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mz-web.de: Saale Bulls – Gespräche über Zukunft von Stürmer Philipp Gunkel

Noch ist nicht klar, ob Stürmer Philipp Gunkel bei den Saale Bulls bleibt. Doch der imposante Stürmer macht sich bereits Gedanken über das neue Team.

Halle (Saale). In der Kabine der Saale Bulls gibt es einen kleinen Spaß unter den Spielern. „In Kanada gibt es eine Art kumpelhafte Anrede, jemanden als Dog zu bezeichnen“, erzählt Philipp Gunkel. Und weil der Stürmer in seinem vorherigen Team in Crimmitschau erlebt hatte, wie ein kanadischer Mitspieler diese Spitznamen eingeführt hatte, nahm er das gleich mit zu den Saale Bulls – wo ja immerhin vier gebürtige Kanadier im Kader stehen. Seitdem heißt etwa Verteidiger Robin Sochan für seine Mannschaftkollegen „Rob Dog“. Und Gunkel selbst bekam wegen seiner Statur auf der Weihnachtsfeier ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Big Dog“.

Präsente Erscheinung

Big Dog auf deutsch: großer Hund – auf gewisse Weise hat dieser Spitzname etwas treffendes. Denn Gunkel ist nicht nur physisch mit seinen 1,86 Metern und gut 100 Kilogramm Kampfgewicht eine präsente Erscheinung auf dem Eis. Er ist neben Sturm-Kollege Matt Abercrombie auch der große Glücksgriff des Vereins gewesen, eine Art Königstransfer im vergangenen Sommer.

Gunkel bildet mit Abercrombie zusammen die erste Sturmreihe – der dritte Mann neben ihnen wechselte immer wieder. Daniel Lupzig stand schon dort, ebenso Artem Klein oder Marvin Deske. Inzwischen ist Georg Albrecht der Sturmpartner. Trainer Ken Latta hat viel ausprobiert neben seinen beiden Top-Angreifern. Denn seine Meinung über Abercrombie und Gunkel ist geradezu schwärmerisch: „Neben den beiden zu spielen, ist leicht, da macht jeder eine gute Figur auf dem Eis. Da würde auch ich noch gut aussehen – und ich bin 52 Jahre alt.“

Dabei muss man im Fall Philipp Gunkel wissen, dass der Transfer umstritten war im Verein. An seiner sportlichen Qualität bestand nie ein Zweifel, acht Jahre hatte er in der zweiten Liga gespielt. Doch Gunkel hatte beide Schultern kaputt. Vor seinem Wechsel nach Halle hatte er über ein halbes Jahr lang wegen eine Eckgelenk-Sprengung nicht auf dem Eis gestanden. „Ich hatte zwölf Kilo verloren damals – und das innerhalb von nur vier Wochen.“ Würde er also wieder zu voller Leistungsfähigkeit kommen?

Gedanken über die Zukunft

Er tat es. Wobei sich für Philipp Gunkel die Perspektiven seither verschoben haben. Gunkel macht sich Gedanken über sich und seine Zukunft. Nach seiner Verletzung trieb er sein Fernstudium fort, das er schon 2009 begonnen hatte: Bildungswissenschaften. Im kommenden Semester würde er gern an die MLU wechseln. „Human Ressources Management“ soll dann auf dem Plan stehen. Ein Management-Job in einer Personalabteilung würde ihn reizen.

„Früher war ich sehr auf Sportmanagement fixiert, heute bin ich froh, dass ich mich ein bisschen breiter aufgestellt habe.“ Wobei ihm der Job des Sportmanagers absolut liegen würde. Denn Gunkel macht sich Gedanken – zum Beispiel über die Zusammenstellung des Saale-Bulls-Kaders in der nächsten Saison. Die Aufstiegschancen, auch wenn sich Team und Verantwortliche noch kämpferisch geben, sind seit dem vergangenen Null-Punkte-Wochenende ziemlich klein. Verliert das Team heute beim Favoriten in Duisburg, sinken sie nahe Null. Spielt es also eine Rolle, wie sich der Verein in der kommenden Saison als Oberligist aufstellen würde? „Auf jeden Fall“, sagt Gunkel, „natürlich ist es ein Thema, wie die Mannschaft aussehen wird.“

Zum Beispiel, nach welcher Philosophie sie zusammengestellt wird. Etwa mit drei Reihen eher Richtung Qualität, oder mit vier Reihen, also auch auf Quantität. „Ich glaube zum Beispiel, dass man auch mit drei Reihen in die zweite Liga aufsteigen kann und dass man lieber in die Qualität investiert.“ Er sagt das aber nicht besserwisserisch. Und er stellt auch klar: „Das ist nicht meine Entscheidung als Spieler, sondern eine Frage, welche Philosophie der Trainer hat.“

Aber es zeigt eben, dass sich Philipp Gunkel seine Gedanken macht. Und die Erkenntnisse werden Antwort geben, ob es in Halle weitergeht für ihn. Verein und Stürmer führen bereits Gespräche, auch die Hilfe für einen Platz an der MLU wollen die Saale Bulls stellen. Es wären zusätzlich gute Karten für einen „Big Deal“ mit dem „Big Dog“. Für eine wichtige Personalentscheidung mit einem der zentralen Spieler. (mz, 19.02.2015)


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