Nächstes Spiel

Noch kein Spiel vorhanden

mz-web.de: Pre-Playoffs – Saale Bulls behalten gegen Erfurt die Nerven

 

Von Christian Elsässer

Halle (Saale) – Es birgt mitunter auch ein Risiko, seiner Zeit voraus zu sein. Die Saale Bulls präsentierten am Freitagabend im Spiel gegen die Black Dragons Erfurt erstmals ihr neues Trikot. „Playoffs 2017“ steht dort in großen Buchstaben auf der Brust. Es soll ein äußeres Zeichen sein, dass die K.o.-Runde in der Eishockey-Oberliga begonnen hat. Einziger nicht ganz ungefährlicher Haken: Diese Partie gegen die Thüringer war rein formal nur ein sogenanntes Pre-Playoff-Spiel, also eine vorgelagerte Runde.

Haarspalterei. Denn de facto sind die Saale Bulls auf einem guten Weg, auch ganz offiziell den Einzug in die Finalrunde zu schaffen. 6:3 siegten die Hallenser am Freitagabend gegen Erfurt und lieferten ihren Fans dabei aber eine wahre Achterbahnfahrt der Emotionen. Und wer wollte, konnte den Spielverlauf dieser Begegnung als einen auf zumindest 40 Minuten komprimierten Film der gesamten Saison sehen. Ein bärenstarker Beginn, gefolgt von unerklärlicher Schwäche.

Die Bulls überrannten die Erfurter zu Beginn förmlich. Ein Doppelschlag von Igor Bacek und Artur Tekgaev binnen 32 Sekunden brachte die Gastgeber in der sechsten Minute scheinbar auf die Siegerstraße. Doch dann war auch Schluss. „Wir haben zehn Minuten Power-Eishockey gespielt, danach haben wir komplett den Faden verloren“, klagte Interimstrainer Danny Albrecht in der ersten Drittelpause.

Erfurt nutzt undisziplinierte Saale Bulls aus

Doch es kam noch schlimmer. Es folgte ein zweiter Spielabschnitt der Bulls, der schlicht entsetzlich war. Nicht nur, dass Erfurt durch Jan Zurek (21.), Michal Vazan (27.) und Marcel Weise (37.) das Spiel komplett drehte.

Die Gastgeber bewiesen dabei auch noch ein flatterndes Nervenkostüm. Auf der anderen Seite standen abgezockte Erfurter, die nur abwarten musste, bis sich die Saale Bulls wieder einmal selbst dezimierten. Bestes Beispiel: Zwei Prügeleien brachten Eric Wunderlich und Denis Fominych auf die Strafbank.

Philipp Gunkel versuchte sich später an einer Analyse. „Wir spielen ein völlig neues System“, erklärte der Stürmer, „da ist es ganz normal, dass das noch nicht über 60 Minuten funktioniert. Erfurt hat zwei Tore zu einem guten Zeitpunkt gemacht und hatte dann das Momentum auf seiner Seite.“

Zille, Bacek und Gunkel drehen das Spiel

Doch wenn die 40 Minuten der ersten beiden Drittel wirklich ein Zeitraffer des Saisonverlaufs waren, dann ist nun Hoffnung angesagt. Denn in den letzten 20 Minuten zeigten die Saale Bulls, welche Qualität in ihnen steckt. Tore von Alexander Zille (45., 52.) drehten das Spiel erneut. Igor Bacek nach feiner Vorarbeit von Gunkel erhöhte auf 5:3 (53.).

„Wir haben unser System umgestellt“, erklärte Coach Danny Albrecht, „wir sind im zweiten Drittel zu viel in Gegenstöße gelaufen. Wir haben dann versucht, das Spiel nicht so breit zu machen, kompakter zu stehen.“ Das ging auf. Und wenn es eines i-Tüpfelchens bedurft hatte auf ein großartiges Schlussdrittel, dann lieferte das Philipp Gunkel. Über anderthalb Minuten spielte der MEC in doppelter Unterzahl. Doch statt eines Gegentores gelang dem Angreifer ein Unterzahl-Tor zum 6:3 (58.). (mz, 10.03.2017)


    September 2018
MDMDFSS
      1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
Heimspiel Auswärtsspiel Event Nachwuchsspiel
Heimspiele Saison 18/19 downloaden Auswärtsspiele Saison 18/19 downloaden Heimspiele Saison 18/19 (pdf) downloaden
UPP
Livestream