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mz-web.de: Saale Bulls – In der Abwehr spielt die Sorge mit

Die Saale Bulls spielen weiterhin mit nur sechs Verteidigern. Es bedarf keines Mathematik-Studiums, um die Sorgen von Trainer Latta zu verstehen.

Halle (Saale) – Am kommenden Montag werden die Saale Bulls wieder einer kleinen Tradition nachkommen. Am Tag nach dem Oberliga-Heimspiel gegen die Black Dragons Erfurt treffen sich die Spieler zum gemeinsamen Kochen. Eine Aktion, die schon in den vergangenen Jahren ein großer Erfolg war – und entgegen der sprichwörtlichen Erfahrung mit vielen Köchen auch immer ein Genuss.

Quantität muss nicht schlecht sein. Am Herd nicht. Und auf dem Eis schon gar nicht. Niemand weiß das besser als Trainer Ken Latta. Denn er macht keinen Hehl daraus, dass er die Oberliga Mitte mit gemischten Gefühlen bestreitet. In der Abwehr ist die Besetzung nämlich eng. „Es darf nichts passieren“, sagt Latta, „wenn sich jemand verletzt, haben wir ein Problem.“

Kein Ersatz im Kader

Es bedarf keines Mathematik-Studiums, um die Sorgen zu verstehen. Latta hat für drei Reihen exakt sechs Verteidiger im Kader. Yannick Mund, die Nummer sieben, lässt der Trainer nur im Angriff auflaufen. Und alle Bemühungen, sich noch einmal zu verstärken, sind gescheitert. „Wir waren uns mit einem Verteidiger schon einig“, erzählt Präsident Daniel Mischner, „aber der andere Verein wollte den Vertrag nicht auflösen. Ich kann das sogar verstehen, wir lassen auch keine Spieler während der Saison gehen.“ Doch Mischner sieht auch, dass es personell eng werden könnte. „Die Wechselfrist ist vorbei, wir müssen mit dem Kader zurechtkommen.“

Katzer als warnendes Beispiel

Ken Latta muss also ein wenig auf das Prinzip Hoffnung setzen. Wobei er mit Tim Katzer ein Sorgenkind besonders im Auge hält. Der 22-Jährige hatte sich Anfang des Jahres eine heftige Gehirnerschütterung zugezogen, als er in Schönheide einen Ellbogen ins Gesicht bekommen hatte. „Sobald ich aufgestanden bin, sobald ich mich bewegt habe, wurde mir sofort schwindlig“, erzählt Katzer rückblickend. „Ich konnte nichts machen, nicht einmal lesen.“ An Eishockey war gar nicht zu denken. Drei Wochen fehlte der Verteidiger.

Heute spürt Katzer keine Beeinträchtigung mehr. Doch für den Trainer ist der Fall ein Stück weit sinnbildlich, wie schnell es im Eishockey gehen kann. Latta: „Ich habe schon einige Spieler in meinem Leben gesehen, die nach einer Gehirnerschütterung zurückgekommen sind, wieder einen Check bekommen haben – und vorbei war die Karriere.“ (mz, 06.02.2015)


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