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mz-web.de: Saale Bulls können vorzeitig Meister werden

HALLE (SAALE)/MZ. Sonnabend, so gegen 22 Uhr, könnte alles perfekt sein: Die Saale Bulls könnten nach dann 25 von insgesamt 32 Spielen vorzeitig Meister der Eishockey-Oberliga sein. 21 Punkte haben sie im Moment Vorsprung, nach den beiden Spielen am Freitag und Sonnabend – zwei Siege vorausgesetzt – sind sie vom Tabellenzweiten Leipzig nicht mehr einzuholen. Es bedarf dann keinerlei Rechenkunststücke mehr, um den dritten Titel in Folge zu feiern.

Das Brisante dabei: Die spontane, aber natürlich schon für alle Fälle vorbereitete Feier würde ausgerechnet beim Dauerrivalen in Leipzig steigen. Alles ist dafür angerichtet: Das Zelt-Provisorium in Leipzig-Taucha ist längst bis auf den letzten Platz ausverkauft. Unbedingte Voraussetzung für das Leipzig-Szenario ist allerdings ein Heimsieg am Freitag ab 20 Uhr in der Volksbank-Arena gegen Erfurt.

„Es hätte auch für mich einen ganz besonderen Reiz, die Meisterschaft in Leipzig zu feiern“, sagt Saale Bulls-Präsident Daniel Mischner. Hinzu kommt, dass nach den drei Derbys in dieser Saison noch jede Menge Rechnungen auf beiden Seiten offen sind. Bewegte sich das erste Spiel in Halle mit 5:3 für die Saale Bulls noch in erwartbaren Größenordnungen, so gab es im zweiten Spiel ein auch in dieser Höhe völlig überraschendes 5:1 für Leipzig – es war die bislang einzige Saison-Niederlage für die Saale Bulls. Eine, die bis heute schmerzt. Das letzte Spiel in Halle schraubte die Gefühlswelten dann wieder ins andere Extrem: Ein an Deutlichkeit kaum noch zu übertreffendes 8:2 für die Saale Bulls.

Mittendrin wie immer: Kai Schmitz (links, Nummer 91) bei der Abwehrschlacht der Saale Bulls im ersten Saisonspiel in Leipzig (FOTO: ECKEHARD SCHULZ)

Mittendrin wie immer: Kai Schmitz (links, Nummer 91) bei der Abwehrschlacht der Saale Bulls im ersten Saisonspiel in Leipzig (FOTO: ECKEHARD SCHULZ)

 

„Halle wird sowieso Meister. Wenn nicht am Sonnabend bei uns, dann eben eine Woche später“, sagt auch Leipzigs Präsident André Krüll. „Es geht aber jetzt hauptsächlich um uns. Das ist für uns das Spiel des Jahres. Wir wollen unbedingt Zweiter werden und ab Ende Februar um den Aufstieg in die zweite Liga mitspielen. Und dieses Ziel erreichen wir am besten mit einem Sieg über Halle. Es wird also ein heißer Tanz auf dem Eis.“

Und genau da beginnt ein wenig die Sorge, dass auch alles im ohnehin großzügig gesteckten Rahmen des harten Männersports Eishockey bleibt. Denn es gab im letzten Spiel, bei eben jenem 8:2, eine Aktion, die Kai Schmitz endgültig zum Buhmann in Leipzig machte. Kurz vor Schluss beharkte sich der Saale Bulls-Verteidiger mit Leipzigs Stürmer Sebastian Alt, der danach vom Eis getragen wurde. Kaum jemand hatte diese Aktion wahrgenommen, auch der Schiedsrichter nicht. Auch gibt es bis heute kein Foto- oder Videomaterial, das die Situation eindeutig aufklärt. „Das war eine ganz normale Spielsituation, ich habe ihn unglücklich mit dem Schläger getroffen. Ich habe mich beim Spieler entschuldigt, er hat das angenommen“, sagt Schmitz. Trotzdem ergossen sich Hass-Tiraden über Schmitz in den Fanforen.

„Die Aktion von Schmitz ist nicht vergessen“, sagt Präsident Krüll. „Wir haben Schmitz schon auf der Rechnung“, so Leipzigs Trainer Mannix Wolf, der sich aber eigentlich nichts sehnlicher wünscht, selbst einen Spieler vom Kaliber Schmitz in seinen Reihen zu haben. Um Schmitz aus der Rolle des Buhmanns zu nehmen, gab es bei den Saale Bulls kurzzeitig die Überlegung, ihn in Leipzig ganz draußen zu lassen. Dann aber sprach Trainer Jiri Otoupalik ein Machtwort: „Eishockey ist ein Männersport. Da muss er durch.“

Schmitz selbst will „unbedingt spielen“. Die Frage war am Donnerstag allerdings, ob er auch kann. Denn bei den Saale Bulls grassiert eine Grippewelle. Schmitz liegt ebenso wie Ivan Kolozvary, Robin Sochan und Enrico Ehrhardt flach. Der Einsatz des Quartetts scheint zumindest gegen Erfurt ausgeschlossen.


    November 2017
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