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mz-web.de: Schluss mit der Wanderschaft

Artem Klein wechselt zu den Saale Bulls. Er hofft, dass der Umzug nach Halle vorerst der Letzte bleibt, denn im vergangenen Jahr hat der Stürmer gleich fünf Ortswechsel erlebt. Nun freut er sich auf geordnete Verhältnisse und auf Trainer Ken Latta.

Artem Klein ist inzwischen erprobt, was Umzüge angeht. In der letzten August-Woche steht für den Eishockey-Stürmer immerhin schon der fünfte Ortswechsel binnen eines Jahres an. Sein Weg führt ihn dann nach Halle. Denn der 20-Jährige wird in der kommenden Saison für die Saale Bulls in der Oberliga stürmen.

An der Saale, so sagt Artem Klein, wünscht er sich vor allem ein ruhigeres Jahr. Und was er damit meint, wird beim Blick auf seine vergangene Saison schnell deutlich. Hinter dem Deutsch-Russen liegt eine wahre Odyssee.

Ein Jahr, drei Vereine

Nach der Saison 2012/13 wechselte Klein von den Krefeld Pinguinen, wo er vorrangig in der zweiten Mannschaft in der Oberliga und im Talente-Team in der Deutschen Nachwuchs Liga zum Einsatz gekommen war, zum DEL-Team der Hannover Scorpions. Den Umzug – die Nummer eins – hatte er schon hinter sich gebracht, als die Scorpions ihre Lizenz nach Schwenningen verkauften.

Also packte Klein notgedrungen die Sachen und schloss sich dem Nachwuchsprojekt von Red Bull Salzburg an, das in der russischen „Junior Hockey League“ spielen wollte – Umzug Nummer zwei. Doch schon im August 2013 verließ Klein die Österreicher zu den Wild Boys Chemnitz in die Oberliga Ost – Umzug Nummer drei. Im März 2014 ging der Verein in die Insolvenz. Also wieder umziehen.

„Den Sommer habe ich jetzt bei meinen Eltern in Mannheim verbracht“, berichtet Artem Klein. „Mitte Juli kam dann der Kontakt zu den Saale Bulls zustande.“ Und der 20-Jährige fand viele Gründe, sich nach einem konfusen zurückliegenden Jahr für Halle zu entscheiden. „Ich will bei einem Team spielen, das ganz vorn in der Liga mitmischen kann. Und ich glaube, Halle hat eine richtig starke Truppe.“ Und dann ist da noch der vielleicht wichtigste Grund: „Ich wollte bei einem erfahrenen Trainer spielen. Und ich glaube, Halle hat mit Ken Latta einen der besten Coaches der Oberliga.“

„Hat mir nicht gutgetan“

Es soll also wieder ohne Nomaden-Dasein zugehen im Leben von Artem Klein. Denn der ist eigentlich alles andere als ein Wandervogel. Als er neun Jahre alt war, kamen seine Eltern als Spätaussiedler aus seiner Geburtsstadt Omsk in Sibirien nach Mannheim. Der Sport, sagt Klein rückblickend, half ihm bei der Integration. „Nach einem Jahr habe ich fließend die Sprache gesprochen, das hat es mir sehr einfach gemacht.“ Bei den Adlern in Mannheim durchlief er schließlich alle Jugend-Stationen, ehe ihn sein Weg als 16-Jähriger nach Krefeld verschlug. Auch dort blieb er drei Jahre – bis das Jahr der Wanderschaft anfing.

„Die letzte Saison“, gibt Artem Klein ehrlich zu, „hat mir nicht gutgetan. Ich war sehr unzufrieden, denn ich springe nicht gern.“ Und so wünscht er sich nun ein ruhiges Jahr, um sich weiter entwickeln zu können. „Denn mein großes Ziel ist es, Profi-Eishockey zu spielen.“


    Oktober 2017
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