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mz-web.de: Saale Bulls holen Deutsch-Kanadier

Stürmer Chris Gard kommt von US-Uni nach Halle. Gard wird im Kader für die neue Saison also keine der zwei Ausländerstellen beanspruchen, er wird als Deutscher geführt.

Es sind diese zwei Wörter, die im Gespräch mit Chris Gard ganz besonders herausstechen: „Oma“ und „Opa“. Denn wenn der Eishockey-Stürmer aus Kanada im Interview erzählt, dann tut er dies selbstverständlich in seiner Muttersprache Englisch. Es sei denn, er kommt auf seine Großeltern zu sprechen. Dann benutzt er nämlich nicht etwa die Wörter „grandfather“ oder „grandmother“, sondern eben „Oma“ und „Opa“.

Doppelte Staatsbürgerschaft

Christopher Gard wird in der kommenden Saison in der Eishockey-Oberliga für die Saale Bulls stürmen. Und wenn man verstehen will, warum sich der Verein um den 23-Jährigen bemüht hat, dann führt die Spur tatsächlich zu dessen Oma und Opa. „Ich habe die doppelte Staatsbürgerschaft und habe auch einen deutschen Pass“, erzählt Gard. „Die Familie meiner Mutter kommt aus Deutschland.“ Und auch wenn er selbst nur ein paar Brocken Deutsch spricht, eines hat er Zeit seines Lebens so gehandhabt: „Meine Großeltern rufe ich Oma und Opa.“

Chris Gard

Chris Gard  (BILD: PRIVAT)

Gard, das ist die wichtige Botschaft für die Saale Bulls, wird im Kader für die neue Saison also keine der zwei Ausländerstellen beanspruchen, er wird als Deutscher geführt. Auch wenn Gard sehr wohl weiß, dass an seinem neuen Wohnort zunächst einiges sehr fremd für ihn sein wird. „Ich bin unglaublich aufgeregt und freue mich wahnsinnig auf die neue Erfahrung in Deutschland“, sagt er. Nicht zuletzt, weil da eben auch seine deutschen Wurzeln seien. „Die Familie meines Opas lebt in Stade in der Nähe von Hamburg, und ich hoffe, dass ich die Zeit finden werde, sie einmal zu besuchen. Vielleicht haben wir ja mal ein Spiel in der Region.“

Mit drei Jahren auf dem Eis

Doch Deutschland wird nicht nur privat ein Abenteuer für Chris Gard. Auch sportlich weiß er noch nicht so recht, was ihn erwartet. Hinter dem 23-Jährigen liegt eine geradezu typische kanadische Sport-Sozialisation. Eishockey ist dort der Nationalsport Nummer eins. „Ich habe mit drei Jahren angefangen, Schlittschuh zu laufen“, berichtet er, „mit fünf Jahren habe ich im Eishockey-Verein begonnen. Meine ganze Familie ist Eishockey begeistert, mein Vater hat selbst in Halifax am College gespielt. Und mein Opa – auch wenn er selbst nie gespielt hat – ist verrückt nach Eishockey, hat meine ganze Karriere gefördert und verfolgt.“

Erfolgreicher Uni-Abschluss

Nach diversen Junioren-Teams im größeren Umkreis von Toronto, führte ihn der Weg an die Hochschule, an das Lake Forest College nahe Chicago. „Ich habe dort vier Jahre gespielt.“ Zuletzt war er sogar Kapitän seiner Mannschaft. Parallel zum Sport machte er seinen Abschluss in Finanzwesen und Mathematik.

In Deutschland, das weiß Chris Gard, wird nun einiges anders. „Es fällt mir noch sehr schwer einzuschätzen, wie das sportliche Niveau im Vergleich zu Kanada sein wird. Ich gehe davon aus, dass ich mich an einiges erst werde gewöhnen müssen.“ Und dann spricht er über die in Europa größeren Eisflächen, die Möglichkeit, dass man mit mehr Platz auf dem Eis den Puck länger führen könne. „Aber so richtig wissen werde ich das erst, wenn ich es wirklich erlebe.“ (mz)


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