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mz-web.de: Saale Bulls verlieren gegen Erzrivalen Icefighters Leipzig

Saale Bulls verlieren gegen Erzrivalen Icefighters Leipzig

 
VON THOMAS DÜLL, 20.01.13
 

Daniel Lupzigs Treffer zum 2:4 weckte noch einmal Hoffnungen. (FOTO: RÖHRIG)


 
 
 
TAUCHA/MZ. Ein bisschen Blut gehört zu einem Derby wohl dazu, besonders beim „Männersport“ Eishockey. Da blieb das Duell der Erzfeinde zwischen den Saale Bulls und den Icefighters Leipzig am Samstag nichts schuldig. Erst spuckte der Leipziger Dennis Dörner nach einem Zusammenprall mit Martin Miklik Blut aufs Eis. Kurze Zeit später erwischte ein Puck Saale-Bulls-Statistiker Mario Schoppa auf der Wechselbank an der Stirn. Ein Pflaster genügte.

Es blieben die einzigen Vorfälle beim insgesamt erstaunlich fairen 6:2-Derbysieg der Icefighters. Doch der eigentliche Kampf fand auch gar nicht auf dem Eis statt. Zu souverän und motiviert verhinderte der Gastgeber die vorzeitige Meisterschaftsfeier der Hallenser. So spielte sich der eigentliche Kampf auf den Rängen ab.

Schon vor dem vierten Aufeinandertreffen der Rivalen in dieser Saison brannte das Zelt-Provisorium in Leipzig-Taucha. Der Geruch von Hunderten Wunderkerzen, die Tribünen – bis auf den Gästeblock – in Icefighters-Blau getränkt und sich gegenseitig hochpushende 1 797 Fans erzeugten eine für die Gäste einschüchternde Atmosphäre. Kai Schmitz konstatierte im zweiten Drittel kopfschüttelnd: „Alle haben die Hosen voll hier. Unfassbar.“

Viele andere Ausreden wollten den Spielern und Verantwortlichen der Saale Bulls denn auch nicht mehr einfallen. „Wir haben uns eine ordentliche Packung abgeholt hier“, sagte Präsident Daniel Mischner verärgert. Zwar sei die kleine Eisfläche mit Schuld an dem Debakel, „das war aber nur ein Quäntchen“.

Bereits im ersten Drittel hatte sich das Spiel quasi entschieden. Ein Unterzahl-Tor durch Tomas Vrba zum 1:0 markierte die Richtung. Dann trafen der Ex-Hallenser Florian Eichelkraut und erneut Vrba – 3:0. Anfang des zweiten Drittels legte Lars Müller zum 4:0 nach. Die Treffer durch Troy Bigam und Daniel Lupzig weckten in der Folge zwar kurz Hoffnungen (4:2). Emanuel Grund und Jiri Mikesz machten den Sack bis zur 55. Minute aber zu.

„Das muss noch aufgearbeitet werden“, sagte Mischner später und klang dabei fast drohend. Der freie Tag heute fällt aus. Straftraining ist angesagt.


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