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mz-web.de: Saale Bulls Halle verlieren Topspiel gegen clevere Füchse

 

Von Christian Elsaesser
Die Saale Bulls verlieren das Oberliga-Topspiel gegen Duisburg. Der Spitzenreiter zeigt sich vor dem Tor abgebrühter.
Halle (Saale). Manchmal kann Symbolik auch reichlich übertrieben daherkommen. Nach sieben Minuten musste das Spitzenspiel der Eishockey Oberliga Nord, das der Tabellendritte Saale Bulls am Sonntag gegen den Spitzenreiter Füchse Duisburg mit 2:4 verlor, unterbrochen werden. Die Verkleidung einer Werbebande hatte sich gelöst. Und im Zuge der rund zehnminütigen Reparatur musste auch ein Werbeplakat hinter dem halleschen Tor entfernt werden. Fast schon ironisch: Es war ein Plakat genau jener Firma, deren Chef Saale-Bulls-Präsident Daniel Mischner ist. „Da wird dein eigenes Unternehmen aus der Halle geworfen“, meinte Mischner mit einem Augenzwinkern.
Doch auf gewisse Weise hatte die nette Schmonzette dann doch reichlich Symbolkraft. Denn kaum dass das Spiel wieder aufgenommen war, wurde auch Mischners Mannschaft böse aus der Halle geschossen. 30 Sekunden dauerte es nach erneutem Anbully gerade einmal, ehe Marvin Tepper die Gäste aus dem Ruhrgebiet in Führung brachte (8. Minute). Zwei unerlaubte Weitschüsse der in diesem Moment reichlich unsortierten Hallenser folgten, dann erhöhte Christoph Ziolkowski in der zehnten Minute auf 2:0 für die Gäste.
Kurze Schwächephase
„Die Unterbrechung hat uns ein Stück weit aus dem Rhythmus gebracht“, räumte Saale-Bulls-Trainer Georgi Kimstatsch später ein. „Wir sind eigentlich sehr gut ins Spiel gekommen, haben uns dann aber diese eine kurze Schwächephase geleistet. Und wenn du gegen so ein Team 0:2 zurückliegst, dann wird es richtig schwer.“
Doch egal, welche Rolle die ungewollte Unterbrechung auch gespielt hatte – ganz unverdient war die Führung der Gäste, die den Vorsprung in die erste Drittelpause brachten, nicht. Es war eine schnelle, körperliche Partie zweier im Grunde gleichstarker Teams, die zeigten, warum sie beide Aufstiegsambitionen hegen. Und doch: Spielerisch, läuferisch und körperlich wirkte der Spitzenreiter im ersten Abschnitt meist eine Idee präsenter und stellte die Saale-Bulls-Abwehr mit seinem temporeichen Offensivspiel oft  vor knifflige Situationen. „Duisburg hat das extrem clever gespielt, sie haben manchmal mit einem Pass drei Spieler von uns aus dem Spiel genommen“, analysierte Kimstatsch.
Spiel auf Augenhöhe
Auch im torlosen zweiten Abschnitt blieb es ein Spiel auf Augenhöhe, die Gastgeber erspielten sich nun zwar die besseren Chancen, es gelang ihnen aber kein Tor. Vor allem im Überzahlspiel blieben die Saale Bulls viel zu ungefährlich, brachten zum Teil in zwei Minuten nur einen Schuss aufs Tor zustande. Sein Team sei zu verbissen gewesen, meinte Kimstatsch „Wir haben im zweiten Drittel gut gespielt, aber wir haben das Tor erzwingen wollen.“
Am Ende war das tatsächlich der einzige wirkliche Unterschied zwischen den beiden Oberliga-Spitzenmannschaften: die Effektivität beim Toreschießen. Geradezu beispielhaft zu beobachten zu Beginn des letzten Drittels. Bereits nach sechs Sekunden schoss Matt Abercrombie erstmals auf das Duisburger Tor – er scheiterte. Lars Grötzinger machte es genau 50 Sekunden später besser. Sein Tor zum 3:0 (41.) markierte früh im Schlussabschnitt das Ende der Hoffnungen auf eine Aufholjagd der Saale Bulls. Ein Überzahltreffer von Jakub Langhammer in der 47. Minute brachte die Gastgeber zwar noch einmal heran. Doch die Hypothek war bereits zu groß. Der Duisburger Chat Niddery sorgte nach brillantem Solo schließlich für den alten Abstand (57.), ehe in der Schlussminute Philipp Gunkel zum Endstand traf (59.). (mz, 21.02.2016)

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