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mz-web.de: Saale Bulls gewinnen 5:1 gegen Hannover Scorpions

Manchmal ist der Weg zur Arbeit schon so etwas wie ein Omen für den  Arbeitstag. Die Spieler der Hannover Scorpions mussten das am Freitag erleben. Egal, ob die Anfahrt über die A7 oder die über die A2, überall warteten auf dem Weg zum Pokalspiel bei den Saale Bulls an diesem Nachmittag Staus. Ein Resultat war, dass die  Partie erst mit  einer knappen halben Stunde Verspätung beginnen konnte. Ein weiteres, dass die unfreiwillig lange Busanreise womöglich ihren Teil dazu beitrug, dass die Gäste – angereist ohne ihren Top-Scorer Andreas Morczinietz – streckenweise eine erschreckend schwache Leistung ablieferten. 5:1 gewannen die drückend überlegenen Saale Bulls die Partie und qualifizierten sich damit für das Finale im Nord-Ost-Pokal.

Wie überlegen die Hallenser agierten, ließ sich schon im ersten Drittel an den blanken Zahlen ablesen. 18:4 Torschüsse zählte Co-Trainer Uwe Liebetrau. Hinzu kamen 6:0 Strafminuten für die Gäste. Bezeichnend: Während der dritten Überzahl der Hallenser konnten sich die Hannoveraner in den zwei Minuten nur ein einziges Mal aus der eigenen Verteidigungszone befreien. Powerplay, wie es im Buche steht.

Mangelhafte Chancenverwertung

So war es nach dem torlosen ersten Abschnitt einzig die mangelhafte Chancenverwertung, die Trainer Ken Latta seinen Spielern später zum Vorwurf machte. „Wir haben wirklich gut gespielt“, meinte der Coach. „Wir haben nur den Fehler gemacht, dass wir die Tore nicht gemacht haben.“ Und Kapitän Troy Bigam ergänzte: „Trotzdem saß in der Kabine keiner, der nicht geglaubt hat, dass wir das Spiel gewinnen. Irgendwann musste der Knoten platzen.“

Das tat er tatsächlich – und Bigam hatte daran eine großen Anteil. In der 28. Minute brachte er die Saale Bulls in Führung, profitierte aber von einer brillanten Vorarbeit seines Landsmanns Matt Abercrombie. Der hatte, selbst in aussichtsreicher Schussposition, vor dem Tor quergelegt. „Er hat mich gut gesehen und klasse abgelegt“, lobte Bigam. Nach dem Ausgleich der Hannoveraner (35.) – ironischerweise erzielt kurz nach Ablauf der einzigen Saale-Bulls-Strafzeit gegen Alexander Zille – war es wieder eine kanadische Dreierproduktion, die die Hallenser in Front gehen ließ. Abercrombie brachte Robin Sochan in Stellung, dessen Schlagschuss von der blauen Linie lenkte Bigam unhaltbar ins Scorpions-Tor. Für den Kapitän das sechste Tor in den letzten fünf Spielen gegen die Hannoveraner.

Das Schlussviertel wurde schließlich zum Schaulaufen. „Da haben wir den Faden wieder gefunden, der uns im zweiten Drittel  manchmal verloren gegangen war“, analysierte Latta. „Wir haben gespielt wie im ersten Abschnitt – nur mit dem Unterschied, dass wir dann die Tore gemacht haben.“ Eine 5:3-Überzahl nutzte Robin Sochan in der 42. Minute zum 3:1, die verbliebene 5:4-Überzahl schließlich Philipp Gunkel eine Minute später zum 4:1. Daniel Lupzig erhöhte in der 49. Minute auf 5:1.

Durch den Sieg sind die Saale Bulls für das Finale im Nord-Ost-Pokal qualifiziert, das Rückspiel gegen die Scorpions Anfang Dezember hat nur noch statistischen Wert. Und diese  Endspiele versprechen ein Eishockey-Leckerbissen zu werden, denn es warten zwei Duelle gegen die Leipzig Icefighters. Da die Sachsen, die die Gruppenphase bereits beendet haben und alle sechs Spiele gewannen, von Platz eins nicht zu verdrängen sind, treten sie im ersten Finale in Halle an und haben im Rückspiel Heimrecht. Die Termine für die Finals stehen noch nicht fest.


    November 2017
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