überzahltor von Christopher Kasten (9.) noch gut bedient. Nach dem ersten Seitenwechsel verlief das Spiel offener, doch erst nach dem 2:0 der Gastgeber durch Marcus Masall (23.) wurden die Offensivaktionen der Saale Bulls ein wenig zwingender.

Dennoch fiel der Anschlusstreffer eher zufällig: Durch Philipp Gunkel, der in Unterzahl ganz stark und uneigennützig von Matt Abercrombie in Szene gesetzt worden war (26.). „Wir haben es verpasst, in unserer Druckphase die Chancen zu nutzen“, analysierte Kimstatsch.

Beispielhaft dafür war Danny Albrecht, der direkt vor dem Tor einen völlig freien Rückhandschuss vergab. Durch einen berechtigten Penalty stellte Stefan Reiter den Zweitore-Vorsprung für Bayreuth wieder her.

Geradezu sinnbildlich startete das Schlussdrittel. Die Saale Bulls begannen in Überzahl, brachten dabei aber keinen einzigen Torschuss zustande – ein Vorbote für einen Spielabschnitt, in dem es den Gästen nie gelang, die Bayreuther ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Erneut in Unterzahl der Hallenser traf Sebastian Busch anschließend zum 4:1 (48.). „Das Tor war sicher unser Genickbruch“, meinte Kimstatsch. Das 5:1 durch Andreas Geigenmüller (53.) und das 6:1 durch Dennis Thielsch (58.) waren nur noch für die Statistiker.

Die Saale Bulls empfangen bereits morgen die Oberfranken zum zweiten Duell der Serie. Mit der Erkenntnis, einen wirklich starken, aber keineswegs übermächtigen Gegner zu haben. „Wir haben heute einfach zu viele individuelle Fehler gemacht“, klagte Torschütze Philipp Gunkel.

Und auch Kimstatsch forderte von seinem Team, die schwache Leistung auszuwerten. „Ich habe schon während des Spiels gemerkt, dass Unzufriedenheit aufgekommen ist.“ Deshalb nahm er das Team direkt nach Spielende in der Kabine zur Brust „Ich habe die Spieler aufgefordert, alles offen untereinander zu klären und nicht hinten herum. Und dann erwarte ich morgen im Training wieder eine Einheit auf dem Eis.“

Jeder im Team ahnt: Es bedarf einer deutlichen Leistungssteigerung, um den Vorrundenzweiten der Oberliga Süd zu schlagen. Aber unmöglich, das betont Kimstatsch, sei das nicht. „Mir ist es lieber, wir verlieren einmal so hoch als ganz knapp.“

Das zweite Spiel gegen Bayreuth findet bereits morgen statt. Anbully im Eisdom Selkestraße ist um 20 Uhr. (mz, 23.03.2016)


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