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Sonntag, 24.09.2017, 18:00 Uhr MEC Halle 04 Saale Bulls : Hannover Scorpions  

mz-web.de: Wieder kein Sieg in Leipzig Bulls verlieren Derby und Tabellenspitze

Im Spiel gegen die Icefighters Leipzig mussten die Saale Bulls am Wochenende ihre zehnte Pleite in Folge beim Erzrivalen einstecken. Die halleschen Eishockey-Spieler verloren im Eiszelt von Taucha mit 1:2.

Halle (Saale). Ken Latta hatte sich noch gestern Abend auf den Weg gemacht. Der Trainer der Saale Bulls setzte sich nach dem Spiel in Leipzig ins Auto, um zu seiner Familie nach Peiting in Bayern zu fahren. Bei winterlichem Wetter im Süden verhieß ihm sein Navi eine Ankunft erst um halb zwei in der Nacht.

Genug Zeit also, um nachzudenken über das 1:2 gegen die Icefighters Leipzig, über die zehnte Pleite in Serie, die die Saale Bulls im Eiszelt von Taucha bezogen. Und Latta hatte entsprechend eine Menge Unmut im Gepäck. „Wir waren nah dran“, erklärte der Eishockey-Coach, „wir hatten unsere Chancen, das zweite Tor zu machen. Und dann hat ein Fehler gereicht.“

Saale Bulls in Führung

Tatsächlich war es ein Spiel auf Augenhöhe, nicht zu vergleichen mit der 1:8-Klatsche im Dezember in der Oberliga Ost. „Es ging hoch und runter und war sehr ausgeglichen“, analysierte Co-Trainer Uwe Liebetrau. Robin Sochan hatte die Hallenser in der 26. Minute sogar in Führung gebracht. Leipzigs Routinier Lars Müller saß einen Zeitstrafe ab, und wie so oft war es die erste Reihe der Bullen, die die Überzahl nutzte. Die Vorarbeit zum Sochan-Tor kam von Philipp Gunkel und Matt Abercrombie.

Dass es trotzdem nicht zum ganz großen Wurf reichte, ärgerte Ken Latta deshalb umso mehr. Schon nach dem knappen Sieg am Freitag, dem 3:2 gegen Herne, hatte er kritisiert, dass einige Spieler nicht an die Leistungsgrenze gegangen seien. Und Ähnliches beobachtete er auch gestern. „Ein paar Jungs waren nicht hundertprozentig dabei. Das geht nicht. Wenn du nur 99,9 Prozent gibst, dann reicht es gegen eine Mannschaft wie Leipzig eben nicht.“

Namen wollte der Cheftrainer freilich nicht nennen. „Die Mannschaft weiß schon ganz genau, wen ich meine.“ Doch darf man unterstellen, dass die Kritik auch einem gewissen Kalkül folgt. Latta weiß, wie stark die Konkurrenz in der Oberliga Mitte ist und dass er seinem Team keine Durchhänger erlauben kann, wenn es mit dem Aufstieg in die zweite Liga klappen soll. Leipzig ist vorerst wieder an den Saale Bulls vorbeigezogen, auch wenn es für die Tabellenspitze nicht reichte.

Überraschungsteam Neuwied

Dort steht überraschend nach vier Spielen der EHC Neuwied um die letztjährigen Saale-Bulls-Verteidiger Kai Schmitz und Christian Köllner. Wobei die Meinung über die Stärke der Rheinland-Pfälzer noch auseinandergeht. „Natürlich muss man die ernst nehmen“, betont Latta. Doch sein Assistent Liebetrau gibt zumindest eines zu bedenken: „Die haben bisher nur gegen die kleineren Namen gespielt.“ Gegen die drei Top-Favoriten Leipzig, Halle und Duisburg stand Neuwied bisher nicht auf dem Eis. (mz, überarbeitet 02.02.2015)


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    September 2017
MDMDFSS
     1 2 3
4 5 6 7 8 Saale Bulls - Dresdner Eislöwen 9 10 Chemnitz Crashers - Saale Bulls
11 12 13 14 15 Selber Wölfe - Saale Bulls 16 17 Saale Bulls - Selber Wölfe
18 19 20 21 22 Hannover Scorpions - Saale Bulls 23 24 Saale Bulls - Hannover Scorpions
25 26 27 28 29 Saale Bulls - Rostock Piranhas 30  
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