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mz-web.de: Saisonbilanz Präsident – Daniel Mischner: „Werden Schippe drauflegen“

 

Von Christian Elsässer

Halle (Saale) – Eine Saison mit 51 Spielen liegt hinter Halles Eishockey-Oberligist Saale Bulls. Im Viertelfinale der Aufstiegs-Playoffs kam vorige Woche im fünften direkten Duell das Aus gegen den EHC Bayreuth. Was bleibt von der Saison 2015/16? Welche Stellschrauben müssen gedreht werden, um 2017 dem Aufstieg in die zweite Liga näher zu kommen?

Herr Mischner, es steht kein Umzug in eine neue Eishalle bevor, es steht kein gravierender Kader-Umbruch an – es scheint, als Eishockey-Vereinspräsident steht Ihnen ein ziemlich langweiliger Sommer bevor.
Mischner: (lacht) Im Vergleich zu den Aufgaben in den letzten Jahren, könnte man das fast meinen. Aber natürlich haben wir wieder viele Dinge, die organisiert werden wollen. Wir müssen mit unserem Caterer sprechen, mit den Sponsoren, mit dem Ausrüster, mit unserem Merchandising-Partner. Wir arbeiten auch daran, sportliche Partnerschaften auszubauen.

Und der Kader wird auch nicht unverändert bleiben können. Gibt es schon Spruchreifes, wer bleibt und wer gehen wird?
Mischner: Wir haben natürlich schon Gespräche geführt, aber es ist im Moment noch zu früh, über konkrete Namen zu sprechen.

Was ist bei Ihnen haften geblieben aus der abgelaufenen Saison?
Mischner: Dass es richtig viel Spaß gemacht hat. Es war eine absolut positive Saison für uns, wenn auch mit Höhen und Tiefen. Aber es war auch eine emotional schwierige Saison.

Können Sie das konkretisieren?
Mischner: Das betrifft zum Beispiel den Wechsel von Kai Schmitz während der Saison aus Leipzig zu uns. Es ist ja kein Geheimnis, dass ich da die treibende Kraft war und dass seine Verpflichtung auch intern nicht unumstritten war. Ich bin deshalb sehr froh, wie sich das entwickelt hat. Sehr emotional war für mich natürlich auch die Entscheidung, dass wir uns von Trainer Ken Latta trennen. Ich schätze Ken sehr. Und mir geht es immer sehr nah, solche Gespräche führen zu müssen.

So bewertet Daniel Mischner den Trainerwechsel

Lassen Sie uns für einen Moment beim Thema Trainer bleiben. Georgi Kimstatsch war eingesprungen und hat dem Team fraglos positive Impulse gegeben. War die Entscheidung für den Trainerwechsel rückblickend richtig?
Mischner: Ja. Und ich glaube, dass der Wechsel im Nachhinein vielleicht drei, vier Wochen zu spät kam.

Was hat sich verändert nach dem Wechsel?
Mischner: Ken und Gorbi (Spitzname von Georgi Kimstatsch) sind gar nicht so weit auseinander. Ich glaube, es waren vor allem menschliche Faktoren, die da eine Rolle gespielt haben.

Macht Georgi Kimstatsch weiter?
Mischner: Wir waren Mitte der Woche gemeinsam bei einem Termin und hatten auf der Autofahrt vier Stunden Zeit, uns intensiv zu unterhalten. Er macht sich zum Beispiel sehr viele Gedanken über die Kaderplanung. Wir hatten ein wirklich gutes Gespräch. Er hat sich ausgebeten, noch ein paar Mal über alles schlafen zu können. Aber mein Gefühl ist, dass sich das in eine gute Richtung entwickelt.

Lassen Sie uns das Thema Kaderplanung vertiefen. Als Beobachter kann man nach dieser Saison zu dem Schluss kommen, dass vor allem der Angriff eine Baustelle sein dürfte.
Mischner: Das ist nicht ganz falsch. Die Positionen, die wir besetzen wollen, werden überwiegend im Angriff sein.

Betrifft das auch die beiden Ausländerstellen?
Mischner: Wie gesagt: Über konkrete Namen will ich im Moment noch nicht sprechen. Denn es gibt viele Faktoren, die bei den Planungen eine Rolle spielen.

So sieht Daniel Mischner das Zwischenmenschliche im Team

Zum Beispiel das Zwischenmenschliche. Gerade die beiden Ausländer Matt Abercrombie und Jakub Langhammer waren sehr mannschaftsdienliche Stürmer – was bei Kontingentspielern nicht selbstverständlich ist. Versuchen Sie doch einmal zu umreißen, welche Gedanken Sie bei der Kaderplanung umtreiben.
Mischner: Wir stehen vor der Aufgabe, eine gute Mannschaft noch besser zu machen. Nur man muss dazu wissen, dass wir noch nie ein Team hatten, in dem die Stimmung so gut war. Zwischenmenschlich war das außergewöhnlich. Selbst erfahrene Spieler, die seit Jahren dabei sind, haben das immer wieder bestätigt und gesagt, dass sie eine solche Stimmung noch nie erlebt hätten. Man kann sich vorstellen, dass wir da in einem gewissen Zwiespalt stecken: Legen wir jetzt Wert auf Kontinuität und Teamspirit? Oder wollen wir noch mehr technische Fähigkeiten?

Sie haben vor der vergangenen Saison den Zweitliga-Aufstieg binnen zwei Jahren als Ziel ausgegeben. Also wird es doch auf Punkt zwei rauslaufen müssen.
Mischner: Wir brauchen Ziele, um den Verein weiterzuentwickeln. Es gibt andere Vereine, die schon seit vielen Jahren vom Aufstieg reden, viel Geld investiert und es trotzdem nicht geschafft haben. Am Ende hängt so ein Aufstieg von vielen Faktoren ab. Nehmen wir nur mal das Thema Heimrecht in den Playoffs. Wir hatten 42 Spiele in der Hauptrunde, haben 94 Punkte gesammelt. Am Ende waren wir damit Vierter – und es hat gerade mal ein Pünktchen zu Platz zwei gefehlt. Dann hätten wir in den Playoffs Heimrecht gehabt. Und unsere Heimspiele haben wir alle gewonnen.

Ist der Verein strukturell reif für die zweite Liga?
Mischner: Davon bin ich überzeugt. Wir haben die Stadt als Partner, haben als Verein in der Stadt eine große Akzeptanz. Wir werden unterstützt von einer fantastischen Fanbasis und zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich im Verein engagieren. Dazu kommt das Wirtschaftliche. Wir sind schuldenfrei, haben einen großen Sponsorenpool. Wir konnten schon jetzt für die kommende Saison 25 neue Partner gewinnen. Das gibt uns die Möglichkeit, auf jeden Fall noch einmal eine Schippe draufzulegen. (mz, 07.04.2016)


    Dezember 2017
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