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Freitag, 08.09.2017, 20:00 Uhr MEC Halle 04 Saale Bulls : Dresdner Eislöwen  

mz-web.de: Saale Bulls mit purer Leidenschaft

Die Saale Bulls gewinnen das erste Finale im Ostpokal und lassen den Abschied von Trainer Jiri Otoupalik in den Hintergrund rücken. Die Entscheidung fällt noch an diesem Wochenende.

Halle/MZ. 

Man durfte es als feines Gespür für die Situation auffassen. „Treue, Leidenschaft, Lebenssinn“ stand auf dem riesigen Plakat, das die Fans der Saale Bulls am Freitagabend vor dem ersten Finale des Ostpokals gegen Tornado Niesky im Fanblock ausrollten. Ein erster Vorbote für das Zehn-Jahres-Jubiläum, das der Verein kommende Woche Sonnabend im Eiszelt auf der Messe in Bruckdorf feiern wird.

Vor dem ersten Finale des Ostpokals, das die Saale Bulls mit 4:3 gewannen, schwang dann aber auch noch eine weitere Botschaft in dieser Choreografie mit. Eine Botschaft, die lautet: „Es ist keine Zeit für Krise.“ Genau das, was man nach dem überstürzten Abschied von Trainer Jiri Otoupalik am Donnerstag vielleicht hätte vermuten können. Und genau diesen Eindruck bestätigten dann auch die Spieler auf dem Eis. Blendend motiviert vom verantwortlichen Coach Uwe „Schlappi“ Liebetrau, der an der Bande Unterstützung vom verletzten Kapitän Kai Schmitz bekam, entwickelte sich ein überaus munteres Spiel.

Pohling erzielt frühe Führung

„Schlappi hat das Team super eingestellt, jeder wusste, um was es geht und jeder hat sich den Hintern aufgerissen“, lobte Schmitz. Der frühen Gäste-Führung durch ein unglückliches Kullerschüsschen des Ex-Hallensers Jörg Pohling (4. Minute) folgten die wütenden Antworten der Bullen. Mit Erfolg: Robin Sochan (12.) konnte schnell ausgleichen. Und nach der erneuten Führung durch den zweiten Hallenser bei Niesky, Stephan Kuhlee (14.), drehten Troy Bigam (15.) und Martin Piecha (16.) binnen weniger Sekunden zunächst die Partie. Der Schlusspunkt unter ein richtig gut anzusehendes erstes Drittel.

Mitte des zweiten Abschnitts schalteten die Hallenser einen Gang zurück. „Es war ein Kampfspiel“, meinte Schmitz später und verwies auf den kleinen Kader der Mannschaft. Die war mit nur 13 Spielern angetreten, darunter sogar nur drei Verteidiger, so dass Stürmer Max Veltwisch in der Abwehr aushelfen musste. Vor diesem Hintergrund war es wohl so etwas wie Krafteinteilung für den Schlussabschnitt. In den ging es nach dem Gäste-Ausgleich, erneut durch Jörg Pohling (36.), mit einem 3:3. Und in dem bekam das Spiel zwar nicht mehr den Glanz der Anfangsphase zurück. Doch zumindest stellten die Gastgeber früh klar, wer an diesem Abend als Sieger vom Eis gehen würde. Troy Bigam, einmal mehr der wertvollste Spieler im Saale-Bulls-Trikot, traf bereits nach 35 Sekunden zum 4:3.

choreo

Entscheidung erst am Sonntag?

„Ich freue mich wahnsinnig für die Mannschaft, aber vor allem für Schlappi, der die Verantwortung für das Team übernommen hat, dass wir den ersten Sieg geholt haben“, lobte Saale-Bulls-Präsident Daniel Mischner. Was dieser Sieg wert ist, zeigt sich schon am Sonnabend. Die Bullen treten dann um 16.30 Uhr in Weißwasser zum zweiten Spiel der Best-of-Three-Serie an. Gewinnen die Hallenser, ist der Pokal entschieden, verlieren sie, steht schon am Sonntag um 19.30 Uhr im Eiszelt auf der Messe das entscheidende dritte Spiel an. Es würde das letzte offizielle auf der Messe sein.

Das „Spiel der Legenden“, wie die Saale Bulls ihre Jubiläumsveranstaltung nennen, wird dann nur noch ein spaßiger Saisonabschied, inklusive einer großen Fanparty. Die Anhänger haben es sich allemal verdient.


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