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mz-web.de: Schützenfest im letzten Drittel

Halle (Saale)/MZ. Es ist eine der Besonderheiten im Eiszelt auf der Messe in Bruckdorf, dass sich die Vip-Tribüne direkt hinter den Strafbänken befindet. Und nur so war der kleine Spaß zwischen den halleschen Eishockey-Anhängern und dem Schönheider Robert Hoffmann überhaupt möglich. „Wir sehen uns bald wieder“, rief ein Fan dem gegnerischen Spieler hinterher, als der Mitte des zweiten Drittels schon zum dritten Mal die Strafbank verließ. Und Hoffmann konterte mit einem angefressenen Schmunzeln: „Bei dem ganz bestimmt.“

Gemeint war Schiedsrichter Torsten Schulz, der beim 7:2 am Freitagabend zwischen den Saale Bulls und Schönheide eine gute und souveräne Leistung ablieferte, aber doch ein paar Mal öfter in den Mittelpunkt des Geschehens rückte, als ihm wohl selbst lieb war.

Das erste Mal geschah das in der 16. Minute, als Troy Bigam die Hallenser mit 1:0 in Führung schoss, Schulz das Tor aber aberkannte. „Ich hatte vorher schon gepfiffen“, erklärte der Unparteiische, der sich von den Protesten der Gastgeber nicht aus der Ruhe bringen ließ.

Dritte Strafzeit für Robert Hoffmann

Und dann war da noch diese dritte Strafzeit für Robert Hoffmann, der sich auf dem Kieker des Schiedsrichters fühlte. Zur selben Zeit saß auch schon sein Teamkollege Petr Kukla auf der Sünderbank. Und es hatte eine gewisse Aussagekraft für diese Oberliga-Partie, dass es eine solche doppelte Überzahl war, die die Saale Bulls durch Robin Slanina in Führung gehen ließ. Denn die Höhe des Erfolgs konnte nicht überdecken, dass sich die Hallenser über weite Strecken extrem schwertaten. „Es war eigentlich ein Spiel auf ein Tor, aber wir haben den Puck nicht reingemacht“, meinte Stürmer Benjamin Thiede.

In der 42. Minute gerieten die Hallenser sogar mit 1:2 in Rückstand. Doch bezeichnenderweise war genau das der Moment, in dem sie dann zu ihrer Sicherheit fanden. Im direkten Gegenzug gelang Thiede der Ausgleich. Und die weiteren Treffer durch Bigam (45.), nochmals Thiede, Martin Piecha (beide 55.), den ersten Treffer überhaupt durch Marc Petermann (59.) und den Schlusspunkt in der Schlusssekunde durch Slanina sorgten schließlich für einen in der Höhe eher schmeichelhaften Sieg. „Ich denke, die waren am Ende müde, weil wir wirklich die ganze Zeit angerannt sind“, meinte Thiede.

Kurz vor dem Abbruch?

Ein weiteres Mal stand Schiedsrichter Schulz übrigens noch im Mittelpunkt. Vor dem dritten Drittel schmolz das Eis im Mittelkreis. Das Spiel stand sogar vor dem Abbruch. Man könnte meinen: Es war nicht die einzige Sache an diesem Abend, die bei den Saale Bulls nachgebessert werden muss im nächsten Heimspiel, das schon am Sonntag ansteht. Dann kommt im Pokal der frühere DEL-Klub Hannover Scorpions.

Das Spiel auf der Messe in Bruckdorf beginnt am Sonntag um 17 Uhr.


    November 2017
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