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mz-web.de: Saale Bulls – Das Stürmer-Gen ist aktiv

 

Von Tina Schwarz

Am Freitag treffen die Saale Bulls auf Meister Tilburg Trappers. Vielleicht feiert Verteidiger Michal Schön dann wieder ein persönliches Erfolgserlebnis.

 

Halle – Michal Schön sitzt auf der Couch in seinem Wohnzimmer – auf seinem Schoß seine 16 Monate alte Tochter Hannah. Ein kleines blondes Mädchen mit rosa Kleid und verschmitztem Lächeln. „Es ist das schönste Gefühl auf der Welt, Vater zu sein“, sagt der Saale-Bulls-Spieler. „Manchmal ist es aber ganz schön schwierig, Familienleben und Eishockey unter einen Hut zu bringen.“

Heimspiel gegen Tilburg

Deswegen versucht seine Freundin Christina mit Tochter Hannah so oft wie möglich, bei den Heimspielen dabei zu sein. „Diesen Freitag aber nicht. Das ist für die Kleine schon zu spät“, erklärt der 30-Jährige. Denn dann wird der Verteidiger ab 20 Uhr im Sparkassen Eisdom mit seinem Team auf den amtierenden Oberliga-Meister Tilburg Trappers treffen. „Es könnte für uns ein schwieriges Spiel werden“, sagt der Tscheche. „Tilburg ist körperlich und läuferisch stark.“

Doch die Zeichen stehen für die Saale Bulls gut. Im Januar hatten sie gegen die Tilburger mit 6:4 gewonnen. Für Schön war es ein besonderes Spiel: Mit einem Tor und einer Vorlage war es für ihn die erfolgreichste Partie der vorigen Saison. „Es war in der Spielzeit auch mein einziges Tor. Manchmal kommt halt doch noch das alte Stürmer-Gen bei mir durch“, scherzt Schön. Zum Beispiel auch am vergangenen Freitag beim ersten Heimsieg gegen die Rostock Piranhas (4:1). Damit hat er seine vorige Saison-Bilanz auch fast schon eingeholt.

Doch trotz Familie kann sich Schön ein Leben ohne Eishockey nicht vorstellen. „Das wäre für mich, wie bei Picasso ohne Pinsel.“ Mit zehn Jahren stand er das erste Mal auf dem Eis. Erst in Tschechien, dann in Deutschland. „Mit 20 Jahren bin ich dann nach Dresden gewechselt. Von da ging es über Hamburg, Passau, Hannover und Freiburg nach Halle.“ Nun ist er mit den Saale Bulls in seine sechste Saison gestartet. „Ich war vorher eigentlich nie lange an einem Ort“, erinnert er sich. „Seit ich in Halle bin, ist das aber anders.“

Michal Schön: Familienleben in Halle

Ein Grund ist Freundin Christina. Die hatte er, kurz nachdem er zu den Saale Bulls gewechselt war, bei einer Feier kennengelernt. Nun sind sie zu dritt und leben mit Hund Hunter, einem japanischen Shiba Inu, in einer Wohnung am Rande der Innenstadt. „Am liebsten würden wir aber aufs Dorf in ein Häuschen ziehen“, schwärmt Schön. „Zurzeit geht das aber noch nicht.“

Wenn der 30-Jährige neben Sport und Familie mal Zeit findet, zieht er sich am liebsten in seine moderne Küche zurück. „Kochen ist meine zweite Leidenschaft“, erzählt er. Nach seiner Eishockey-Karriere könnte er sich deswegen gut vorstellen, in der Gastronomie zu arbeiten oder ein Restaurant zu eröffnen.

„Doch so lange es geht, will ich auf jeden Fall weiter spielen“, sagt er. Mit Tochter Hannah auf der Tribüne: „Vielleicht auch bald in ihrem eigenen Saale-Bulls-Trikot. Das ist aber leider immer noch etwas zu groß für sie.“ (mz, 06.10.2017)


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