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mz-web.de: Rekordserie – Warum Essen ein gern gesehener Gegner ist

 

Von Christian Elsässer

Halle (Saale) – Es war reichlich Sitzfleisch gefragt am Donnerstagnachmittag in der Saale-Bulls-Kabine. Fast anderthalb Stunden lang hatte Trainer Georgi Kimstatsch referiert, hatte per Videosequenzen Fehleranalyse mit seiner Mannschaft vorgestellt.

„Wir haben uns Ausschnitte aus dem Hamburg-Spiel vom Dienstag und aus dem Tilburg-Spiel vor einigen Wochen angesehen“, erzählt der Coach. Beide Partien hatten die Hallenser in der Eishockey-Oberliga verloren. In den Niederlanden 2:4, am Dienstag in Hamburg sogar 2:7. „Es ging darum, Fehler anzusprechen, die uns öfter passieren. Unser Forechecking, die Umkehrsituationen oder dass wir beispielsweise zu weit von den Gegnern wegstehen“, sagt Kimstatsch.

Für die Saale Bulls gilt es, sich für den Schlussspurt der Hauptrunde vorzubereiten. Zehn Spiele stehen noch an, an diesem Freitag geht es zu den Preussen Berlin, am Sonntag kommen die Moskitos Essen nach Halle – wenn man so will, ein Lieblingsgegner. Denn gegen die Ruhrgebietler gilt es, eine Vereinsrekordserie zu verteidigen.

Georgi Kimstatsch weiß um die ominöse Statistik. Wer dem Trainer dieser Tage die Zahl 254 entgegenwirft, der erntet keine fragenden Blicke. „Das sind die Minuten, die wir gegen Essen ohne Gegentor sind“, sagt er.

Saale-Bulls-Statistiker Mario Schoppa hat errechnet: Es sind genau 254 Minuten und 20 Sekunden. In den letzten vier Duellen haben die Moskitos nicht mehr gegen die Bullen gestochen. Eine solch lange Zu-Null-Serie gegen einen Gegner hat es noch nie gegeben in der Saale-Bulls-Vereinsgeschichte.

Kimstatsch hofft durchaus auf einen gewissen Effekt daraus. „Für uns ist das Wissen um diesen Lauf natürlich gut für den Kopf – und vielleicht hat es auch irgendwie negativen Einfluss auf Essen.“ Überbewerten will er die Zahlen aber trotzdem nicht: „Essen ist ein extrem starke und ausgeglichene Mannschaft. Die haben drei gleich gute Reihen und sind brandgefährlich.“

Beleg: Sechs Moskito-Stürmer, darunter auch der ehemaligen Hallenser Robin Slanina, haben über 20 Scorerpunkte. Bei den Hallensern sind es nur vier. „Dass wir im allerersten Saisonspiel kein Gegentor bekommen haben“, sagt Kimstatsch, „führe ich eher darauf zurück, dass Essen eine völlig neu zusammengestellte Mannschaft hat und sich da noch einfach nicht gefunden hatte.“

Und noch eine kleine statistische Randnotiz gibt es zu diesem Heimspiel. Es ist das 900. Eishockey-Spiel in Halle seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Jahr 1998. Eines, so hofft Georgi Kimstatsch, aus dem vor allem positive Sequenzen in die nächste Videoanalyse einfließen werden.

Die Saale Bulls gastieren an diesem Freitag um 19.30 bei den Preussen Berlin. Das Heimspiel gegen Essen beginnt am Sonntag um 18.15 Uhr im Eisdom. (mz, 08.12.2016)

 


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