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mz-web.de: Oberliga Nord – Erfolgswochenende: Saale Bulls schlagen auch Timmendorf

 

Halle (Saale) – Weihnachtszeit ist Geschenkezeit. Auch im Eisdom an der Selkestraße. Die Saale Bulls verlosten im Rahmen ihres Oberliga-Spiels am Sonntagabend gegen Timmendorfer Strand ein Erlebnisgeschenk. Der Gewinner wird dabei in eine Art Irrgarten gesperrt und bekommt 60 Minuten Zeit, sich wieder zu befreien.

Das Sich-Befreien war durchaus auch ein gutes Motto für die Mannschaft der Bulls. Die hat nach zuvor drei Niederlagen am Stück in der Liga das vorweihnachtliche Wochenende mit sechs Punkten beendet.

Dem 6:0 am Freitag in Braunlage bei den Harzer Falken ließen sie am Sonntagabend ein 4:2 gegen die Gäste von der Ostsee folgen. „Es war ein Arbeitssieg“, sagte Saale-Bulls-Trainer Georgi Kimstatsch. „Ganz zufrieden bin ich nicht, wir waren nicht so präsent wie in Braunlage.“

Vielmehr war es ein Spiel nach dem altbekannten Motto: Ein Pferd springt nicht höher, als es muss. Die Bulls waren den personell und spielerisch limitierten Gästen deutlich überlegen. Die machten das mit viel Härte und einigen Unsportlichkeiten wett. Gleich sieben Strafzeiten handelten sich die Timmendorfer im ersten Drittel ein.

Trotzdem gingen die Gäste in Führung. Überraschend  durch Dennis Akimoto (6.). Es brauchte die Strafzeiten und gleich  zwei doppelte Überzahlen für die Bulls, um das Spiel zu drehen. Danny Albrecht (12.) und Denis Fominych (18.) trafen vor der ersten Pause.

Dem torlosen zweiten Abschnitt folgten zwei kuriose Treffer im Schlussdrittel. Philipp Gunkel überwand mit einem harmlosen Schüsschen aus spitzem Winkel Timmendorfs Torhüter Daniel Buchholz. Nur 45 Sekunden später sah es wieder nach einem Torhüter-Fehler aus, als Clemens Ritschel im Saale-Bulls-Tor den Überblick verlor und Yannick Henry im Nachschuss zum 2:3 einschob. „Da nehme ich den Torhüter aber ausdrücklich in Schutz“, sagte Kimstatsch. „Er bekommt den Puck gegen die Maske. Das eigentliche Problem ist, dass wir danach die Gegner nicht verteidigen.“

Doch als das Spiel noch einmal hätte spannend werden können, dezimierten sich die Gäste erneut selbst. Es folgten vier Strafen, die erste wegen eines Wechselfehlers, zweimal wegen unsportlichen Verhaltens und eine Matchstrafe wegen Beschimpfung von Offiziellen.

„Die Strafen haben uns sicherlich in die Karten gespielt“, sagte Kimstatsch. „Sie spielen ein einfaches und auch hartes Eishockey – mitunter auch an der Grenze.“ Trotzdem lobte er den Gegner „Sie haben wirklich das Maximum aus ihren Möglichkeit gemacht.“  (mz, 18.12.2016)

 

 


    Dezember 2017
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