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mz-web.de: Saale Bulls schlagen sich sehr wacker gegen die Scorpions

HALLE (SAALE)/MZ. Niemand Geringeres als der Deutsche Eishochey Meister von 2010, die Hannover Scorpions aus der DEL, war am Freitagabend am Gimritzer Damm bei den Saale Bulls zu Gast. Der Kooperationspartner kreuzte wie schon in der vergangenen Saison mit den Hallensern die Schläger. Damals ging das Spiel mit 5:2 an den Erstligisten aus der Leinestadt.
 
Den Saale Bulls war zu Beginn der Partie eine gehörige Portion Respekt anzumerken, war Hannover doch mit seinem Stammkader um Nationalspieler Sascha Goc an die Saale gereist.
 
Hannover ging nach gut vier Minuten durch den Kanadier Eric Regan in Führung. Doch dann waren die Mannen um Bulls-Coach Otoupalik hellwach. Vor allem der tschechische Wirbelwind Robin Slanina konnte die Scorpions-Abwehr ein ums andere Mal schwindelig spielen und schoss den Drittligisten, die Saale Bulls, mit 2:1 (9.,12.) doppelt in Führung.
 
Im zweiten Drittel war Halle streckenweise weiter die spielbestimmende Mannschaft. Und wenn es mal gefährlich wurde, hielt der überragende Saale Bulls-Goalie Dustin Haloschan, was zu halten war. Tore fielen zunächst nicht, dafür aber eine Plexiglasscheibe, was zu einer verfrühten Pause führte (acht Minuten vor Ende des Drittels).
 
Die unfreiwillige Pause tat den Bulls nicht gut. Eine Minute nach Wiederanpfiff trickste Tim Richter die hallesche Abwehr aus und traff zum 2:2. Sechs Minuten später konnte abermals Regan mit etwas Glück zur Führung der DEL-Truppe aus Hannover einnetzen.
 
Im letzten Drittel drehten die Saale Bulls noch einmal auf, waren mindestens ebenbürtig und bewiesen Kampfgeist. Marius Jass erhöhte zwar auf 4:2 (55.) für Hannover, ehe 37 Sekunden später wieder Robin Slanina für die Gastgeber verkürzte.
 
Die aufgehitzten Gemüter entluden sich dann noch in einem Boxkampf auf dem Eis, der beide Mannschaften Strafen kostete. Halles Benjamin Thiede schafft zweieinhalb Minuten vor Ende gar den viel umjubelten 4:4-Ausgleichstreffer. 11 Sekunden standen noch auf der Uhr, als Stephan Daschner den Siegtreffer für Hannover markiert.
 
„Wir sind stolz auf unser Team“, skandierten die Fans der Saale Bulls nach dem Spiel – und das zu Recht. Die Eishockeycracks aus der Volksbank Arena sind in einer bestechenden Frühform, spielten die Hannover Scorpions sensationell an den Rand einer Niederlage und waren mindestens gleichwertig – und damit erstklassig.
 
Das nächste Spiel steigt am kommenden Freitag (28. September) um 20 Uhr in der Volksbank Arena. Im Pokal geht es dann gegen den Nordligisten Rostock Piranhas.

    Oktober 2017
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