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Freitag, 08.09.2017, 20:00 Uhr MEC Halle 04 Saale Bulls : Dresdner Eislöwen  

mz-web.de: Saale Bulls vs. Tilburg Trappers – Erbarmungslose Eishockey-Schlacht in Halle

 

Von Christian Elsässer

Halle (Saale) – Ganz am Ende war der Spielberichtsbogen im Kampfgericht zum Sorgenkind geworden. Es hatte Tore und Strafen gehagelt. Die Protokollierung nahm Platz in Anspruch auf dem plötzlich viel zu kleinen DIN-A-4-Blatt. 109 Strafminuten zwischen den Saale Bulls und den Tilburg Trappers, 36 für die Gastgeber, 73 für die Gäste. Und zehn Tore. Sechs für Halle, vier für die Niederländer.

Kimstatsch: „Ohne Schmerzen gibt es hier keinen Sieg“

 „Ich bin wirklich stolz auf die Jungs“, sagte Saale-Bulls-Trainer Georgi Kimstatsch nach der Partie. „Sie haben dagegengehalten und am Ende verdient gewonnen.“

Es war tatsächlich ein bemerkenswertes Spiel, nicht nur wegen des Endstandes von 6:4, sondern auch wegen des oft wechselnden Glücks. 2:1 führten die Saale Bulls am Ende des ersten Drittels, 2:3 lagen sie am Ende des zweiten hinten. Und dann dieser Schlussabschnitt, der nicht nur vier Tore der Gastgeber sah, sondern auf den allein 77 Strafminuten entfielen, weil vor allem die Gäste eine überaus harte Gangart an den Tag legten.

Umso begeisterter war Kimstatsch, dass sich sein Team den Schneid nicht hatte abkaufen lassen. „Wir wussten, dass Tilburg eine sehr körperliche Mannschaft ist“, sagte der Trainer. „Und wir wussten: Ohne Schmerzen gibt es hier keinen Sieg.“

Beide Teams lieferten sich von Beginn an ein intensives und außergewöhnlich schnelles Spiel. Die Saale Bulls hielten mit viel Leidenschaft dem hohen Tempo der Gäste entgegen. Der Lohn: Zweimal gingen die Gastgeber in Führung. In der zehnten Minute traf Georg Albrecht, als er in Überzahl einen Schlagschuss von Michal Schön unhaltbar abfälschte.

Danny Albrecht traf in der 14. Minute per Bauerntrick zum 2:1. Er hatte das Tor der Gäste von hinten umkurvt und aus kurzer Distanz getroffen. Der Treffer war umso bemerkenswerter, als dass Tilburg nur 13 Sekunden zuvor den Ausgleich erzielt hatte.

Im zweiten Drittel übernahmen die Gäste mehr und mehr das Kommando auf dem Eis. Und eine rabenschwarze Minute genügte, dass die Saale Bulls das Spiel zumindest kurzzeitig aus der Hand zu geben schienen.

Saale Bulls gewinnen Schlagabtausch

In Überzahl fingen sich die Hallenser ein Fastbreak, einen Konter, es war das erste Gegentor, das die Bullen in dieser Saison bei eigener Überzahl kassierten. Und es kam noch dicker. Nur 17 Sekunden später ging Tilburg sogar in Führung.

„Trotzdem habe ich in der Kabine gesagt, dass das unser Spiel ist“, berichtete Kimstatsch. Und tatsächlich kamen seine Bullen mit großem Willen zurück auf das Eis. Nach 22 Sekunden im letzten Abschnitt war das Spiel zum 3:3 ausgeglichen, Artur Tekgaev traf.

Und es folgte der nächste Doppelschlag: In der 46. Minute traf Michal Schön zur Führung, exakt 70 Sekunden später erhöhte Igor Bacek auf 5:3. Nach dem Anschlusstreffer der Gäste war es schließlich Georg Albrecht der in der Schussminute ins leere Tor der Niederländer traf. (mz, 20.01.2017)


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