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mz-web.de: Saale Bulls – Puzzle nicht komplett

Wo stehen die Saale Bulls vor dem richtungsweisenden Spiel heute gegen die Hannover Scorpions? Trainer Ken Latta gibt Antworten.

Halle (Saale). Hell gellte der schrille Ton der Pfeife, die Ken Latta um seinen Hals trug, durch den beinahe menschenleeren Eisdom. Alles stand still. Der Trainer des Eishockey-Oberligisten Saale Bulls war ein bisschen unzufrieden bei der Trainingseinheit Donnerstagmittag. Die Zuspiele seiner Spieler kamen etwas ungenau. „Nicht hier“, rief er und zeigte mit seinem Eishockeyschläger auf eine Stelle in der Mitte der Eisfläche. „Auch nicht hier, sondern verdammt noch mal hier“, rief er und zog den Schläger wenige Zentimeter über das Eis. Mehr Konzentration und Präzision forderte er ein. Und weil seine Schützlinge dem Aufruf danach Folge leisteten, war Latta zum Ende des Trainings zu Scherzen aufgelegt.

Heute empfangen die Saale Bulls im Eisdom die Hannover Scorpions. Es ist neben dem Spiel bei den Füchsen Duisburg vor zwei Wochen das erste richtungsweisende Spiel für die Saale Bulls. Wo stehen die Bulls? „Alle Signale sind auf grün“, meint Latta. „Ich bin nie zufrieden. Aber es ist deutlich zu sehen, dass es besser läuft als vor drei Wochen.“ Trotzdem: „Es ist noch Luft nach oben.“

Zu wenig Vorbereitung

Sieben Spiele haben die ambitionierten Bulls jetzt absolviert. Spiele gegen Favoriten, Spiele gegen vermeintliche Underdogs. Ja, das Team hat sich oft schwer getan.

Aber Latta weiß auch genau, warum. „Wir hatten zwei Wochen zu wenig Vorbereitung.“ Und: „Wir hatten nur sieben Stürmer“, sagt er. Weil Troy Bigam zurück ist und Marco Habermann verpflichtet wurde, hat Latta jetzt zumindest drei komplette Reihen. Trotzdem ist der Angriff ein Problem.

„Die Tiefe ist das Schlüsselwort“, erklärt Latta. Die haben die Bulls noch immer nicht. Zwei Planstellen sind im Angriff noch offen. Doch die Suche gestaltet sich schwierig. „Es gibt jeden Tag Gespräche“, sagt Latta. Das Problem: „Jeder hat einen Vertrag.“ Es sei schwierig, passende Kandidaten zu finden. Man bräuchte Glückstreffer. Und trotzdem ging für Halle nur ein Spiel verloren. „Seit dem Duisburg-Spiel läuft es“, freut sich Latta. „Die erste Reihe funktioniert momentan.“ Und hinten, da haben sich die Saale Bulls zur besten Mannschaft der Liga gemausert. Kein Team hat momentan in der Oberliga Nord weniger Treffer bekommen als die Hallenser. Die Abwehr ist also tatsächlich das Prunkstück.

Mannschaft besser als letztes Jahr

Von kurzfristigen großen Plänen oder hochfliegenden Träumen will Ken Latta im Moment aber nichts hören. „Wir sind ein bisschen besser als eine durchschnittliche Oberliga-Mannschaft“, sagt er. Klingt nach Understatement. Aber der Headcoach ist realistisch. Er kennt die Erwartungen, die langfristigen Ziele für die zweite Liga, die er ja selbst mit gesetzt hat. Das Team sei besser als die Mannschaft im letzten Jahr, das Training läuft systematischer ab. Er sagt aber auch: „Vom Aufstieg kann man nur reden, wenn das Puzzle komplett ist.“ Wenn also noch zwei Stürmer den Weg an die Saale finden. (mz, 22.10.2015)

 


    Dezember 2017
MDMDFSS
     1 TecArt Black Dragons - Saale Bulls 2 3 Saale Bulls - ECC Preussen Berlin
4 5 6 7 8 Hannover Indians - Saale Bulls 9 10 Saale Bulls - Füchse Duisburg
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25 26 EXA Icefighters Leipzig - Saale Bulls 27 28 Saale Bulls - ESC Wohnbau Moskitos Essen 29 30 31
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